Die Kreislaufwirtschaft verfolgt das Ziel, den Wert von Produkten, Komponenten und Materialien über mehrere Nutzungszyklen hinweg zu erhalten. Hierfür stehen verschiedene Strategien wie Wiederverwendung, Reparatur, Remanufacturing oder Recycling zur Verfügung. Insbesondere bei komplexen Produkten wie Pedelecs stellt sich dabei die Frage, welche Komponenten und Materialien durch Demontage zurückgewonnen werden können und bis zu welchem Grad eine Demontage wirtschaftlich sinnvoll ist.
Mit zunehmender Demontagetiefe steigen Aufwand und Kosten der Rückgewinnung. Gleichzeitig werden zusätzliche Komponenten und Materialien zugänglich, die für unterschiedliche Kreislaufwirtschaftsstrategien genutzt oder im Rahmen industrieller Symbiosen mit anderen Unternehmen weiterverwendet werden können. Dadurch entstehen zusätzliche Wertschöpfungspotenziale, die die Bewertung von Demontageentscheidungen maßgeblich beeinflussen können.
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Entscheidungsmodells zur Bewertung verschiedener Demontagetiefen. Hierzu sollen die Zusammenhänge zwischen Demontageaufwand, zurückgewinnbaren Komponenten, möglichen Strategien der Kreislaufwirtschaft und Potenzialen industrieller Symbiosen untersucht werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sind in ein Entscheidungsmodell zu integrieren und im Rahmen einer Fallstudie am Beispiel eines Pedelecs zu demonstrieren.
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Moritz Proff