Superheroes-Studi-Podcasts

Superheroes Studi-Podcast

Im Rahmen der Kurse "Moderne Männer, Aktive Väter - Haben Männer ein Vereinbarkeitsproblem?" und "Between hegemonic and caring masculinity. Einblick in die vielfältigen Lebenswelten von Vätern" haben Bachelorstudierende der Sozialwissenschaften an der TU Braunschweig Podcasts  zu verschiedenen, von ihnen frei gewählten Themenschwerpunkten in den Bereichen Männlichkeit, Väter und Vaterschaft aufgenommen. Mit Einverständnis der Studierenden teilen wir hier die Ergebnisse der Arbeit, die homosexuelle Vaterschaft, Vaterschaft bei der Bundeswehr, Vaterschaftsformen sowie die Erlebnisse von Männern, wenn sie Väter werden, näher beleuchten.

Bei den Podcasts handelt es sich um die Ergebnisse studentischer Arbeiten, für die zum einen wissenschaftliche, aber auch journalistische Quellen und persönliche Erfahrungen genutzt wurden, und insofern nicht um wissenschaftliche Ergebnisse unseres Forschungsprojektes. Die Studierenden geben hier Einblicke in ihre persönlichen Wahrnehmungen und tauschen sich offen und locker nach ihren eigenen Vorstellungen über das Thema aus. Wir möchten damit einen Einblick in die Denkweisen der Studis bezüglich Vaterschaft geben. Bei Lob, Kritik oder Anmerkungen freuen wir uns über Feedback auf unserem Instagram-Account und an die Projektleitung.


Elternzeit – Alltagsgestaltung junger Eltern zwischen Beruf und kleinen Kindern

Vater-Kind-Kneten

In dieser Podcastfolge beschäftigen sich die Studierenden mit dem Entscheidungsprozess von Eltern, wer wann in Elternzeit geht und wie die Elternzeit verlebt wird. Dabei betrachten die Studierenden vor allem die Zeit in den ersten Lebensjahren von Kindern. Um die individuellen Beweggründe für die Entscheidungen zu erfahren, interviewen die Podcaster zwei Väter und eine Mutter. Dabei erfahren sie wie zufrieden die Eltern mit ihrer Elternzeit sind und was sie sich anders wünschen würden bzw. weshalb es einigen Eltern nicht leicht fällt die Elternzeit aufzuteilen. Es stellt sich im Verlauf der Folge heraus, dass beide Väter die Hauptverdiener ihrer Familien sind und daher der finanzielle Aspekt bei beiden der ausschlaggebende Grund war, sich nur einen Monat oder keinen Monat Elternzeit zu nehmen. Zugleich möchten die beiden Papas dennoch viel Zeit mit ihrer Familie verbringen, weshalb sie unterschiedliche Strategien entwickelt haben, um Beruf und Familie auch während der Elternzeit der Mutter zu vereinbaren. Auch die Mutter, die für den Podcast interviewt wurde, erzählt von gedanklichen Abwägungen bezüglich ihrer finanziellen Lage. Sie tauscht sich mit den Studierenden zudem über ihre hohe Belastung zwischen Sorgearbeit, Studium und Teilzeitjob aus, die ihre ersten Jahre mit dem Kind prägten.

Podcast zur Elternzeit


Was erleben Männer, wenn sie Väter werden?

Vater mit Kind auf dem Arm

In der Folge „Was erleben Männer, wenn sie Väter werden?“ reflektieren die Studierenden vor allem den Prozess des Vaterwerdens und gehen der Frage nach, welche Veränderungen dies für die Männer mit sich bringt. Dafür schauen sie zunächst in den Forschungsstand zu Vaterschaftskonzepten und väterlicher Beteiligung. Sie stellen fest, dass die individuelle Haltung zu Vaterschaft von zahlreichen Faktoren, wie der eigenen Sozialisation, dem sozialen Milieu, gesellschaftlichen Geschlechterrollen oder auch beruflicher Belastung, abhängen. Anschließend erörtern die Studierenden anhand einiger auch persönlicher Beispiele, welche Auswirkungen Vaterschaft mit sich bringen kann. So wird zum einen über einen Beitrag des britischen Comedians Russel Brand mit dem Titel „What becoming a father has done to me“ referiert, aber auch von persönlichen Gesprächen im Freundeskreis erzählt.

Einig sind die Studierenden sich darin, dass es eine einschneidende Zäsur im Leben ist, zum ersten Mal Vater zu werden – die Einstellungen gegenüber vielen Aspekten des Lebens verändern sich, finanzielle Sicherheit und Verantwortungsgefühl bekommen einen höheren Stellenwert, aber auch Konstellationen im Freundeskreis und die eigenen Freizeitinteressen wandeln sich. Russel Brand formulierte es so: „Deine ganze Identität wird von der Vaterschaft aufgesogen“. Das sei eine tiefgreifende, aber auch schöne Erfahrung, so auch das Resümee aus dem Freundeskreis der Studierenden.

Podcast zu "Was erleben Männer, wenn sie Väter werden?"


Vater, Vater, Kind - alles anders oder doch ganz gleich?

Vater, Vater, Kind - Regenbogenfamilie

In diesem Podcast beschäftigen sich die Studierenden mit homosexueller Vaterschaft, die bisher – trotz der vielen homosexuellen Väterblogger mit großer Reichweite, wie @PapaundPapi – in Deutschland eine große Forschungslücke darstellt. Dabei thematisieren sie eine weite Bandbreite an Themen, wie den Kinderwunsch und Rollenbildern. So seien homosexuelle Männer zunächst mit viele Hürden konfrontiert, um ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Die Studierenden gehen auf die verschiedenen Möglichkeiten ein, wie homosexuelle Männer Eltern werden können, etwa durch Leihmutterschaft oder -Vaterschaft, Co-Parenting oder Adoption. Sie fragen danach welche Bedeutung es für Kinder haben kann, wenn sie mit zwei Papas groß werden und diskutieren, wie gesellschaftliche akzeptiert homosexuelle Vaterschaft in Deutschland ist. Nicht zuletzt tauschen sich die Studis zu der rechtlichen Lage von gleichgeschlechtlichen Väterpaaren aus. Die Studierenden nehmen an, dass homosexuelle Elternschaft mit vielen Vorurteilen konfrontiert ist. Sie diskutieren öffentliche Äußerungen dazu, dass Homosexualität quasi Kinderlosigkeit bedeute, oder dass gleichgeschlechtliche Paare nicht so gute Eltern sein könnten, wie heterosexuelle Eltern.

Die Studierenden ziehen das Fazit, dass homosexuelle Vaterschaft zum Teil öffentlich sehr unterschiedlich wahrgenommen werde, dass sich ihrer Meinung nach aber in den vergangenen Jahren die gesellschaftliche Akzeptanz verstärkt habe.

Podcast zu homosexueller Vaterschaft


Soldaten als Väter – Vaterschaft zwischen Auslandseinsatz und kaserneneigener Kita

Kind mit Militär-Kopfbedeckung

Der Podcast „Soldaten als Väter“ thematisiert die Möglichkeiten und Herausforderungen als Soldat seinen Beruf und sein Familienleben zu vereinbaren und dabei ein guter Vater zu sein. Hierfür ziehen die Studierenden einige wissenschaftliche und journalistische Artikel heran und vergleichen diese mit der Selbstdarstellung der Bundeswehr in eigenen Konzepten des Personalmanagements und im Internetauftritt. Dabei wird schnell deutlich, dass der Dienst bei der Bundeswehr ein in besonderer Weise fordernder Beruf ist, der deine aktive Vaterschaft und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vor große Herausforderungen stellt:  So ist der Beruf von häufiger als andere Berufe von Versetzungen und gelegentlichen Auslandseinsätzen geprägt, sodass es den Vätern zum zeitweise schwer fällt einen intimen Kontakt zur Familie aufrecht zu erhalten. Die Studierenden unterhalten sich über Berichte darüber, dass auch posttraumatische Belastungsstörungen, die sich infolge des Einsatzes in Krisen- oder Kriegsgebieten einstellen können, die Väter und ihr familiäres Leben belasten. Die Bemühungen der Bundeswehr für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehen die Studierenden ambivalent: Zum einen ist insbesondere in den letzten Jahren viel getan worden, etwa mit der Einrichtung kaserneneigener Kita-Plätze oder einer Informationskampagne für Familien. Zum anderen diskutieren die Studierenden, welche Bedeutung traditionelle Rollenverteilung bei der Bundeswehr einnähme.

Podcast zur Vaterschaft bei der Bundeswehr


Vielffältige Formen von Männlichkeit und Vaterschaft

Väter Treppe

Dieser Podcast beleuchtet verschiedene Formen von Vaterschaft bzw. von Männlichkeit. Die Studierenden diskutieren dabei den englisch geprägten und in den (sozialen) Medien häufig thematisierten Begriff der „Toxic Masculinity“ bzw. der toxischen Männlichkeit. Damit wir männliches Verhalten bezeichnet, das unter Rückgriff auf als männlich wahrgenommene Eigenschaften den Männern selbst schadet. Die Studierenden führen als Beispiel das Unterdrücken eigener Gefühle an und thematisieren, dass dieses zu Autoaggressionen oder Frauenfeindlichkeit führen kann. Außerdem unterhalten sich die Studierenden über die ihnen allen aus dem Alltag sehr bekannte „traditionelle Männlichkeit“, die sie vor allem an der klassischen Rollenverteilung des berufstätigen, ernährenden Vaters festmachen. Im Gegensatz hierzu stehe ihrer Meinung nach das Konzept der „Caring Masculinity“, die das Zeigen von Emotionen, Fürsorge und Schwäche auch als männliche Eigenschaften betont.

Abschließend können die Zuhörenden einer Diskussion der Studierenden folgen, in der sie die unterschiedlichen Formen von Männlichkeit vorstellen und sie im Kontext von Beispielen aus Zeitungsberichten, sozialen Medien, Filmen und Werbung diskutieren.

Podcast zu den Formen von Vaterschaft

Mann vor dem Laptop mit Kopfhörern
Vater mit zwei Kindern auf dem Arm und den Schultern
Frau mit Handy und Kopfhörern