TU BRAUNSCHWEIG

SummerCamp - Planspiel Automotive Design

Nächster Termin: Anfang September 2019

Das Planspiel Automotive Design

Im Zuge der englischsprachigen Veranstaltung wird in konkurrierenden Teams gemäß AUTOSAR-Standard die Software verteilter Automotive-Komfortsysteme entwickelt. Der Entwicklungsprozess verläuft entlang des V-Modells vom Anforderungsmanagement über den Systemarchitekturentwurf bis hin zum technischen Design und der Implementierung. Dabei werden in allen Phasen Werkzeuge aus der Praxis eingesetzt. Die entwickelte Software wird auf vernetzte Steuergeräte übertragen und in Modul-, Integrations- und Abnahmetests bezüglich der Erfüllung von Systemanforderungen überprüft.

Neben den technischen Aufgaben ist eine Reihe weiterer Herausforderungen im Team zu meistern. Diese sollen die Teilnehmenden auf die Bewältigung von betriebswirtschaftlichen Anforderungen in einem international agierenden Unternehmen vorbereiten.

Das Planspiel wird inhaltlich durch Vorträge und Schulungen von Fachpersonal ergänzt. In diesem Rahmen können Firmenkontakte für eine mögliche berufliche Zukunft in der Automobilindustrie oder der Entwicklung verteilter Systeme geknüpft werden.

Praxisnaher Entwicklungsprozess

Das SummerCamp vermittelt den Umgang mit praxisrelevanten Ansätzen und Werkzeugen entlang der AUTOSAR-Entwurfsmethodik und wird durch Vorträge und Schulungen von Fachpersonal ergänzt.

Zu Beginn wird ein durchgängiges und kundenorientiertes Anforderungsmanagement motiviert und vermittelt. Die erhobenen Systemanforderungen werden mit Rational DOORS (IBM) strukturiert. Der Entwicklungsfortschritt und die Testabdeckung werden im selben Werkzeug fortlaufend dokumentiert.

Die komponentenbasierte Architektur der Applikationssoftware und die anschließend damit verknüpfte Hardwaretopologie werden in SystemDesk (dSPACE) modelliert.

Der Entwurf wird in SymTA/S (Luxoft Automotive) hinsichtlich Verteilungen und Auslastungen frühzeitig analysiert und optimiert.

Das Verhalten der Applikationssoftware wird in MATLAB Simulink beziehungsweise Stateflow (MathWorks) zustandsbasiert modelliert. Dabei wird mit TargetLink (dSPACE) eine nahtlose Transformation der Modelle in Seriencode unterstützt. Ein Teilsystem wird abweichend in der Programmiersprache C implementiert.

Die Basissoftware zur Ausführung des Systems wird in EB Tresos (Elektrobit) konfiguriert. Die elektrischen Signale der später bereitgestellten Zielhardware werden abstrahiert und mit den logischen Signalen der Anwendungssoftware verknüpft.

Die resultierende Basis- und Applikationssoftware wird mit dem Diab Compiler (Wind River Systems) verknüpft und in ausführbaren Maschinencode übersetzt.

Der Code wird mit PROGPPCNEXUS (P&E Microcomputer Systems) auf spezialisierte Mikrokontroller (Freescale) übertragen.

Abschließend werden zur Bewertung der Systemqualität Abnahmetests durchgeführt. Dabei werden Testfälle in CANoe (Vector Informatik) automatisch ausgeführt und zur Leistungsbeurteilung der Teams ausgewertet.

Lerninhalte, -ziele und methodische Skills

  • Software-Entwicklungsprozesse für vernetzte eingebettete Systeme
  • modellbasierte Entwicklung nach V-Modell
  • Projektmanagement
  • AUTOSAR: Standard und Methodik
  • praxisnaher Werkzeugeinsatz
  • Systemanalyse
  • Qualitätssicherung
  • Experimentierplattform für Automotive-Softwarekomponenten

Soft Skills und Networking

  • Teamarbeit in interdisziplinären und internationalen Teams
  • neue Erfahrungen mit englischer Kommunikation und Präsentation
  • Vorträge und Schulungen von Fachpersonal
  • Firmenkontakte
  • gemeinsame Unterbringung und Abendgestaltung

Anrechnung als Studienleistung möglich!

Weitere Informationen

info@summercamp-planspiel.de

Hier geht's zur Bewerbung

Unterstützende

Volkswagen

dSPACE

Elektrobit

IBM

MathWorks

P&E Microcomputer Systems

Luxoft Automotive

Vector

Wind River Systems


  aktualisiert am 01.10.2018
TU_Icon_E_Mail_1_17x17_RGB Zum Seitenanfang