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IAD | Architektur als Speicher unserer Erinnerungen

[Arch Aktuelles, Abu Aktuelles]

Professor Job Floris ist neuer Leiter des Instituts für Entwerfen und Raumkomposition

Wie gestalten wir Städte, die Vielfalt zulassen, Gemeinschaft fördern und Raum für das Unerwartete bieten? Das ist eine der Fragen, mit denen sich Professor Job Floris beschäftigt. Seit Februar 2026 leitet er das Institut für Entwerfen und Raumkomposition der Technischen Universität Braunschweig. Seine Forschung und Lehre konzentrieren sich auf öffentliche Gebäude und urbane Räume als Orte der Begegnung, Teilhabe und kollektiven Identität. Im Interview mit Bianca Loschinsky und Heiko Jacobs spricht Professor Floris unter anderem über den Austausch mit anderen Disziplinen, das Lernen aus der Vergangenheit und die Rolle der Architektur für das Zusammenleben in unseren Städten.

Professor Floris, warum haben Sie sich für die TU Braunschweig entschieden?

Die akademische Kultur in Deutschland zeichnet sich durch ein hohes Niveau aus. Besonders hervorzuheben sind die Möglichkeiten einer interdisziplinären Ausbildung. Die enge Verknüpfung mit Disziplinen wie dem Bauingenieurwesen und den Umweltwissenschaften unterstreicht den Anspruch, räumliche Planung in einem umfassenderen Kontext zu betrachten. Diese interdisziplinäre Ausrichtung ist auch für die spätere berufliche Praxis von Architekt*innen unerlässlich. Sie ermöglicht es, die Fachsprache und Anforderungen anderer Disziplinen zu verstehen sowie einen konstruktiven Dialog und fachübergreifenden Austausch aufzubauen. Auf dieser Grundlage lässt sich Architektur als Disziplin weiterentwickeln und genau darin liegt mein fachlicher Schwerpunkt.

Womit genau beschäftigen Sie sich in Ihrer Forschung und Ihrer Lehre? Wie würden Sie Ihre Arbeit jemandem erklären, der mit dem Thema nicht vertraut ist?

Meine Forschung und Lehre konzentrieren sich auf öffentliche Architektur, einschließlich des öffentlichen Raums und des städtischen Lebens. In unserem Alltag bewegen wir uns durch unterschiedliche öffentliche Räume – sowohl durch Gebäude als auch durch Freiräume außerhalb von Gebäuden. Diese Orte sollten für alle offen, einladend und inklusiv sein und idealerweise einen Bezug zu unserer kollektiven Identität herstellen. Klassische öffentliche Gebäude wie Rathäuser, Krankenhäuser oder Bahnhöfe sind dafür gute Beispiele. Sie bieten ein gut organisiertes Umfeld, das transparent und demokratisch ist und in der sich niemand verloren fühlt. Das mag zwar unkompliziert erscheinen, doch die Realisierung eines solchen Gebäudes erfordert vom Architekten ganz bestimmte Fähigkeiten. Gleichzeitig sind die Gebäude auch Ausdruck politischer und gesellschaftlicher Machtstrukturen, was die Frage aufwirft, welche Anforderungen und Erwartungen wir heute an öffentliche Gebäude stellen. Wie sichtbar, transparent und zugänglich sollten sie sein? Und für wen?

Diese Fragen führen unmittelbar zur Stadt – jenem Ort, an dem Menschen auf engstem Raum zusammenleben und an dem sich soziale, politische und räumliche Dynamiken verdichten.

Gleichzeitig jedoch verändern sich unsere Vorstellungen und Wahrnehmungen von Gemeinschaft und Öffentlichkeit im Laufe der Zeit. Wir finden diese heute nicht mehr nur in traditionellen öffentlichen Räumen, sondern auch an unkonventionellen Orten. Zum Beispiel in Einkaufszentren, auf Brachflächen und digitalen Umgebungen. Dabei bleiben vielleicht ganz grundlegende Aspekte unserer Wahrnehmung und unseres Verständnisses von Raum unverändert. Daher lohnt es sich, weiter daran zu arbeiten und ganz grundlegende Konventionen in der Architektur zu erforschen.

Derzeit zeichnet sich in Städten ein Trend ab, in dem das Streben nach „Perfektion“, Effizienz und Kontrolle immer dominanter zu werden scheint. Dadurch entsteht eine Art Stadt, die steril, sauber und von neuen Technologien durchdrungen ist. Das städtische Leben erscheint dadurch „perfekt“ und reibungslos. Dennoch weist es klare Grenzen auf. Doch bleibt in einer solchen Stadt noch Raum für Abweichungen von Normen, für Reibungspunkte, Spontaneität oder andere Alternativen?

Dabei gab es vor noch vor nicht allzu langer Zeit in unseren Städten vielfältige Übergänge zwischen öffentlichem und privatem Raum. Wie können wir heute vielschichtige, abwechslungsreiche und überraschende urbane Umgebungen finden und gestalten, um Vielfalt und Besonderheit statt Monotonie und „Einheitslook“ zu schaffen? Und wie können wir Städte entwerfen, die Komplexität und Widersprüche beinhalten?

Was hat Sie dazu bewogen, sich mit dem öffentlichen Raum auseinanderzusetzen?

Ich habe das Gefühl, dass unsere Städte derzeit vor großen Herausforderungen stehen, die durch Verdichtung, den Wunsch nach gesunden, grünen Lebensräumen, Umweltverschmutzung, Tourismus und der Dominanz der Immobilienbranche verursacht werden. Meine Motivation ist es daher, mich mit unseren Städten auseinanderzusetzen und zu erforschen, wie wir verdichtete Gebiete auch in Zukunft auf angenehme und lebenswerte Weise bewohnen können. Und wie wir als Architekt*innen durch unsere Gestaltung soziale Interaktion und Öffentlichkeit beeinflussen können. Dabei spielt die Architektur eine Schlüsselrolle bei der Suche nach räumlichen Lösungen.

Ihr Vorgänger, Prof. Volker Staab, war unter anderem auf den Bau und die Sanierung von Museen spezialisiert, und viele der Entwurfsprojekte am IAD konzentrierten sich auf Kulturgebäude. Werden Sie ähnliche Schwerpunkte setzen?

Ja, wir legen Themen für längere Zeiträume fest, für ein oder zwei Jahre, die sich mit der Öffentlichkeit in der Architektur befassen. Weniger Fokus auf eine bestimmte Typologie, mehr auf öffentliche Gebäude und darauf, was sie zu öffentlichen Gebäuden machen könnte. Mehrere Aspekte stehen im Mittelpunkt meiner Lehre und Projektarbeit: Einer davon ist das Schaffen an sich oder die Handfertigkeit – die Beziehung zwischen Hand und Verstand als Mittel der Erforschung und des Erkundens. Ein weiterer Aspekt ist zu lernen, flexibel zu sein und mit Veränderungen im Designprozess umzugehen, was viel Übung erfordert, ähnlich wie ein Pilot, der Flugstunden sammelt. Dazu braucht es ein solides Fundament und einen Ideenreichtum, um das nötige Selbstvertrauen zu entwickeln, Veränderungen zuzulassen.

Und da ich Architektur als einen Speicher kollektiver Erinnerung betrachte, bin ich der Meinung, dass wir weiterhin aus der Vergangenheit lernen sollten – um Antworten für die Gegenwart und die Zukunft zu formulieren. Konkret bedeutet dies, sich sowohl mit institutionellen öffentlichen Gebäuden als auch mit gewöhnlicheren, alltäglichen Dingen wie Feuerwachen oder Bars zu befassen. Das bedeutet auch, dass wir uns sowohl mit der reichen Geschichte der Architektur befassen müssen, um Beispiele zu finden, die uns weiterhelfen, als auch mit der Gegenwart, um Szenarien für die Zukunft zu entwickeln.

Mit Ihrem Büro Monadnock haben Sie zahlreiche Gebäude entworfen und realisiert, bei denen häufig Ziegelkonstruktionen in anderen Farben als Rot zum Einsatz kamen. Welche Rolle spielen Materialien und Farben in Ihrer Arbeit?

Materialien und Farbe befassen sich mit der physischen Dimension der Architektur, dem Schaffensprozess. Materialien bringen eine Reihe von Einschränkungen, Möglichkeiten und Unmöglichkeiten mit sich. Hinzu kommen konzeptionelle Aspekte, die mit bestimmten Materialien verbunden sind: Woher stammen sie, wie werden sie hergestellt und welche Ausdrucksmöglichkeiten bieten sie? All dies macht es lohnenswert, die physische Dimension in den Denkprozess einzubeziehen – als Informationsquelle, die Einfluss auf gestalterische Entscheidungen nehmen kann.

Farbe ist ein Ausdrucksmittel, das wir beim Entwerfen von Architektur oft vergessen. Farbe ist ein Akt gegen Gleichförmigkeit und Austauschbarkeit, Abstraktion und Neutralität.

In unserem Büro haben wird den Anspruch, einen Charakter zu schaffen – das bedeutet intensive und konzentrierte Räume und Gebäude. Farbe ist eines der Mittel, die dabei hilfreich sind. Es ist zugleich ein etwas in Vergessenheit geratenes Mittel: Während die Griechen ihre weißen Steingebäude reich verzierten, haben wir uns seit der Moderne in Richtung sterilerer und neutralerer Umgebungen bewegt. Diese sind oft zu sehr von ihrem Kontext losgelöst und viel zu abstrakt.

Als praktizierender Architekt mit einem sehr gefragten Büro veröffentlichen Sie außergewöhnlich viel. Sie haben zehn Jahre lang die Zeitschrift OASE herausgegeben und Arbeiten zu Themen wie amerikanischen Wolkenkratzern sowie niederländischer und österreichischer Architektur veröffentlicht. Wie beeinflusst das Schreiben über Architektur den Entwurfsprozess?

Das Schreiben ist ein Werkzeug der architektonischen Reflexion, das dabei hilft, eine Position zu finden. Dennoch handelt es sich auch um ein äußerst komplexes Projekt. Vielleicht ist das Schreiben sogar schwieriger als der Entwurf eines Gebäudes, da wir dabei ein Ausdrucksmittel nutzen müssen, mit dem wir weniger Erfahrung haben.

Derzeit gibt es in der Architekturwelt eine Debatte darüber, ob der Fokus ausschließlich auf der Umnutzung und Erhaltung bestehender Gebäude liegen sollte. Wie viel Neubau wird in der Ausbildung noch benötigt?

Natürlich sollten wir auch weiterhin lehren und üben, neue Bauten zu entwerfen. Allerdings glaube ich, dass der Umbau bestehender Gebäude anspruchsvoller ist, während die Planung eines Gebäudes von Grund auf im Allgemeinen oft weniger komplex ist. Beim Umbau eines Bestandsgebäudes muss man in der Lage sein, die architektonische Sprache des Gebäudes zu verstehen und es an aktuelle Anforderungen anzupassen. Das ist eine herausfordernde und hochkomplexe Aufgabe – die erfahrene Architekt*innen erfordert. Gleichzeitig gilt: Nicht jedes Gebäude kann erhalten werden, nicht jedes ist in einem Zustand, der einen Erhalt rechtfertigt.

Wir sollten lernen und lehren, beides zu tun, denn die Realität ist vielfältiger. Entscheidend ist, flexibel zu denken und sowohl den Neubau als auch den Umbau bestehender Gebäude beherrschen zu können. Das habe ich auch von früheren Architekt*innen-Generationen gelernt: Sie waren in der Lage – und auch bereit –, beides zu tun. Wenn wir Studierenden daher beides vermitteln, geben wir ihnen die Freiheit, ihren eigenen Standpunkt und ihren eigenen Weg zu wählen.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag in drei Schlagworten aus?

Fröhlich, erkundend und vielfältig.

Kontakt

Prof. Job Floris
Technische Universität Braunschweig
Institut für Entwerfen und Raumkomposition
Pockelsstraße 3
Tel.: +49 531 391 3588
E-Mail: job.floris(at)tu-braunschweig.de
 www.iad-bs.de

Zur Person
Job Floris erwarb 2004 seinen Master-Abschluss in Architektur an der Rotterdam Academy for Architecture and Urbanism, nachdem er zuvor an der Academy for Visual Arts and Design Sint Joost in Breda Architekturdesign studiert hatte. Seit 2006 hat er verschiedene Gastdozenturen in den Niederlanden und im Ausland inne. Von 2010 bis 2018 war Job Floris als Leiter des Masterstudiengangs Architektur an der Rotterdam Academy for Architecture and Urbanism tätig. Anschließend wurde er als Gastprofessor an verschiedene Universitäten auf der ganzen Welt eingeladen, darunter die TU Karlsruhe, das KIT – Karlsruher Institut für Technologie, die KU Leuven/Gent, die TU Graz, die Harvard Graduate School of Design und die TU Dresden. Floris ist Mitbegründer des Architekturbüros Monadnock in Rotterdam. Er veröffentlicht Beiträge in verschiedenen Architektur- und Kunstzeitschriften und war von 2008 bis 2018 Herausgeber der Zeitschrift „OASE Journal for Architecture“. Seit dem 1. Februar 2026 leitet Professor Job Floris das Institut für Entwerfen und Raumkomposition der TU Braunschweig.

Interview von Bianca Loschinksy und Heiko Jacobs im MAGAZIN der TU Braunschweig

Nächstes ISM-Seminar, Zachary Jones: "A Saddle Point Algorithm for Inequality Constrained Stochastic Multi-Objective Optimization Problem" am 4. Juli um 11:00 Uhr

Wir freuen uns, für das nächste Seminar Zachary Jones, M.Sc., Doktorand am INRIA in Palaiseu in Frankreich, begrüßen zu drüfen. Seinen spannenden Vortrag über seine Arbeit können Sie am 4. Juli um 11:00 Uhr im Vorlesungssaal 003 am ISM (Hermann-Blenk-Str. 37, Braunschweig) verfolgen.

Abstract:

Der Fokus liegt auf dem Finden von Punktlösungen eines stochastischen Multi-Objektiv-Optimierungsproblems mit Ungleichungsnebenbedingungen. In diesem Zusammenhang haben wir weder direkten Zugang zu analytischen Ausdrücken der Zielfunktionen, der Nebenbedingungen noch ihrer jeweiligen Gradienten, sondern lediglich Zugriff auf Realisierungen dieser stochastischen Größen. Dadurch wird es schwieriger zu prüfen, ob ein gegebener Designpunkt die gestellten Bedingungen erfüllt. Zudem verändert die Hinzunahme von Ungleichungsnebenbedingungen die Gestalt der Pareto-Menge, was den Optimierungsprozess weiter verkompliziert.

Zur Lösung des Problems wird ein Sattelpunkts-Algorithmus auf Basis stochastischer Approximation vorgeschlagen. In jeder Iteration wird zunächst einen Lagrange-Multiplikator aktualisiert und anschließend im Designraum einen Schritt unter Verwendung des entschärften stochastischen Multigradienten – einer auf den stochastischen Mehrziel-Fall verallgemeinerten Abstiegsrichtung - durchgeführt. Anschließend wird ein Konvergenzbeweis für unseren Ansatz im diskreten Zeitbereich mithilfe einer maßgeschneiderten Lyapunov-Funktion erbracht.

Biografie von Zachary Jones, M.Sc.:

Zachary Jones ist Doktorand in Platon-Team des Inria Saclay Center und Mitglied des Zentrums für angewandte Mathematik an der École Polytechnique. Er stammt aus den USA und hat zunächst seinen Bachelorabschluss in Physik an der Queen Mary University in London absolviert. Für seinen Master in Statistik wechselte er an die KU Leuven nach Belgien. Bei seiner Forschung am Inria beschäftigt er sich hauptsächlich mit stochastischen Multizielmethoden, die auch der Kern seiner Doktorarbeit sind.

Neue Vorlesung im SoSe '25: Biological Fluid Dynamics

Das Instititut für Strömungsmechanik bietet im Sommersemester 2025 die neue Vorlesung "Biological Fluid Dynamics" an.

Kurzbeschreibung:
We seek motivated students from a broad range of disciplines eager to join us in this
inaugural course at TU Braunschweig. We will study topics that cross traditional
boundaries, and therefore look forward to the participation of students from STEM
fields ranging from Biology, Chemistry, Engineering, Medicine, Physics, to name but
a few. Via active participation in this course students will, for instance, be able to:
• Conduct analysis and/or design optimization through the lens of Evolution, and subsequently perform validation against theory (or experiment);
• Understand and manipulate the governing equations for unsteady flows across a broad range of scales, e.g. from cellular motility to bio-propulsion;
• Solve problems relating to pulsatile internal flows (with e.g. curvature, bifurcations) as well as to unsteady aerodynamics/hydrodynamics; and
• Apply qualitative and quantitative reasoning to support real-world biomedical or biologically-inspired designs (e.g. biomedical devices, physiological mechanisms, imaging techniques and autonomous robots).

Lehrender: Prof. Dr.-Ing. David E. Rival
Sprache: Englisch
Wann: Dienstag, 9:45-12:15 (VL) & 11:30-12:15 (Übung)
Wo: SN 19.3 (Altgebäude, TU Braunschweig)
Erste Vorlesung am: Dienstag, 22.04.2025
Lehrmaterial: Rival, D., 2022, Biological and Bio-Inspired Fluid Dynamics – Theory and Application, Springer-Nature

Mehr Informationen: stud.ip

Nächstes ISM-Seminar, Prof. Hirotaka Sakaue: "Temperatur- und Phasenmessungen mittels Lumineszenzbildgebung" am 28. Februar um 14:00 Uhr

Wir freuen uns, unser nächstes Seminar ankündigen zu können, bei dem Prof. Hirotaka Sakaue, außerordentlicher Professor am Fachbereich Luft- und Raumfahrt und Maschinenbau der University of Notre Dame, seine Arbeit zur Luminiszenz-Bildgebung zur Messung von Temperatur und Phase in unterkühlten Tröpfchen vorstellen wird. Kommen Sie am 28. Februar um 14:00 Uhr in den Hörsaal 003 des ISM (Hermann-Blenk-Str. 37, Braunschweig) und erleben Sie einen spannenden Vortrag über seine Forschung.

Abstract:

Es wird ein Lumineszenz-Imaging zur Messung der räumlich-zeitlichen Temperatur von unterkühltem Wasser im Vereisungsprozess vorgestellt. Sie kann zur Identifizierung der Wasser/Eis-Phase bei Vereisungsstudien verwendet werden. Die Präsentation konzentriert sich auf das grundlegende Prinzip der Lumineszenzbildgebung und ihre Merkmale. Neben dem Lumineszenz-Imaging für Vereisungsstudien werden auch aktuelle Studien zur Flugzeugvereisung vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Studie zum Tropfenaufprall und eine eisabweisende Beschichtung zur Verhinderung von Eisbildung.

Biografie von Prof. Hirotaka Sakaue:

Dr. Hirotaka Sakaue ist außerordentlicher Professor an der Abteilung für Luft- und Raumfahrt und Maschinenbau der Universität von Notre Dame. Bevor er nach Notre Dame kam, war er über zehn Jahre als Forscher bei der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) tätig. Er erwarb 1996 seinen BS in Biomolekulartechnik am Tokyo Institute of Technology, Japan, und 1999 bzw. 2003 seinen MS und PhD in Luft- und Raumfahrttechnik an der Purdue University.

Nächstes ISM-Seminar, Francesco Caccia, M.Sc.: "Stromröhren- und Stokes-Zahl-Effekte in 2D- und 3D-Simulationen von Partikeldynamiken in axialen Rotorströmungen für Eisanwendungen" am 24. Februar um 14:00 Uhr

Wir freuen uns, unser nächstes Seminar anzukündigen, in dem Francesco Caccia, M.Sc., sprechen wird. Francesco schließt derzeit seine Doktorarbeit am Department of Aerospace Science and Technology des Politecnico di Milano ab. Seien Sie am 24. Februar um 14:00 Uhr im Hörsaal 003 des ISM (Hermann-Blenk-Str. 37, Braunschweig) dabei für einen spannenden Vortrag über seine Forschung und die bedeutenden Implikationen für Vereisungssimulationen und Eisschutzsysteme.

Wir freuen uns darauf, Sie bei dieser informativen Sitzung zu sehen!

Abstract:
Für hochpräzise, mehrstufige Vereisungssimulationen oder beim Entwurf effektiver Eisschutzsysteme für dreidimensionale Geometrien sind erhebliche Rechenressourcen erforderlich. Ein effizienterer Ansatz, insbesondere für schlanke Rotorblätter, wie sie bei Propellern, Windturbinen und Hubschraubern zu finden sind, besteht darin, die Vereisung an isolierten Abschnitten statt am gesamten Blatt zu analysieren. In solchen Abschnittssimulationen müssen die relative Geschwindigkeit und der Anstellwinkel angegeben werden. Für kleinere Partikel können weniger präzise aerodynamische Modelle verwendet werden, um die induzierten Geschwindigkeiten zu berechnen. Für größere Tropfen kann die geometrische Geschwindigkeit angewendet werden, ohne die Induktionseffekte zu berücksichtigen. In diesem Seminar wird das Verhalten von Tropfen in 2D- und 3D-Simulationen gezeigt und charakterisiert. Für Tropfen mit einer kleinen Stokes-Zahl (Stk≪1) sind genaue Vorhersagen zur Auffang-Effizienz notwendig, die einen korrekten aerodynamischen Anstellwinkel erfordern. Wenn Stk≫1 wird, werden die Tropfenbahnen ballistisch, was zu zwei verschiedenen Grenzfällen führt - einem, der durch den aerodynamischen Anstellwinkel und einen anderen, der durch den geometrischen Anstellwinkel bestimmt wird. Die vollständige 3D-Lösung liegt zwischen diesen Grenzen und kann potenziell im ballistischen Regime bei einer anderen Stokes-Zahl erreicht werden. Der Anstellwinkel des Partikels wird in der Strömungsröhre stromaufwärts der Rotorplatte bestimmt, wo die zeitliche Skala der Flüssigkeit erheblich größer ist als die der Blattsektion. Um eine ballistische Trajektorie unabhängig von den induzierten Geschwindigkeiten zu erreichen, ist außerdem Stk≫1 in der Strömungsröhre erforderlich. Je nach Rotorabmessungen kann dieses zwischenzeitliche Regime unter Appendix-C oder Appendix-O-Bedingungen auftreten.

Biografie von Francesco Caccia, M.Sc.:
Francesco Caccia schließt derzeit seine Doktorarbeit am Department of Aerospace Science and Technology des Politecnico di Milano ab. Dort erhielt er 2018 seinen Bachelor-Abschluss in Luft- und Raumfahrttechnik und 2021 seinen Master-Abschluss in Aeronautik. Seine Forschung konzentriert sich auf Eisansammlung und Aeroakustik von Rotoren. Während seiner Doktorarbeit entwickelte er numerische Methoden, um die Auswirkungen der Blattflexibilität in der Lagrangeverfolgung von Wassertropfen zu berücksichtigen.

 

Nächstes ISM-Seminar, Prof. Sven Grundmann: "Neueste Fortschritte in der MRI-basierten Messung in turbulenten Strömungen" am 28. Februar um 11:00 Uhr

Wir freuen uns, unser nächstes ISM-Seminar anzukündigen, in dem Prof. Sven Grundmann, ein Universitätsprofessor und Direktor des Instituts für Strömungsmechanik an der Universität Rostock, seine Forschung vorstellen wird. Seien Sie am 28. Februar um 11:00 Uhr im Hörsaal 003 des ISM (Hermann-Blenk-Str. 37, Braunschweig) dabei für einen aufschlussreichen Vortrag über seine Forschung.

Wir freuen uns darauf, Sie dort zu sehen, zu einer vielversprechend spannenden Diskussion!

Titel: Neueste Fortschritte in der MRI-basierten Messung in turbulenten Strömungen

Abstract:

Die Magnetresonanztomographie (MRT) hat sich als leistungsfähiges Werkzeug für nichtinvasive, dreidimensionale Strömungsmessungen erwiesen und bietet einzigartige Einblicke in die Komplexität turbulenter Strömungen. Neueste Fortschritte in MRT-basierten Techniken haben die Anwendbarkeit dieser Messmethode für die Analyse turbulenter Strömungen erheblich erweitert. Zu diesen Entwicklungen gehören die Erweiterung des messbaren Geschwindigkeitsbereichs, die Verbesserung der Präzision von Reynolds-Spannungsmessungen, die Verbesserung von Temperatur- und Konzentrationsmessungen sowie die Ermöglichung von Anwendungen in turbulenten Mehrphasenströmungen.

In dieser Präsentation werden die neuesten Fortschritte in der MRT-Technologie, die in Studien zu turbulenten Strömungen angewendet werden, vorgestellt, wobei innovative Pulssequenzen und fortschrittliche Rekonstruktionsalgorithmen hervorgehoben werden, die für die Forschung in der Strömungsdynamik entwickelt wurden. Der Vortrag wird die erfolgreiche Anwendung dieser Fortschritte auf kanonische turbulente Strömungen wie Rohr- und Kanalsströmungen sowie auf komplexere Geometrien, die für Ingenieur- und biomedizinische Anwendungen relevant sind, diskutieren. Ziel dieses Vortrags ist es, das Potenzial von MRT als ein äußerst produktives Werkzeug zur Untersuchung turbulenter Strömungen sowie zur Verbesserung und Validierung von Methoden der numerischen Strömungsmechanik aufzuzeigen.

Biografie von Prof. Sven Grundmann:

Die akademische Laufbahn von Prof. Grundmann begann mit einem Abschluss in Maschinenbau an der Technischen Universität Darmstadt im Jahr 2003. Er promovierte 2008 an derselben Universität unter der Anleitung von Prof. Dr.-Ing. C. Tropea, wobei er sich auf Strömungsmechanik und Aerodynamik konzentrierte. Nach seiner Promotion wurde Prof. Grundmann mit einem DAAD-Postdoc-Stipendium ausgezeichnet und verbrachte 2009-2010 an der Stanford University, USA, wo er mit Prof. John K. Eaton am Center for Turbulence Research zusammenarbeitete. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland leitete er eine junge Forschungsgruppe am Center of Smart Interfaces, in der er Themen wie Plasmaaktoren zur Übergangskontrolle und Magnetresonanztomographie (MRT) in der Thermofluids-Technik erforschte. 2014 erwarb Prof. Grundmann die Habilitation (Venia Legendi) in Strömungsmechanik an der TU Darmstadt und ist seit 2015 Vollprofessor und Leiter des Instituts für Strömungsmechanik an der Universität Rostock. Seit 2015 ist er Mitglied des Fakultätsrats, seit 2018 akademischer Dekan und seit 2020 Mitglied des DFG-Senats und des Vergabesausschusses für Graduiertenkollegs. Die Forschung von Prof. Grundmann umfasst ein breites Spektrum, einschließlich Strömungsregelung, aktive Übergangskontrolle, Dielektrische Barrierendurchbruch-Aktoren und der Einsatz von MRT in Strömungsmessungen.

ISM Seminars: "Einblicke in die Atmosphärische Dynamik"

ISM Seminars Prof. Aksamit

Am Freitag, den 7. Februar, hatten wir das Vergnügen, Prof. Nikolas Aksamit, einen außerordentlichen Professor an der UiT – The Arctic University of Norway, zu einem aufschlussreichen Seminar mit dem Titel "Einblicke in die atmosphärische Dynamik mit rahmenunabhängigen Flüssen und Strukturen" willkommen zu heißen. In seinem Vortrag sprach Prof. Aksamit über die Komplexität der multiskalaren Transport- und Mischprozesse in der Erdatmosphäre und betonte die entscheidende Rolle kohärenter Strukturen bei der Organisation turbulenter Strömungen. Er präsentierte kürzliche theoretische Fortschritte, die präzise Diagnosen dieser Strukturen und deren Einfluss auf die atmosphärische Dynamik ermöglichen. Durch die Anwendung eines rahmenunabhängigen Ansatzes hob Prof. Aksamit wichtige Trends im Impuls- und Wärmetransport über verschiedene Simulationen hervor und offenbarte das Potenzial dieser Methodik zur Verbesserung unseres Verständnisses der atmosphärischen Grenzschicht. Seine interdisziplinäre Forschung beleuchtet die komplexen Verhaltensweisen geophysikalischer Fluidströmungen und ebnet den Weg für zukünftige Studien, die unser Verständnis turbulenter Prozesse in der Atmosphäre erheblich voranbringen könnten. Wir danken Prof. Aksamit für seine wertvollen Einblicke und die anregende Diskussion! Bleiben Sie dran für zukünftige ISM-Seminare!

Aufforderung zur Einreichung von Bewerbungen für eine Master's Thesis oder Studentarbeit in Adjoint-Optimierung des Lufteinlasses für Brennstoffzellen-Flugzeuge

Am ISM ist ein spannendes neues Projekt eröffnet worden! Die Ausschreibung finden Sie in der Rubrik Stellenangebote!

TRACES Doctoral Network - Second Training School started at the ISM

Start of TRACES second training school

We are pleased to announce that the Institute of Fluid Mechanics is hosting the Second TRACES Training School this week, from Monday, 23 September to Friday, 27 September. TRACES is a European Joint Doctoral Network focused on the challenging topic of aircraft icing.

The event at TU Braunschweig will feature a combination of lectures by network experts and experimental labs on measurement techniques for icing and multiphase flow. Additionally, TRACES doctoral researchers will present their projects during dedicated poster sessions.

Several lectures by TRACES partners are open to external participants; these public lectures are marked in green on the official programme, https://traces-project.eu/second-training-school/

Stay updated on the latest network activities by visiting the official website: https://traces-project.eu/

Aufforderung zur Einreichung von Bewerbungen für eine Master's Thesis oder Studentarbeit in Untersuchung von Wolkenbedingungen und Vereisung für UAS

Am ISM ist ein spannendes neues Projekt eröffnet worden! Die Ausschreibung finden Sie in der Rubrik Stellenangebote!

Aufforderung zur Einreichung von Bewerbungen für eine Master's Thesis oder Studentarbeit in: Injektion von Nanopartikeln: Eine alternative aktive Kühlungstechnik für Hyperschallströmungen

Am ISM ist ein spannendes neues Projekt eröffnet worden! Die Ausschreibung finden Sie in der Rubrik Stellenangebote!

Neue Master-Vorlesung im WS 2024/25: "Flow-induced Vibrations of Bluff-body Structures"

Wir freuen uns, dass Dr. Nils van Hinsberg vom DLR Göttingen im Wintersemester seine neue Master-Vorlesung "Flow-induced Vibrations of Bluff-body Structures" am Institut für Strömungsmechanik anbieten wird.

 

Beschreibung:
The lecture series focuses on the physical understanding, mathematical prediction, and possible prevention of different types of vortex- and motion-induced vibrations that result from massive flow separation, and the ensuing (partly catastrophic) aero- and hydroelastic problems that may occur.

Inhalt:
static and dynamic aeroelastic problems, steady and unsteady aerodynamics of bluff bodies, potential theory, boundary layer behaviour and detached flows, properties and phenomena of vortex - induced and motion-induced vibrations, differences between forced and free structural oscillations, one- and two- degrees-of-freedom galloping, (wake-induced) flutter, turbulence-induced buffeting, linear and non-linear quasi-steady and unsteady modelling of structural oscillations, methods of prevention and damping

Lehrender: Dr.-Ing. Nils van Hinsberg
Wann: Montag, 7.10.24 - Freitag, 11.10.24, jeweils 9.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr
Wo: Hörsaal 003, Hermann-Blenk-Str. 37, 38108 Braunschweig
 

 

Aufforderung zur Einreichung von Bewerbungen für eine Masterarbeit oder Studienarbeit in:Validierung der Wirbelerzeugungsmethode für zonale LES

Am ISM ist ein spannendes neues Projekt eröffnet worden! Die Ausschreibung finden Sie in der Rubrik Stellenangebote!

ISM SEMINAR: "Persistenz von Wirbelstrukturen in dichten Suspensionen und Shearthinning-Flüssigkeiten: Charakterisierung der Wirbelbildung und -entwicklung" by Moira Barnes

Moira Barnes ISM Seminar
Moira Barnes- ISM Seminar

Wir hatten das Privileg, am 11. April Moira Barnes zu empfangen. Moira Barnes hat vor Kurzem ihren Master of Applied Science an der Fakultät für Maschinenbau der Queen's University in Zusammenarbeit mit Prof. Rival abgeschlossen. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Untersuchung instationärer nicht-newtonscher Strömungen von dichten Suspensionen und scherverdünnenden Flüssigkeiten unter Verwendung neuartiger experimenteller Techniken zum besseren Verständnis kardiovaskulärer Strömungen. Moira schloss ihr Studium an der Queen's University im Jahr 2022 mit einem Bachelor of Science (mit Auszeichnung) in Maschinenbau ab, nachdem sie eine Bachelorarbeit über die Dynamik von Nicht-Newtonschen Wirbeln geschrieben hatte. 

Sie teilte wertvolle Erkenntnisse aus ihrer Masterarbeit mit dem Titel "Persistenz von Wirbelstrukturen in dichten Suspensionen und Shearthinning-Flüssigkeiten: Charakterisierung der Wirbelbildung und -entwicklung"

Aufforderung zur Einreichung von Bewerbungen für eine Masterarbeit oder Studienarbeit in: Wirbel in dichten Suspensionen - Erste Schritte auf dem Weg zu Experimenten am ISM

An der ISM ist ein spannendes neues Projekt eröffnet worden! Die Ausschreibung finden Sie in der Rubrik Stellenangebote!

ISM SEMINARS: "Volkswagen Travel Assist - Einblicke in die Serienentwicklung einer Fahrerassistenzfunktion" von Dr.-Ing. Daniel Münning

Volkswagen Travel Assist Seminar
Volkswagen Travel Assist Seminar

Am Freitag durften wir mit Dr. Ing. Daniel Münning einen Fachmann aus der Automobilindustrie in unserem Institut begrüßen. Dr. Münning hat ein Studium des Maschinenbaus mit der Vertiefungsrichtung Fahrzeugtechnik an der RWTH Aachen absolviert.

Daniel Münning vertiefte sein Fachwissen mit einer Promotion an der Technischen Universität Braunschweig und bei Volkswagen mit dem Schwerpunkt der Optimierung von Verbrennungsmotoren für Hybridfahrzeuge. In den letzten zehn Jahren war Daniel Münning bei der Volkswagen AG in verschiedenen Funktionen tätig, von seiner Doktorarbeit über die Entwicklung von Hybridkonzepten bis hin zur Leitung von Projekten für Spitzentechnologien wie Mobile Online Service und Travel Assist. Zurzeit ist er stark in das funktionale Management und die Umsetzung involviert, wobei er sich besonders auf Travel Assist konzentriert.

Im ISM-Seminar am Freitag gab er einen aufschlussreichen Überblick über die SAE Level 2 Fahrerassistenzfunktion und die damit verbundenen Sensoren. Nach einer kurzen Diskussion über Vorschriften wie UN R79 und Methoden für Sicherheitskonzepte ging der Vortrag auf Beispiele ein, die den Testaufwand veranschaulichten, der erforderlich ist, um die Serienzulassung für die Implementierung der Funktion in Millionen von Fahrzeugen weltweit zu erhalten.

Behalten Sie unsere Website im Auge, um aktuelle Informationen über kommende Veranstaltungen und Seminare zu erhalten.

 

Besuch des "Labors für Fluidphysik, Musterbildung und Biokomplexität (LFPB)" am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen.

Dr. Claudia Brunner (LFPB) und Mariachiara Gallia (ISM) in der Teststrecke des Turbulenztunnels mit variabler Dichte (VDTT) während der Besichtigung der Versuchsanlagen / Dr. Claudia Brunner (LFPB) and Mariachiara Gallia (ISM) in the test section of the Variable Density Turbulence Tunnel (VDTT) during the visit to the experimental facilities

Am Freitag besuchten einige unserer WissenschaftlerInnen das "Laboratory for Fluid Physics, Pattern Formation and Biocomplexity (LFPB)" am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen. Das von Professor Eberhard Bodenschatz geleitete Labor befasst sich mit verschiedenen Bereichen wie biologische Strömungsdynamik, Teilchen in Flüssigkeiten, Turbulenz und Atmosphärenphysik. Die Gespräche mit dem LFPB-Team, einschließlich der Experten Dr. Claudia Bruner und Dr. Mohsen Bagheri, sowie der Besuch ihrer experimentellen Einrichtungen waren sehr ergiebig. Wir freuen uns auf den künftigen Austausch und die gemeinsame Arbeit auf dem Gebiet der Strömungsmechanik und verwandter Gebiete.

 

 

Studentische Arbeiten

Hier können aktuell ausgeschriebene studentische Arbeiten (Bachelor-, Studien- und Masterarbeiten) am Institut für Strömungsmechanik eingesehen werden.