TU BRAUNSCHWEIG

Der Studiengang Master Nachhaltige Energietechnik

Studienbeginn: Wintersemester und Sommersemester

Regelstudienzeit: 4 Semester

Abschluss: Master of Science (M.Sc.)

Bewerbungszeitraum für die Onlinebewerbung:

01.06. bis 15.07. für das Wintersemester
01.12. bis 15.01. für das Sommersemester

Regenerative Energiequellen, Methoden der Energiewandlung, die Entwicklung  energie- und ressourceneffizienter Prozesse und Konzepte der ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit stehen im Mittelpunkt des interdisziplinären Masterstudiengangs Nachhaltige Energietechnik.

Er richtet sich an Bachelorabsolvent/innen aus Maschinenbau, Chemie, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen und verwandter Studiengänge. Die Zulassungskommission entscheidet auf Basis der Inhalte des Bachelorabschlusses.

Der Studiengang wird erstmals zum WS 2017/18 angeboten.


Berufsbild

AbsolventInnen der nachhaltigen Energietechnik entwickeln und optimieren Technologien in unterschiedlichen Bereichen der nachhaltigen Energiewandlung, wie Batterien, Brennstoffzellen, Photovoltaik- oder Wind- und  Wasserkraftanlagen. Sie schaffen technische Voraussetzungen für die Speicherung und Verteilung von Energie und entwickeln und planen Anlagen zum nachhaltigen Energieeinsatz und zur energieeffizienten Produktion. Sie analysieren und bewerten Anlagen unter energetisch und wirtschaftlich nachhaltigen Aspekten und entwickeln Verfahren zur optimierten Energie- und Ressourcennutzung.

Die Einsatzgebiete von AbsolventInnen des Masterstudiengangs „Nachhaltige Energietechnik” sind vielfältig und erstrecken sich von SachbearbeiterIn bis zur Projekt- und AbteilungsleiterIn in mittleren und höheren Führungspositionen in der Energiewirtschaft, im Maschinen und Anlagenbau, in der produzierenden und verarbeitenden Industrie sowie in Forschungseinrichtungen und Universitäten.

Weitere Informationen zu Berufsbildern.

Deutsche Unternehmen haben aufgrund der langjährigen staatlich geförderten Umsetzung der Energiewende in der nachhaltigen Energietechnik auf dem Weltmarkt eine Führungsposition, hier insbesondere in der Energieeffizienz. Seitens der Industrieunternehmen besteht daher ein großer Bedarf an qualifizierten Fachkräften.


Aufbau des Studiengangs


Fachkomplementäre Qualifikation

In der fachkomplementären Qualifikation zu Beginn des Masterstudiengangs erwerben alle zugelassenen Studierenden die Kernkompetenzen in aus Maschinenbau, Elektrotechnik und Chemie, um sicherzustellen, dass die Absolventen der unterschiedlichen Bachelorstudiengänge das nötige Vorwissen für die Vertiefungsrichtung erhalten. In Abhängigkeit ihres Bachelorabschlusses müssen die Studierenden hier drei Module belegen, die von der Zulassungskommission auf Basis des vorhandenen Vorwissens festgelegt werden.

 

Pflichtbereich Grundlagen

In den ersten Semestern werden folgende Grundlagenfächer unterrichtet:

  • Regenerative Energietechnik
  • Life Cycle Assessment for Sustainable Engineering
  • Nachhaltigkeit in Produktion und Logistik
  • Energierecht I

 

Wahlpflichtmodule (Vertiefung)

Sie entscheiden sich auch für eine der drei Vertiefungsrichtungen, die drei Teilgebiete der nachhaltigen Energietechnik darstellen:

  • (Elektro-) Chemische Energietechnik
  • Physikalische Energietechnik
  • Energie- und ressourceneffiziente Prozesse

Insbesondere die Lehrveranstaltungen im Vertiefungsteil sollen im Sinne des forschenden Lernens weiterentwickelt werden. Forschendes Lernen soll als Einführung in die Wissenschaft mit wissenschaftlicher Reflexion und Arbeitsformen verstanden werden. In der Vertiefungsrichtung muss ein Labor und eine Veranstaltung zur Simulation ausgewählt werden.

 

Wahlmodule

Im Wahlpflichtbereich Fachliche Qualifikation können die Studierenden Module aus den Gebieten Elektrotechnik, Maschinenbau und Chemie mit Bezug zu Nachhaltigkeit und Energietechnik wählen. Zur Auswahl stehen Veranstaltungen aus einer Liste mit energie- und nachhaltigkeitsrelevanten Veranstaltungen. Dadurch können die Studierende eigene Interessen verfolgen und werden dazu veranlasst, sich kritisch mit den Inhalten ihrer eigenen Ausbildung auseinander zu setzen. Im Rahmen der fachlichen Profilbildung werden den Studierenden auch interdisziplinäre Seminare angeboten, in denen in Teams projektorientiert gelernt wird.

Überfachliche Profilbildung

Die überfachliche Profilbildung stellt sicher, dass Sie im Laufe des Studiums den "Blick über den Tellerrand" wagen. Hier können so genannte „Soft Skills“ wie z.B. Präsentationstechniken, Teamfähigkeit oder Projektmanagement erworben werden, aber auch Lehrveranstaltungen gewählt werden, die das Studienfach in einen übergeordneten gesellschaftlichen, rechtlichen oder auch historischen Kontext einbetten. Innerhalb dieses Moduls können die Studierenden Lehrveranstaltungen frei wählen. Sie werden dabei unterstützt durch eine Liste empfohlener Veranstaltungen.

 

Interdisziplinäre Studienarbeit

Die interdisziplinäre Studienarbeit ist eine selbständige Arbeit von drei Monaten, in denen die Studierenden vertiefende und selbst erarbeitete Kenntnisse über Energietechnologien oder nachhaltige Prozesse erhalten und zur Lösung von aktuellen Problemen in der nachhaltigen Energietechnik beitragen. Die Studienarbeit hat zum Ziel, neben der selbständigen Arbeit auf einem Fachgebiet auch nichttechnische Qualifikationen zu vermitteln. Zum Abschluss ist eine schriftliche Arbeit vorzulegen sowie ein Vortrag zu erarbeiten, der die Ergebnisse der Arbeit vorstellt.

 

Masterarbeit

Die Masterarbeit stellt den Abschluss des Studiums dar und wird neben einer schriftlichen Ausarbeitung zusätzlich mit einem ergebnisorientierten Vortrag abgeschlossen. Sie belegt, dass die Studierenden in der Lage sind, selbstständig, zielorientiert und fachgerecht komplexe wissenschaftliche Probleme in ihrem Bereich in einer begrenzten Zeit erfolgreich zu lösen.


Informationen zu Berufsbildern unter Berücksichtungung der Vertiefungsrichtungen

>>Insbesondere für die Vertiefungsrichtung „(Elektro-)Chemische Energietechnik“ gilt:

(Elektro-)Chemische Speicher und die zugehörigen Wandlungsprozesse werden in Zukunft eine große Rolle im Energiesystem spielen. Neben Batterien und Brennstoffzellen für (auto)mobile Anwendungen werden im Zuge der Energiewende auch Langzeitspeicher im stationären Bereich an Bedeutung gewinnen. AbsolventInnen dieser Vertiefungsrichtung finden Arbeit bei Entwicklung und Herstellung von Batteriezellen und deren Integration in stationäre oder mobile Anwendungen. Auch in Bereichen wie Kraft-Wärme-Koppelung, Biogasnutzung oder Effizienzsteigerung konventioneller Kraftwerke liegen potentielle Tätigkeitsfelder bei Anlagenbauern, Energieversorgern und größeren Industrieunternehmen.

>>Insbesondere für die Vertiefungsrichtung „Physikalische Energietechnik“ gilt:

Deutsche Unternehmen haben aufgrund der langjährigen staatlich geförderten Umsetzung der Energiewende viel Erfahrung mit regenerativen Energiequellen. Insbesondere in Niedersachsen wird die Windkraft an Land und im Meer stark ausgebaut. Berufschancen liegen beispielsweise bei Planung, Herstellung, Aufbau und Wartung von Windenergieanlagen und Solarparks, wie auch bei Netzbetreibern, die mit einer zunehmend volatilen Einspeisung aus regenerativen Quellen umgehen müssen.

>>Insbesondere für die Vertiefungsrichtung „Energie- und Ressourceneffiziente Prozesse“ gilt:

Dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu folge verfügt Deutschland über einen weit entwickelten und weiterhin wachsenden Markt für Energiedienstleistungen, Energieaudits sowie weitere Energieeffizienz-Maßnahmen. Seitens der Industrieunternehmen besteht ein großer Bedarf an qualifizierten Fachkräften, die effiziente Prozesse entwickeln, einführen und bewerten. Einige beispielhafte Tätigkeitsfelder sind die Konzeption von Wärmerückgewinnungsanlagen, Untersuchung der Potentiale verbesserter Prozessführung, Einsatz neuer Maschinen oder die Durchführung von Life-Cycle-Assessments für neue Produkte oder ganze Produktionssysteme. Berufschancen eröffnen sich damit in praktisch allen produzierenden Industrieunternehmen, als EnergieberaterInnen in einem Ingenieurbüro oder bei Zertifizierungsstellen und Behörden wie dem Umweltbundesamt.

Titelbild: RainerSturm / www.pixelio.de


  aktualisiert am 16.01.2018
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