Im akademischen Jahr 2026/2027 vertrete ich die Professur für Alte Geschichte an der TU Braunschweig. Zuvor habe ich von 2007 bis 2013 Geschichte, Lateinische und Griechische Philologie in Münster und Rom studiert. 2018 wurde ich an der Universität Münster im Fach Alte Geschichte promoviert. Im Anschluss war ich von 2018 bis 2025 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig. Meine Forschungen konnte ich als Fellow am Einstein Center Chronoi in Berlin (2022) sowie am Historischen Kolleg in München (2025/2026) vertiefen.
Kultur- und Sozialgeschichte der griechisch-römischen Welt stehen im Zentrum meines wissenschaftlichen Interesses. Mein Habilitationsprojekt befasst sich mit dem Wechselverhältnis von Zeit und Politik im demokratischen Athen. In meiner Dissertation habe ich Veränderungen im Selbstverständnis spätrömischer Eliten unter anderem anhand von Transformationen in Erinnerungs- und Geschichtskultur untersucht.
Sowohl in der Forschung als auch in der Lehre beschäftigt mich, wie historische und gegenwärtige Gesellschaften Antike als Argument nutzen. Aus dieser doppelten Perspektive entsteht ein differenziertes Bild von politischen, sozialen und kulturellen Dynamiken in Gegenwart und Vergangenheit.
E-Mail: t.meurer@tu-braunschweig.de
Beruflicher Werdegang
10.2026 bis dato: Vertretung der Professur für Alte Geschiche an der TU Braunschweig
10.2025–09.2026: Consolidator Fellow am Historischen Kolleg, München
10.2022–09.2025: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar, Arbeitsbereich Alte Geschichte der Johannes Gutenberg Universität Mainz
04.2022–09.2022: Fellow am Einstein Center Chronoi, Berlin
04.2018–03.2022: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar, Arbeitsbereich Alte Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
10.2013–03.2018: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Alte Geschichte der Universität Münster
Studium & Qualifikationen
01.2018: Promotion (Dr. phil.) in Alter Geschichte an der Universität Münster | Betreuer: Prof. Dr. Dr. Johannes Hahn, M. A. Prädikat: summa cum laude
07.2013: Master of Education in Geschichte & Latein an der Universität Münster
02.2011: Bachelor of Arts in Geschichte & Latein an der Universität Münster
10.2007–07.2013: Studium der Fächer Geschichte und Klassische Philologie an der Universität Münster und der Università degli Studi Roma Tre
Auszeichnungen
01.2026: Aufnahme in die Junge Akademie der Akademie für Wissenschaften und Literatur | Mainz
10.2024: Berufung als Consolidator Fellow an das Historische Kolleg (München) für das Kollegjahr 2025/2026
06.2024: Listenplatz 3, W1-Tenure-Track-W3-Professur für Alte Geschichte mit einem Schwerpunkt auf Medialität und Digitalität, Humboldt-Universität zu Berlin
07.2018: Preis der Antonie Wlosok-Stiftung, Mainz
12.2007–07.2013: Förderung durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes
Allgemeine Interessensschwerpunkte
Laufendes Projekt (Habilitation)
Abgeschlossene Projekte
Monografie
Vergangenes verhandeln. Spätantike Statusdiskurse senatorischer Eliten in Gallien und Italien, Berlin/Boston 2019 (Millennium-Studien 79).
Rezensionen, soweit mir bekannt: Antiquité Tardive (von Muriel Moser-Gerber); BMCR (von Veronika Egetenmeyr); H-Soz-Kult (von Hendrik Wagner); HZ (von Maik Patzelt); KLIO (von John Weisweiler); Plekos (von Ulrich Lambrecht).
Herausgeberschaft
Gallia docta? Education and In-/Exclusion in Late Antique Gaul, Tübingen 2023 (SERAPHIM 19).
(mit Veronika Egetenmeyr)
Rezensionen, soweit mir bekannt: HZ (von John F. Drinkwater); Sehepunkte (von Carlo Ferrari); Plekos (von Giampiero Scafoglio)
Aufsätze in Fachzeitschriften
Spatia vitae. Social Time Issues in Sidonius, Hermes 151.4 (2023), 467–489.
„Wie anwachsende Jahresringe“. Thukydides’ Kriegschronologie und ihr Kontext, Klio 107.1 (2025), 62–93.
Aufsätze in Sammelbänden
In scribendo formam vetustatis amplector. Vergangenheitsbezüge als Strategie kommunikativer In- und Exklusion in der Korrespondenz des Q. Aurelius Symmachus, in: Gernot M. Müller u. a. (Hrsgg.): Adressat und Adressant in antiken Briefen. Rollenkonfigurationen und kommunikative Strategien in griechischer und römischer Epistolographie, Berlin/Boston 2020 (Beiträge zur Altertumskunde 382), 429–450.
Ausonius’ Professores. A Landscape of Learning in Fourth-Century Gaul? In: Tabea L. Meurer/Veronika Egetenmeyr (Hrsgg.): Gallia docta? Education and In-/Exclusion in Late Antique Gaul, Tübingen (Seraphim 19), 361-383.
Introduction. Approaches to Education and In-/Exclusion, in: Tabea L. Meurer/Veronika Egetenmeyr (Hrsgg.): Gallia docta? Education and In-/Exclusion in Late Antique Gaul, Tübingen (Seraphim 19),1-35. (mit Veronika Egetenmeyr)
Isonomie durch Isochronie? Zeiten vor Gericht in der athenischen Demokratie, in: Andreas Thier (Hrsg.): Zeit und Zeitlichkeit in Recht und Rechtswissen in der Vormoderne, Berlin/Boston (Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien, 120; angenommen).
Nur mehr stille Distinktion? Otium-Konzepte und die Transformation senatorischer Statusdiskurse im spätantiken Gallien, in: Umberto Roberto/Timo Stickler (Hrsgg.): Das Weströmische Reich und seine Erforschung – neue Perspektiven, Stuttgart 2024 (Geschichte in Wissenschaft und Forschung), 259-277.
Portare principis imaginem. Authority and Ideology in Cassiodorus’s Conceptualization of the Quaestorship, in: Anna-Lena Körfer/Christian Stadermann (Hrsgg.): Cassiodorus’s Variae. Authority under Construction, Turnhout (Studi e Testi Tardoantichi; im Druck).
Kürzere Beiträge (Berichte/Rezensionen)
Tagungsbericht: HT 2016: Zwischen Konkurrenz und Integration: ‚Heilige Männer‘ und die kirchliche und staatliche Ordnung in der Spätantike, 20.09.2016 – 23.09.2016 Hamburg, in: H-Soz-Kult, 15.10.2016, (URL: www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6756).
Rezension zu: Gatzka, Friederike: Cassiodor, Variae 6. Einführung, Übersetzung und Kommentar, in: Sehepunkte 20.4.2020, [URL: www.sehepunkte.de/2020/04/32989].
Rezension zu: Kelly, Gavin/van Waarden, Joop (Hrsgg.): The Edinburgh Companion to Sidonius Apollinaris, in: BMCR, 29.11.2020, (URL: bmcr.brynmawr.edu/2020/2020.11.29 ).
Rezension zu: Walter, Anke: Time in Ancient Stories of Origin, Oxford: Oxford University Press 2020, in: sehepunkte 21 (2021), Nr. 6 [15.06.2021], (URL: http://www.sehepunkte.de/2021/06/34809.html).
Rezension zu: Kuhle, Antje: Hermes und die Bürger. Der Hermeskult in den griechischen Poleis, Stuttgart 2020, in: H-Soz-Kult, 01.11.2021 (URL: <www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-94072>).
Rezension zu: Grig, Lucy: Popular Culture and the End of Antiquity in Southern Gaul, c. 400–550, Cambridge, 2024, in: HZ 320.2 (2025), 449–451 (URL: https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/hzhz-2025-1072/html)
Institut für Geschichtswissenschaft
Bienroder Weg 81
1. OG, Raum 117