To Boldly go - InTransformation

To Boldly go - InTransformation

BoldlyT

Lehrkräftebildung neu denken: wissenschaftlich fundiert, praxisnah, zukunftsorientiert

Mit dem Projekt „To Boldly go – In Transformation“ richtet die TU Braunschweig ihre Lehrkräftebildung strategisch neu aus. Ziel ist es, angehende Lehrkräfte darauf vorzubereiten, gesellschaftliche Transformationsprozesse wie Klimawandel, Digitalisierung und soziale Polarisierung fundiert zu verstehen und verantwortlich mitzugestalten.

Im Zentrum steht das Leitprinzip Transformation Literacy. Es verbindet wissenschaftliches Wissen, reflektiertes Handeln und gesellschaftliche Verantwortung und wird strukturell in den Lehramtsstudiengängen verankert.

Herzstück des Projekts ist das Explorer-Modul, das forschungs- und handlungsorientiertes Lernen entlang der Bildung für Nachhaltige Entwicklung fest im Curriculum verankert. Ergänzt wird es durch Transformative Spaces, Fast Tracks to School und Transform Didactics, die Praxisbezug, Transfer und Qualifizierung systematisch stärken.

Durch forschungsbasierte Begleitung und Evaluation zu Koordination, Gelingensbedingungen und Hürden im Mehrebenensystem und die Einbindung aller relevanten Akteur:innen werden nachhaltige Veränderungen im Ausbildungs- und Qualifizierungssystem sowie an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis angestoßen. Damit leisten die Beteiligten einen Beitrag für einen dialogorientierten Wissenstransfer und im lebendigen Ecoversity-Netzwerk der TU Braunschweig, der in den Forschungsschwerpunkt Stadt der Zukunft und zum TIES Generation Zukunft beiträgt.

Aktuelles

LauF – Summer Camp Lust auf Forschen am Campus Nord zur Erprobung erster Mico-Units

Der Nord Campus der TU Braunschweig wurde in der ersten Augustwoche zum lebendigen Lehr-Lern-Labor - gestaltet und betrieben von unseren Lehramtsstudierenden und Promovierenden, die hier in realen Micro-Units mutig ihre ersten Schritte im Projekt „To Boldly go - In Transformation“ gegangen sind, gefördert durch die Stiftung Innovation in der Lehre. Unter dem Motto „LauF – Lust auf Forschen“ haben sie nicht nur über 80 Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren täglich begeistert, sondern zugleich ihre eigene Professionalisierung als zukünftige Lehrerinnen und Lehrer vorangetrieben: von der Planung innovativer Versuchsaufbauten über die Anwendung digitaler Tools bis hin zu Classroom-Management und interdisziplinärer Teamarbeit. Es entstanden Micro-Units, also modulare Lehr-Lern-Einheiten mit hohem Skalierungspotenzial: Kleine Projekte, die Biologie, Mathematik, Physik und Germanistik verknüpfen und Erkenntnisgewinnung und digitales Lernen ebenso integrieren wie kollaboratives Arbeiten. Ob beim Bestimmen von wildbienengeeigneten Blütenpflanzen und Erkennen von Nahrungspflanzen in einem digitalgestützten Spiel, beim reflektierten Umgang mit Sozialen Medien, beim Messen der Fotosynthese an Algenbällchen und Bestimmen der Fluoreszenz an Tomaten- und Maispflanzen zur Thematisierung von Pflanzenstress, beim Erleben und Berechnen des Aufwands in der Cardiofittness oder beim 3-D-Druck eigener Namen und bei kreativen Worterfindungen in der Germanistik mit KI-Einsatz - überall verschmolzen kommunikative, kognitive und soziale Prozesse in zielgruppengerechten Projekten und eröffneten ganz neue Perspektiven auf zukunftsfähige Bildungsräume. So entwickelten die Lehramtsstudierenden und Promovierenden nicht nur ihre fachdidaktischen, fachmethodischen und digitalen Kompetenzen weiter, sondern stärkten auch ihre Transformationskompetenz als zentralen Baustein ihres professionellen Selbstverständnisses: „Mir hat es gefallen, zu erleben, wie man kleine Gruppen an einem außerschulischen Lernort begleitet, wo die Strukturen aus einem Klassenraum wegfallen.“ „Mir hat geholfen, in kleinen Gruppen das Anleiten einer Gruppe zu üben. Außerdem war es spannend die verschiedenen Projekte der verschiedenen Institute zu sehen. Es gab innovative Methoden, die ich mir für künftigen Unterricht merken werde.“ Das Projket schlägt die Brücke zwischen universitärer Theorie und praktischer Lehrpraxis - mit unmittelbarer gesellschaftlicher Wirkung und als ersten Schritt auf dem Weg der TU Braunschweig zum Modellstandort einer zukunftsfähigen Lehrkräftebildung. 
Einblicke in in den LauF 2026 gibt es auch auf Instagram und LinkedIn

Kick-off


Am 8. Juli fand auf dem Campus Nord der TU Braunschweig der Kick-off unseres Projekts statt – und zwar in einer unverkleideten Garage mit nacktem Betonboden, freiliegenden Leitungen und gesprungenen Fensterscheiben. Statt fertiger Digitalfolien nutzten wir Stellwände als Präsentationsflächen für Arbeitspakete und Finanzpläne, während bunte Moderationskarten an den Wänden klebten. Die rohe Umgebung verlieh dem Auftakt eine ganz eigene Dynamik: Ideen schwirrten sofort durch den Raum und der Aufbruchgeist war deutlich spürbar. In einer kreativen Vorstellungsrunde zogen alle Teilnehmenden zufällig einen Buchstaben aus „BOLTLY-T“ und präsentierte dazu nicht nur, was dieser Buchstabe mit ihnen im Projekt zu tun hat, sondern auch den „boldest dream“, den sie oder er in vier Jahren mithilfe des Projekts realisiert sehen möchte. Genau diese Unfertigkeit der Garagen spiegelte unseren Anspruch wider: echte Transformation zu initiieren – innovativ, lebendig und voller Tatendrang!

Stellenausschreibungen

Projektbeteiligte

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