Die Netzwerkreihe „Alter Verwalter“ ist in die zweite Runde gegangen
Was im November als Prototyp begann, hat im Frühjahr sein zweites Kapitel geschrieben. Dieses Mal hat sich die Community dem Thema „Digitale Transformation: Wie gestalten wir als Changemaker*innen Veränderungen und nehmen Sorgen ernst?“ zugewandt. Das Format „Alter Verwalter" – ursprünglich entwickelt im Rahmen des TU-internen Projekts „Mit leichtem Gepäck" und im November gefördert über die Ecoversity Initiative der TU Braunschweig – ist zurück (hier gibt es den ausführlichen Bericht zur Entstehungsgeschichte).
Wieder war die Bandbreite der Teilnehmenden beeindruckend: Verwaltungsmitarbeitende aus der TU Braunschweig und erneut aus zahlreichen Institutionen des regionalen Forschungsökosystems – darunter die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, das Thünen-Institut, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), die Stadt Braunschweig und die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK).
Diese Breite ist kein Zufallsergebnis, sondern zeigt: Das Thema Verwaltungstransformation beschäftigt viele – und gemeinsam kommt man weiter als allein.
Schnelle Begegnungen, bleibende Eindrücke – Speed-Dating in der Verwaltung
Das Herzstück des Programms war ein lebhaftes Speed-Dating-Format, das den Teilnehmenden ermöglichte, in kurzer Zeit viele Perspektiven aufzunehmen und Kontakte zu knüpfen. Kein langer Vortrag, kein Monolog – sondern Gespräch auf Augenhöhe, in rascher Folge. Die Energie im Raum war spürbar.
Fühlen erwünscht – auch auf der Arbeit
Ein roter Faden zog sich durch den gesamten Tag: die Frage, welchen Platz Emotionen und Gefühle auf der Arbeit haben dürfen – und haben sollten. Gerade im öffentlichen Dienst ist das kein selbstverständliches Thema. Historisch war für Gefühle am Arbeitsplatz wenig Raum; sie galten lange als unprofessionelles Verhalten.
Doch digitale Transformation ist kein rein technisches Projekt. Sie verändert Arbeitsweisen, Rollen und Routinen – und das löst etwas aus. Sorgen und Ängste vor dem Unbekannten, Unsicherheit über die eigene Zukunft, aber auch echte Hoffnungen auf mehr Gestaltungsspielraum. Dazu gehört auch eine offene Auseinandersetzung mit Fehlerkultur: Wie können wir lernen, wenn Fehler traditionell nicht besprechbar sind?
Lena Lenz von der Leuphana Universität Lüneburg gab dazu spannende Impulse aus ihrer Forschung und zeigte, welchen Beitrag psychologische Sicherheit in Veränderungssituationen leisten kann – beim Experimentieren, beim Scheitern, beim gemeinsamen Lernen. Dass solche Sicherheit keine Selbstverständlichkeit ist, sondern aktiv gestaltet werden muss, war eine der zentralen Botschaften des Tages.
Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigte ein zweites Beispiel – das den Raum auf besondere Weise erreichte: Philipp Stolz, Bürgermeister der Gemeinde Reichenau, war kurzfristig ausgefallen, hatte aber bereits im Vorfeld von zwei Formaten berichtet, die er in seiner Gemeinde erprobt: die „Fuck-up-Night" und der „Zirkus der Sorgen" – Formate, die Gefühlen und Fehlern bewusst Raum geben und das, was sonst im Verborgenen bleibt, ins Gespräch bringen. Sein Ausfall tat der Begeisterung keinen Abbruch: Die Idee, solche Formate auch im regionalen Netzwerk auszuprobieren, traf auf großes Interesse – und ist nun einer der konkreten Impulse, die das Netzwerk mitnimmt.
Das Highlight: Eine Idee nimmt Form an
Was das zweite Event besonders auszeichnet, ist was danach denkbar wurde. Aus den Gesprächen heraus ist konkret die Idee entstanden, das Konzept in anderen Institutionen des regionalen Ökosystems zu tragen: als Format, das nicht nur einlädt, sondern auch reist. Dass ausgerechnet diese Vernetzungsveranstaltung den Wunsch nach noch mehr Vernetzung geweckt hat, fühlt sich wie der schönste Beweis für das Konzept an.
Das Projektteam nimmt diese Impulse mit für das dritte Event: Im November geht es weiter mit einem neuen Schwerpunktthema. Das Projektteam freut sich auf zahlreiche Anmeldungen.
Wie genau das Konzept in Zukunft aussehen kann – als dezentrale Ableger, als gemeinsam organisierte Formate oder als lose Kooperation – das wird die nächste spannende Frage sein.
Wir freuen uns wahnsinnig, dass wir unsere Netzwerkreihe "Alter Verwalter" (ehemals gefördert aus der Initiative Ecoversity ) in 2026 fortführen können und laden euch herzlich zum ersten Treffen des Jahres am 20.05.2026 ein, sowie unserer gemeinsamen Exkursion nach Berlin am 3. Juni 2026.
Zum Netzwerktreffen am 20.05.2026:
Alle Informationen findet ihr auf dem untenstehenden Flyer, den es hier noch einmal zum Download gibt.
Zur Anmeldung geht es hier entlang.
Du fragst dich, wie es abläuft? Hier gibt es noch einen Eindruck aus unserem ersten Event am 11. November 2025.
Kleiner Hinweis: Nach der Veranstaltung gibt es um 12 Uhr noch einen Mittagssnack und wir freuen uns über jeden, der sich im Nachklang mit uns austauschen möchte.
Zur gemeinsamen Exkursion: Sommerkonferenz des CityLAB Berlin am 03.06.2026:
Wir möchten im Rahmen des Netzwerkes "Alter Verwalter" gemeinsam mit euch die Sommerkonferenz besuchen und spannende Impulse rund um das Thema Verwaltungsinnovation und -transformation in das Netzwerk tragen.
Weitere Informationen findet ihr auf dem untenstehenden Flyer (hier auch noch einmal zum Download).
Und hier geht es zur offiziellen Homepage des CityLAB, die diese tolle Veranstaltung auf die Beine stellen.
Wir freuen uns auf euch!
Bei Fragen wendet euch jederzeit an uns: leichtes-gepaeck@tu-braunschweig.de
Euer Projektteam
Madita, Bettina & Sarah
Am 01.12.2025 fand nach 7 Monaten intensiver Arbeit in den Teams unser gemeinsamer Abschluss statt. 20 Prototypen wurden vorgestellt und aus den vergangenen 7 Wochen der Testphase berichtet. Zum Abschluss wurde eine Empfehlung für jeden einzelnen Prototypen ausgesprochen. Diese Empfehlungen werden nun geprüft und eine Skalierung, Fortsetzung oder auch die Planung einer zweiten Testphase eruiert.
Das Projektteams möchte sich an dieser Stelle bei allen 56 engagierten Mitgliedern des Projektes bedanken, die das Projekt mit Gestaltungsfreude und Energie gefüllt haben!
Hier findet Ihr den Magazinbeitrag zum Abschluss.
Wir wünschen allen Beteiligten einen wunderbaren Start in das neue Jahr!
"Nach unserem Projektauftakt (hier), und dem Stimmungsbild zur Sommerpause (hier) knüpft unser Zwischenbericht an die bisherigen Magazinbeiträge an – und nimmt Sie mit auf die nächste Etappe einer besonderen Expedition: 22 Prototypen für die Vereinfachung unserer Prozesse im Universitätsalltag aus dem Projekt „Mit leichtem Gepäck“ unter der Leitung von Dietmar Smyrek, TU-Vizepräsident für Personal, Finanzen und Hochschulbau“. Hier gehts zum neuen Zwischenbericht mit ein paar Impressionen aus dem Event.
Aktuell führen wir Interviews mit unseren Teams zu ihren Erfahrungen aus der Etappe 1.1 "Lernen"– die ersten Interviews findet ihr untenstehend
Im Rahmen des Projekts „Mit leichtem Gepäck“ zur Verbesserung der internen Prozesse lief bis zum 30. Juni eine Kurzumfrage zum Optimierungsbedarf unserer Formulare im Arbeitsalltag. Herzlichen Dank für ihre rege Teilnahme!
Hier findet ihr im Online-Magazin der TU Braunschweig einen Beitrag zu unserem Projektauftakt