Institut für Konstruktives Entwerfen, Industrie- und Gesundheitsbau

Institute of Construction Design, Industrial and Health Care Building

Prof. Carsten Roth

Philipp Knaus gewinnt Euroterra Architekturpreis

Krankenhaus
Bildnachweis: Philipp Knaus/TU Braunschweig

Refugium Regenerativum

Normalerweise richtet sich der Euroterra. Architekturpreis an junge Architekturbüros und realisierte Projekte. Der auf eigene Initiative eingereichte Beitrag eines Masterentwurfes von Philipp Knaus hat die Jury aber so überzeugt, dass sie eigens den Wettbewerb für Masterstudierende geöffnet hat und einen mit 1.500 Euro dotierten Sonderpreis vergeben hat.

Die Jury schreibt zu dem Entwurf: "Der Entwurf für ein „Refugium Regenerativum“ beschäftigt sich mit der Frage, wie in wenig entwickelten Ländern eine Gesundheitsversorgung sichergestellt werden könnte, die neben der reinen Behandlung auch die Lebensumstände und gesellschaftlichen Verhältnisse der Kranken berücksichtigt.
Die Patientenzimmer sind – ungewohnt für Betrachter aus der sogenannten ersten Welt – ohne eigene Wasserversorgung als Mehrbettzimmer geplant. Solche Vorschläge reagieren auf die örtliche Situation, in der die Nutzung der Wasserversorgung den Patienten vorbehalten und von den zahlreichen Besuchern getrennt werden soll. Die Versorgung der Kranken durch Familienmitglieder stellt eine weitere Herausforderung dar, die sich in der architektonischen Haltung logisch abbildet. Die Flügel der Anlage bilden Innenhöfe, in denen Aufenthaltsflächen angeboten werden und ausreichend Platz für Patienten und Besucher vorhanden ist.

Das Projekt zeichnet sich durch ein hohes Maß an Angemessenheit aus. Zum Teil durchbrochene Ziegelwände, offene Holztragwerke und geneigte Dächer, die in einigen Bereichen zur Vermeidung von Überhitzung vom eigentlichen Behandlungsraum abgelöst sind, schaffen eine anregende, regional verbundene und aufgeräumte Atmosphäre. Ein gelungener Beitrag, der den Menschen in den Mittepunkt stellt und eine wichtige Thematik eindrucksvoll durcharbeitet."

 

den gesamten Beitrag gibt es hier

Leonie Hohmann gewinnt Bülau Wettbewerb

Ruhende Reserve
Bildnachweis: Leonie Hohmann/TU Braunschweig

Ruhende Reserve

Die Arbeit sieht den Erhalt der Parkhaussilhouette vor. Die Be-tonstruktur des Bestandes bleibt als Skelett erhalten. Ein neuer quadratischer Innenhof über alle Geschosse wird in den südlichen Teil eingeschnitten und schafft eine ruhige natürlich belichtete Lau-bengangerschließung. Die Rampe behält ihre Funktion als vertikale Erschließung. Der Lichthof der Rotunde wird zum Foyer. In jedem zweiten Geschoss wird der auskragende Deckenteil entfernt, so dass zweigeschossige Loggien entstehen. Eine Stahlkonstruktion wird über das gesamte Gebäude gezogen und mit verschiebbaren Glaselementen ausgefacht. Am Dach dient sie als berankbare Pergola. Das Nutzungskonzept sieht eine breite Mischung in den drei unteren Geschossen aus u.a. Nahversorger, Kultur-Restaurant, Theatersaal, Büronutzungen, Ateliers und Werkstätten vor. Im dritten bis sechsten Obergeschoss werden in einer Maisonettestruktur Wohnungen ange-siedelt, mit jeweils mindestens einem zweigeschossigen Wohnraum. Eine zentrale Markthalle wird im Erdgeschoss durch den Gebäude-körper gesteckt und verbindet den Straßenraum und die Wasserkante am Fleet, an dem ein Außensitzbereich entsteht. Die Jury bewertet die Arbeit als gelungenen Vorschlag für das Thema Wohnen in der Stadt in einem gemischt genutzten Gebäude. Die um den Innenhof angeordneten Wohnungen erhalten durch deutliche Eingriffe in den Bestand schöne Wohnqualitäten, während für die erhaltene Rotunde keine angemessene Nutzung gefunden werden konnte.

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