TU BRAUNSCHWEIG

DFG-Forschergruppen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert Zusammenschlüsse herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen von DFG-Forschergruppen. Die Wissenschaftler bearbeiten gemeinsam eine Forschungsaufgabe. Forschergruppen werden bis zu sechs Jahre gefördert.

Forschergruppen an der TU Braunschweig

» Controlling Concurrent Change (CCC)

Eingebettete Systeme (Embedded Systems) sind zu einem der wichtigsten Innovationstreiber der Industrie geworden und ermöglichen über Updates eine Anpassung und Weiterentwicklung von Produkten auch nach deren Auslieferung. Die DFG-Forschergruppe Controlling Concurrent Change untersucht, welchen Herausforderungen solche selbstständigen Software-Updates in einer zunehmend offen vernetzten Zukunft ausgesetzt sind und wie ihnen zu begegnen ist. Dabei adressiert CCC neue Methoden zur Entwicklung und Steuerung von Eingebetteten Softwareplattformen (ESP), die effizient und robust in der Lage sind, mehrere sich gleichzeitig aktualisierende Anwendungen zu integrieren – ohne in Bezug auf Kosten und Qualität laborgeprüften Testverfahren nachzustehen.

Ansprechpartner: Professor Dr.-Ing. Rolf Ernst - Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze

Beteiligte Institute: Institut für Betriebssysteme und Rechnerverbund, Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze, Institut für Regelungstechnik

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» Mikrosysteme für partikuläre Life-Science-Produkte (FOR 856)

Während Mikrosysteme aufgrund ihrer größenspezifischen Eigenschaften (wie beispielsweise hoher Stoff- und Wärmeübergang, kleine Mischzeiten etc.) für Prozesse mit reinen Flüssigkeiten auf dem Vormarsch sind, wurden aufgrund der Gefahr von Ablagerungen, Verstopfungen und Verschleiß bislang nur wenige Prozesse mit partikelbeladenen Strömungen in Mikrosysteme umgesetzt. Diesen Problemen will sich die Braunschweiger Forschergruppe stellen. Als Modellsysteme wurden zwei komplexe Mikrosysteme gewählt, die im Life-Science-Bereich Anwendung finden: ein Mikrobioreaktor sowie ein Mikrosystem zur Herstellung von wirkstoffbeladenen Lipidnanopartikeln.

Ansprechpartner: Professor Dr.-Ing. Arno Kwade - Institut für Partikeltechnik

Beteiligte Institute: Institut für Bioverfahrenstechnik, Institut für Mikrotechnik, Institut für Oberflächentechnik, Institut für Pharmazeutische Technologie, Institut für Rechnergestützte Modellierung im Bauwesen, Institut für Strömungsmechanik

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» PROTRAIN – Prosthetic groups: transport and insertion (FOR 1220)

Im Rahmen der DFG Forschergruppe PROTRAIN wird untersucht wie die prosthetischen Gruppen Häm und Molybdän-Kofaktor nach ihrer Biosynthese in Zielproteine eingebaut werden. Dabei werden Proteine identifiziert und charakterisiert, die sowohl am Transport als auch am Einbau von Häm und Molybdän-Kofaktor beteiligt sind.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Ralf R. Mendel – Institut für Pflanzenbiologie

Beteiligte Institute: Institut für Mikrobiologie, Institut für Organische Chemie

» Simulation des Überziehens von Tragflügeln und Triebwerksgondeln (FOR 1066)

Die Forschergruppe FOR 1066 entwickelt eine wissenschaftlich fundierte Methodik, mit der das für Flugzeuge kritische Überziehen im Langsamflug simuliert werden kann. Zum ersten Mal soll auch der Einfluss der bewegten Atmosphäre berücksichtigt werden.

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Rolf Radespiel – Institut für Strömungsmechanik

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» Wirkprinzipien nanoskaliger Matrixadditive für den Faserverbundleichtbau (FOR 2021)

Im Rahmen des Leichtbaus bieten faserverstärkte Polymere wie CFK und GFK eine äußert attraktive Alternative zu Leichtmetallen, insbesondere aufgrund ihrer makroskopischen mechanischen Eigenschaften. Aus diesem Grund ist das Bestreben groß, die mechanischen Eigenschaften entsprechender Faserverbunde weiter zu verbessern. Mit Hilfe der Nanotechnologie ist dies möglich. So kann durch den Einsatz von nanoskaligen Additiven die Faser-Matrix-Interphase beeinflusst werden, welche wiederum einen erheblichen Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften besitzt. Die Beeinflussung der Interphase durch die Zugabe von nanoskaligen Partikeln wird maßgeblich durch den Dispergiergrad sowie dem Verhältnis Länge zu Durchmesser der Partikel, aber auch durch auf der Oberfläche des Nanopartikels vorhandene Modifikationen bestimmt. Durch die Zugabe von Nanopartikeln lassen sich beispielsweise mechanische Eigenschaften wie Druck- und Schubfestigkeit, sowie das Impact- und Rissverhalten von faserverstärkten Polymeren verbessern.

Ansprechpartner: Professor Dr.-Ing. Michael Sinapius – Institut für Adaptronik und Funktionsintegration

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Mit Beteiligung

» Kohärenz und Relaxationseigenschaften von Elektronspins (FOR 912)

Der Spin ist ein quantenmechanischer Freiheitsgrad von Elektronen der bereits heute zu einem Paradigmenwechsel in der Informationsverarbeitung führt. Niedrige Spin-Relaxationsraten und lange Spin-Kohärenzzeiten sind dabei die Grundvoraussetzung für neuartige Bauelemente in der Spintronic und der Quanteninformationsverarbeitung. Die FOR 912 umfasst neun Projekte der experimentellen und theoretischen Physik. Hier werden die Grundlagen der Spinrelaxation und Kohärenz in drei besonders aussichtsreichen Materialklassen, nämlich III-V Halbleiter, Kohlenstoff Nano-Röhrchen und Graphen, sowie niederdimensionalen Quantenmagneten in ihrer gesamten Breite untersucht

Ansprechpartner: Prof. Dr. W. Brenig – Institut für Theoretische Physik

Die RWTH Aachen koordiniert das Projekt.

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» PolarCon (FOR 957)

Die internen Polarisationsfelder in III-Nitrid-basierten Heterostrukturen sind derzeit ein wesentlicher Faktor, der die Anwendbarkeit von solchen Heterostrukturen für grüne licht-emittierende Bauelemente, insbesondere für grüne Laserdioden stark einschränkt. Heterostrukturen auf nicht-polaren Oberflächen ermöglichen die Unterdrückung von Polarisationsfeldern und öffnen damit die Tür für leistungsfähige grüne Laserdioden. Wir untersuchen und optimieren das epitaktische Wachstum von nicht-polaren Heterostrukturen, besonders von GaInN-Quantenfilmen mit hohem In-Gehalt für Emission im grünen Spektralbereich. Eine detaillierte strukturelle Analyse ist für die Optimierung des Wachstums wesentlich. Auf der Basis der Ergebnisse werden optimierte Heterostrukturen entwickelt, die Grundlage für die Entwicklung von elektrisch gepumpten Laserdioden sind.

Die Universität Ulm koordiniert das Projekt.

Beteiligte Institute: Institut für Angewandte Physik

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  aktualisiert am 05.12.2016
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