Labormodul zur Vorlesung Konstruktion von Flugzeugstrukturen
In diesem Fachlabor (2 SWS) werden in der Regel zwei unterschiedliche Versuche durchgeführt, wobei modernste Versuchs- und Messtechnik zur Anwendung kommt. Einer davon liegt typischerweise im Bereich der Schadenstoleranz von Flugzeugstrukturen. In der Vergangenheit wurden sowohl zyklische Versuche an Metallproben zur Messung und Auswertung der Rissausbreitung als auch Impactversuche an Faserverbundproben zur Ermittlung der Restfestigkeit nach Impactschädigung durchgeführt. Nach Impactbelastungen am Fallturm und einer zerstörungsfreien Ultraschallprüfung werden die geschädigten Faserverbundproben hier einer Druckbelastung ausgesetzt (CAI, Compression after Impact), um den Einfluss zunehmender Schädigung auf die Restfestigkeit zu bewerten. Neu ab 2026 bieten wir als zweiten Versuch eine spannende, vergleichende Versuchsreihe im Bereich der Verbindungstechnik von Faserverbundstrukturen an, wie sie im modernen Flugzeugbau eine entscheidende Rolle spielt: Je nach Schwerpunktsetzung im jeweiligen Semester werden wir die Festigkeit und das Versagensverhalten von genieteten, geklebten und geschweißten thermoplastischen Faserverbundproben testen und vergleichen, unter quasi-statischer, kurzzeitdynamischer oder Ermüdungsbelastung. Die Studierenden dürfen hierbei die Verbindung selber herstellen.
Die Laborveranstaltung beinhaltet die eigenständige Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von zwei Versuchen in der Prüfhalle und im Labor für Werkstoffdiagnostik des IFL. Ein benotetes Protokoll und Kolloquium zu den absolvierten Laborversuchen gehen mit dem Klausurergebnis in die Endnote.
Die Termine sind der Stud.IP Veranstaltung zu entnehmen.