Im Kontext der Kreislaufwirtscahft beschäftigen wir uns intensiv mit der Frage, wie Produkte von Anfang an so gestaltet werden können, dass sie möglichst ressourcenschonend, langlebig, reparierbar und wiederverwendbar sind. Unser Ziel ist es, durch intelligente Produktentwicklung den Übergang von linearen zu zirkulären Wertschöpfungssystemen aktiv mitzugestalten.
Aktuell arbeiten wir an folgenden Schwerpunkten:
-
Entwicklung von methodischen Entscheidungsgrundlagen zur Berücksichtigung von Circular-Economy-Prinzipien bereits in der frühen Phase der Produktentwicklung.
-
Modellierung und Bewertung zirkulärer Produktstrategien (z. B. Reparatur, Remanufacturing, Refurbishment) im Kontext konkreter Produktbeispiele.
-
Integration digitaler Technologien, etwa durch den Einsatz von digitalen Zwillingen zur Rückverfolgbarkeit und Zustandsbewertung von Produkten in der Nutzungsphase.
-
Potenzialanalysen für Circular Design zur systematischen Identifikation von Optimierungsmöglichkeiten entlang des Produktlebenszyklus.
-
Zusammenarbeit mit Industriepartnern zur Umsetzung zirkulärer Geschäftsmodelle und zur Überführung unserer Forschungsergebnisse in die industrielle Praxis.
Unser Beitrag zur Circular Economy ist somit nicht nur theoretischer Natur, sondern zielt auf konkrete Lösungen, die Unternehmen dabei helfen, zukunftsfähige und nachhaltige Produkte zu entwickeln.
Sustainable Design & Circular Economy
Design for Sustainabilty zielt darauf ab, Produkte so zu gestalten, dass sie möglichst geringe Umweltwirkungen haben. Hierzu zählen ökonomische, ökologische und soziale Auswirkungen. Wir fokussieren in unseren Arbeiten insbesondere die ökologischen Faktoren und legen in der Produktentwicklung den gesamten Lebenszyklus eines Produktes, seiner Komponenten und seines Materials darauf aus, dass es grundlegend nachhaltig ist, nachhaltig genutzt und kreislaufgeführt werden kann. Wichtig ist dabei auch die Betrachtung des Ökosystems rund um das Produkt - insgesamt das Produkt-Service System, sodass eine Kreislaufwirtschaft auch wirklich umgesetzt werden kann. Strategien und Maßnahmen werden bei uns entwickelt und bspw. in Workshopserien in Unternehmen angewandt und evaluiert. Wir beschäftigen uns daher nicht nur mit modularen Produktstrukturen, sondern auch mit umgebenden Services und Apps zur Steuerung der Nutzung und Rückführung.
Gestaltung von Produktgenerationen und Design DNA
Die Gestalt industrieller Produkte ist das Ergebnis des von den Entwicklern angetriebenen Prozesses der Gestaltung. Da aktuell rund 90% aller Entwicklungsprojekte Weiterentwicklungen betreffen, nimmt das Thema über die Gestaltung von Produktgenerationen immer mehr an Bedeutung zu. Wesentliche Herausforderungen dabei sind die systematische Findung von Identität-bestimmenden Gestaltmerkmalen – die Design-DNA – und deren konsistente Weitergabe im Laufe der Zeit. Zielsetzung der Arbeit im IK ist durch Inspiration aus der Natur die Gestaltung von Produktgenerationen mit Fokus auf die interdisziplinäre Arbeit zwischen Design und Technik methodisch zu unterstützen. Unter Berücksichtigung des Grundlagenwissens über die Gestaltkennzeichnung und -vererbung in der belebten Welt werden aktuell Hilfestellungen zur Analyse und zur systematischen Weiterführung der Design-DNA erarbeitet, erprobt und bereitgestellt.