Der anthropogene Wärmefluss ist ein zentraler Bestandteil der städtischen Energiebilanz. In dieser aktuellen Studie wurden erstmals direkte in-situ Messungen zur Abwärme von Klimaanlagen vorgenommen. Die Messungen fanden vom im Sommer 2025 an einem Universitätsgebäude der Technischen Universität Braunschweig statt. Es zeigte sich, dass nicht nur die Lufttemperatur, sondern auch die Luftfeuchtigkeit eine wichtige Rolle bei der Wärmeemission von Klimaanlagen spielt. Der fühlbare Wärmefluss erhöhte um ca. 3,6 – 4,5 W/m2 pro 1 K Anstieg der Lufttemperatur sowie um rund 4,3 W/m2 pro 1 hPa Anstieg des Dampfdrucks. Die Studie ermöglicht die Evaluierung von Stadtklimamodellen und bildet die Basis für weitere Studien zur anthropogenen Wärmeemissionen durch Klimaanlagen.
Heyen, M., Heusinger, J., Weber, S., 2026. Anthropogenic heat flux from air-conditioning: direct measurements and meteorological controls. Urban Climate 69, 103101. https://doi.org/10.1016/j.uclim.2026.103101