Physik am Samstagmorgen

Für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Physikinteressierte

Lassen Sie sich von unseren physikalischen Instituten in die faszinierende Welt der Physik entführen. In der populärwissenschaftlichen Veranstaltungsreihe erfahren Sie spannende Erkenntnisse der Forschung zu den unterschiedlichsten Themen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Sofern nicht anders angegeben, finden die Veranstaltungen im Physikzentrum, Mendelssohnstraße 2–3, statt:

  • Hörsaal: MS 3.1
  • Uhrzeit: 10.30–12.00 Uhr

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13.12.2025 | Eine physikalische Weihnachtsgeschichte

Prof. Dr. Andreas Hördt, Prof. Dr. Stefan Süllow

Wie kommen eigentlich große Physikerinnen und Physiker auf ihre Ideen? Was brachte Newton auf das Gravitationsgesetz, was führte Albert Einstein zur Relativitätstheorie, und wodurch wurde Lise Meitner zur Entdeckung der Kernspaltung inspiriert? War es Zufall, Genialität oder einfach nur harte Arbeit? Nichts von alldem – es war der Weihnachtsmann!

Das passende Geschenk zur rechten Zeit oder ein versteckter Hinweis gab bei vielen Entdeckungen den entscheidenden Anstoß, ohne den die Geschichte der Physik ganz anders verlaufen wäre. Wie das genau passiert ist – bei Newton, Einstein und Meitner, aber auch bei vielen anderen – wird in dieser Geschichte erzählt und anhand einfacher Experimente veranschaulicht. 

– Für Kinder ab 8 Jahren geeignet. –

Impressionen von der Weihnachtsvorlesung 2024

Abweichender Veranstaltungsort
Die Vorlesung findet im Physik-Hörsaal UP 3.007 unter dem Audimax statt.

Weihnachtsvorlesung

10.01.2026 | Links- oder rechtsherum: Warum Spiegelbilder in der Natur entscheidend sind

Prof. Dr. Dirk Menzel

Auf den ersten Blick scheinen rechts und links gleichberechtigte Alternativen zu sein. In der Technik ist es natürlich sinnvoll, sich – abgesehen von einigen Ausnahmen – auf Rechtsgewinde zu einigen. Aber gelten die uns bekannten physikalischen Gesetze auch in einer spiegelbildlichen Welt? Oder hat die Natur einen Hang zu links- bzw. rechtshändigen Systemen?

Geht man dieser Frage nach, entdeckt man Überraschendes: Schnecken bevorzugen offenbar rechtsdrehende Schneckenhäuser, und in unseren Gärten windet sich die Stangenbohne immer rechtsherum um das Holzgerüst. Im Prinzip identische, aber spiegelbildliche Moleküle erzeugen in einem Fall Orangen-, im anderen Zitronenaroma, und auch der Contergan-Skandal ist auf Spiegelbildlichkeit zurückzuführen. Beim genauen Hinsehen entscheiden Spiegelbilder über erstaunliche Phänomene im Alltag, die Entwicklung des Lebens bis hin zu Teilcheneigenschaften in der Quantenphysik.

Bild zum Vortrag „Links- oder rechtsherum: Warum Spiegelbilder in der Natur entscheidend sind“

17.01.2026 | Verbinden Lichtsignale die Lichtjahre? Photonische Netze im Weltraum

Prof. Dr. Admela Jukan und Prof. Dr. Andrés Gómez

Im Weltraum verwenden wir Lichtjahre, um die Entfernung zwischen Planeten und Sternen zu beschreiben. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt und entspricht etwa 9 000 000 000 000 (9 Billionen) Kilometer. Somit benötigt die Sonne also etwa 8,3 Minuten, um uns zu erreichen, aus der Entfernung von 120 Millionen Kilometern. Wenn wir über diese riesigen Entfernungen kommunizieren wollten, wie würden wir es tun? Kann ein Laserkommunikationssignal die Lichtjahre überbrücken? Derzeit ist das nicht möglich. Aber hoffentlich bald, denn wir als Wissenschaftler und Ingenieure arbeiten daran!

Kürzlich hat die NASA einen bedeutenden Meilenstein in der Raumkommunikation erreicht, indem sie ein Lasersignal erfolgreich fast 500 Millionen Kilometer an die Psyche-Raumsonde übertrug. Dieser Durchbruch öffnete die Tür zu einer technologischen Revolution: Photonische Netze im Weltraum. Laserkommunikation wird heute bereits in fast jedem Satelliten eingesetzt. Wir können voraussagen, dass auch die Datenverarbeitung an Bord eines Satelliten in Kürze vollständig photonisch und auf Lichtsignalen basieren wird.

Wir beobachten, wie fast täglich kommerzielle Satelliten auf den Markt kommen, und diese werden ebenfalls Lichtsignale zur Kommunikation über große Entfernungen und auch zur Erde nutzen. Photonische Netze, ähnlich wie im heutigen Internet, werden voraussichtlich die Raumkommunikationstechnologie dominieren. In diesem Vortrag geben wir einen kurzen Überblick über die Laserkommunikation und -vernetzung im Weltraum heute, und skizzieren einen Ausblick auf offene Forschungsherausforderungen in Wissenschaft und Technik.

Bild zum Vortrag "Verbinden Lichtsignale die Lichtjahre? Photonische Netze im Weltraum"

24.01.2026, 10–14 Uhr | Schülerinformationstag für alle Physikinteressierten

Entdecke die Faszination der Physik: Herzliche Einladung ins Physikzentrum der TU Braunschweig am Samstag, 24. Januar 2026, von 10 bis 14 Uhr!

Taucht ein in die spannende Welt der Physik und lasst euch von unseren engagierten Physikerinnen und Physikern inspirieren! Erfahrt aus erster Hand, wie das Physikstudium aussieht, und stellt eure Fragen direkt an unsere Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden.

Zum Schülerinformationstag Physik 2026

Foyer

31.01.2026 | Kristalle, Himmel, Meisterwerke – mit Physikerblick durch Kunstmuseen

Dr. Marc Scheffler

Welche Verbindungen gibt es zwischen Physik und bildender Kunst? Bei einem Besuch in einem Kunstmuseum lassen sich hierzu sehr unterschiedliche Facetten entdecken. So zeigen manche Gemälde – vordergündig oder versteckt – physikalische Phänomene in der Natur oder das menschliche Streben diese zu verstehen. Auch beruht die Wirkung mancher Kunstobjekte auf besonderen physikalischen Eigenschaften ihrer Materialien. Und schließlich gab es über die Jahrhunderte immer wieder Kunstschaffende, die in ihrem kreativen Wirken bewusst Kunst und Naturwissenschaften vereint haben.

Dieser Vortrag präsentiert einen ausschnitthaften Gang durch die europäische Kunstgeschichte anhand von Werken, die auf die eine oder andere Weise interessante Physik beinhalten. Hierbei sind Kristalle als fundamentale Materialklasse in der Festkörperphysik ein faszinierendes Beispiel. Auch wird der Blick in den Tag- oder Nachthimmel als Beispiel menschlicher Neugier und vielfältiger Physik eine wichtige Rolle spielen. Die Auswahl der besprochenen Kunstwerke versucht dabei, dass diese in „Braunschweig und Umgebung“ zu finden sind und somit dem Publikum bereits bekannt sind oder in Zukunft im Original vertraut werden könnten.

Astronom HAUM
Verantwortlich: Institut für Geophysik und Extraterrestrische Physik