Maik Ullmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichtswissenschaft. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit stadt- und regionalgeschichtlichen Fragen, der Geschichte der deutschen Erinnerungskultur, Rechtsextremismus nach 1945 sowie der NS-Geschichte. Den Blick auf gesellschaftliche Phänomene gerichtet, stehen in seiner Arbeit immer wieder lokale Dynamiken im Fokus, denen er auf der Mikroebene nachgeht.
In seinem sich in Vorbereitung befindendem Post-Doc Projekt untersucht er exemplarisch am Beispiel einzelner Angehöriger der deutsch-jüdischen Familie Flechtheim die Fragestellung, wie materielles und soziales Erbe individuelle Selbstentwürfe und Zukunftsvorstellugen formen.
Sprechzeiten: Terminvergabe über Stud.IP
Dr. Maik Ullmann bietet im Wintersemester 2026/27 zwei Lehrveranstaltungen an:
Das „Unvorstellbare“ abbilden. Künstlerische Formen der Aufarbeitung von NS-Verbrechen in der Bundesrepublik und der DDR
Die justizielle Aufarbeitung der Verbrechen in den Außenlagern des KZ Neuengamme
Seit 2026 Vertretung der Stelle Akademischer Rat auf Zeit am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, TU Braunschweig
August 2026–Oktober 2026 Hilde Robinsohn-Guest Fellow am Moses Mendelssohn Zentrum, Potsdam
2025 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation, Wolfsburg
2016–2026 Freier Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation, Wolfsburg
2021–2025 Promotion zum Dr. phil. an der Technischen Universität Braunschweig als Stipendiat des Lüneburgischen Landschaftsverbandes e.V.
2020–2021 Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt „Totale Institutionen in Braunschweig“ am Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte
2014–2020 Studium der Geschichte, Erziehungswissenschaft und Kultur der technisch-wissenschaftlichen Welt an der Technischen Universität Braunschweig
Monografien
Vor der Erinnerung. Die Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme und ihre Nachgeschichten (1945–1992). Stadt – Zeit – Geschichte, Bd. 10. Göttingen 2025.
Oral History von rechts. Einstige Eliten der „Stadt des KdF-Wagens“ im Gespräch mit Bernhard Gericke. Texte zur Geschichte Wolfsburgs, Bd. 42. Hannover 2022.
Herausgeberschaft
Die Neuland baut der Stadt das Haus. Eine Wohnungsgesellschaft in Diktatur und Demokratie zwischen Anspruch und Wirklichkeit [herausgegeben gemeinsam mit Alexander Kraus]. Stadt – Zeit – Geschichte, Bd. 13. Göttingen 2026.
Aufsätze und Miszellen
Elly Gross – Neubeginnen nach dem Überleben. Ein rumänisch-jüdischer Lebensweg zwischen Verfolgung, Deportation, Heimkehr und Diaspora, in: Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte, Jg. 11 (Oktober 2025), Nr. 036 [im Erscheinen].
Kommunist, KZ-Überlebender und Geheimer Informator der Staatssicherheit. Erwin Geschonneck als erinnerungspolitischer Akteur im deutsch-deutschen Systemkonflikt, in: Corinna Bittner/Daniel Schuch (Hg.), Transnationales KZ-Gedenken im Kalten Krieg. Berlin 2026 [im Erscheinen].
Ein „Barackenräumprogramm“ als „Technik des Vergessens“? Die Überschreibung des historischen Ortes des KZ-Außenlagers Laagberg in den 1960er Jahren, in: Cornelia Siebeck/Oliver von Wrochem (Hg.), Gedenkstättengeschichte(n). Berlin 2026 [im Erscheinen].
Bauen im Auftrag der Deutschen Arbeitsfront. Ein Werkstattbericht zum Forschungsprojekt über die Geschichte der Neuland Wohnungsgesellschaft mbH (1938–1945) [gemeinsam mit Alexander Kraus], in: Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte, Jg. 10 (August 2025), Nr. 033, S. 7–8.
Vor der Erinnerung. Nachgeschichten der Außenlager des KZ Neuengamme. Maik Ullmann im Interview, in: Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte, Jg. 10 (April 2025), Nr. 032, S. 1–3.
Kunst auch gegen das Vergessen. Eine Kurt Harald Isenstein-Plastik für Wolfsburg, in: Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte, Jg. 9 (Dezember 2024), Nr. 031, S. 4–6.
Bernhard Gerickes „Europäische Revolution“. Ein antidemokratischer Protest gegen die Nachkriegsordnung, in: Zeitgeschichte-online, September 2024, https://zeitgeschichte-online.de/themen/bernhard-gerickes-europaeische-revolution
Den Neofaschisten keinen Raum geben. Proteste aus der Wolfsburger italienischen Community im Zuge der ersten Europawahl, in: Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte, Jg. 9 (April 2024), Nr. 029, S. 5–6.
Ein Häftlingszug vor dem KZ-Außenlager Laagberg. Was eine Tuschzeichnung über das Ende der nationalsozialistischen Konzentrationslager verrät, in: Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte, Jg. 8 (November 2023), Nr. 028, S. 6–7.
Fotografisch festgehalten. Die Überformung des ehemaligen KZ-Außenlagers Laagberg, in: Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte, Jg. 7 (Dezember 2022), Nr. 025, S. 8.
Marvin J. Chomsky’s Serie Holocaust. „Abwehr und Betroffenheit“ (AdM 06/2021), in: Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte, Jg. 6 (Oktober 2021), Nr. 021, S. 12.
Bernhard Gericke und die Pioniere der „Stadt des KdF Wagens“ (AdM 07/2020), in: Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte, Jg. 5 (November 2020), Nr. 019, S. 13.
Die „Erlebnisberichte“ des ersten Wolfsburger Stadtarchivars Bernhard Gericke als Zeugnisse seiner Demokratiefeindlichkeit. Maik Ullmann im Interview, in: Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte, Jg. 5 (Mai 2020), Nr. 017, S. 12–13.
Lydia Stowbun. Oder: Das leere Grab auf dem „Wehrmachtsfeld“ des Wolfsburger Waldfriedhofes, in: Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte, Jg. 5 (Mai 2020), Nr. 017, S. 11–12.
Sülfeld schafft dem 5. März 1933 ein Denkmal. Visuelle Zeugnisse nationalsozialistischer Raumaneignung in der Provinz [gemeinsam mit Alexander Kraus], in: Visual History, 24.9.2018, https://visual-history.de/2018/09/24/suelfeld-schafft-dem-5-maerz-1933-ein-denkmal/
Der Stahlhelm um Schloss Wolfsburg und dessen Geschichtsbild in der Weimarer Republik, in: Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte, Jg. 3 (Mai 2018), Nr. 009, S. 4–7.
Instrumentalisierung der Gedenkkultur. Wie rechtskonservative Kräfte sich anhand des Vorfelder Ehrenmals die Trauer zu Nutzen machten, in: Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte, Jg. 2 (Mai 2017), Nr. 005, S. 10–11.
Die Germania in Fallersleben. Kriegerdenkmal oder Symbol eines geeinten Kaiserreichs? In: Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte, Jg. 2 (Februar 2017), Nr. 004, S. 3–4.
„Im Westen nichts Neues.“ Wenn ein Roman zum Feindbild wird, in: Das Archiv. Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte, Jg. 2 (Februar 2017), Nr. 004, S. 16.
Mai 2026 Vorstellung der Dissertationsergebnisse an der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen mit anschließendem Podiumsgespräch mit Uta Körby und Marc Czichy
Dezember 2025 Vorstellung der Dissertation in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky mit anschließendem Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Kirsten Heinsohn und Prof. Dr. Detlef Garbe
August 2025 „Unterwanderte Erinnerung. Ein KZ-Überlebender im Dienst der Staatssicherheit“ auf der Tagung „Transnationales KZ-Gedenken im Kalten Krieg. Akteur:innen, Handlungsfelder, Verflechtungen“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Januar 2025 „The afterlife of the camps. Nachnutzungsformen früherer Außenlager des KZ Neuengamme in der Nachkriegszeit“ in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund
November 2024 Vorstellung von Teilergebnissen der Dissertation in der KZ-Gedenkstätte Braunschweig Schillstraße
November 2024 „Unvergessene Lager. Schriftliche Erinnerungsakte von KZ-Überlebenden des Neuengammer Außenlagersystems in der Nachkriegszeit“ auf der Tagung „Nach dem Überleben“ in der KZ-Gedenkstätte Dachau
Juni 2024 ‚„Vergessene KZs‘? Außenlager des KZ Neuengamme und ihre Nachgeschichten“ auf der Tagung „NS-Rüstungsprojekte und Kriegswirtschaft in Norddeutschland“ der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten in Braunschweig
Mai 2024 ‚„Kampf‘ um die Errichtung einer KZ-Gedenkstätte in Salzigitter-Drütte“ auf der Jubiläumsfeier anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Gedenkstätte KZ-Außenlager Drütte
Juni 2023 „Die europäische Nachkriegsordnung im rechtsextremen Milieu der Bundesrepublik. Bernhard Gerickes Europäische Revolution“ auf der Tagung „Die extreme Rechte in Deutschland und Österreich und ihr Verhältnis zu Europa, den USA und zur Sowjetunion/Russland (1945 bis heute)“ an der Universität Salzburg
Mai 2022 „Vor der Erinnerung. Die zweite Geschichte des früheren KZ-Außenlagers ‚Laagberg‘“ auf der Tagung „Gedenkstättengeschichte(n). KZ-Gedenkstätten in postnationalsozialistischen Gesellschaften von 1945 bis heute – Bestandsaufnahme und Perspektiven“ in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Dezember 2021 ‚„Orte verschwinden nicht. Sie ändern bloß ihr Gesicht.‘ Die Überformung des KZ-Außenlagers SS-Reitschule in Braunschweig“ in der Ringvorlesung „Kolloquium Regionalgeschichte“ am Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte an der Technischen Universität Braunschweig