Prof. Dr. Nicole C. Karafyllis

» Kontakt

Univ.-Prof. Dr. Nicole C. Karafyllis

Institut für Philosophie
Bienroder Weg 80 (Dienstzimmer 024, Sekr. 023)
D-38106 Braunschweig

Tel.: +49 (0) 531 / 391 86 16
n.karafyllis(at)tu-bs.de

Sprechzeiten in der Vorlesungszeit.: Mo, 11.15-12.30 (um rechtzeitige vorherige Anmeldung wird gebeten - während des Corona-bedingten Ausnahmebetriebs Sprechstunde bevorzugt per Videokonferenz oder Telefon nach vorheriger Kontaktaufnahme)

» Tätigkeiten (Auswahl)

Nicole C. Karafyllis ist / war:

  • als Projektleiterin und Koordinatorin Mitglied im BMBF-Forschungsverbund "Kontamination und Lesbarkeit der Welt: Mikroben in Sammlungen zur Sprache bringen" MIKROBIB (2018-2021) (mit DSMZ und UB Leipzig), zum Interview mit dem BMBF (Jan. 2022) geht es hier.
  • als Projektleiterin im Verbundprojekt der Volkswagen-Stiftung "Dilemmata der Nachhaltigkeit" (2019-2022) (mit Univ. Oldenburg, Univ. Passau und ISOE)
  • Vorsitzende der Geisteswissenschaftlichen Klasse der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft (BWG), 2020-2021
  • als Projektleiterin Mitglied im BMBF-Forschungsverbund "Die Sprache der Biofakte" (mit TU München und LMU), 2015-2017
  • sowie im DAAD-Projekt "Liquide Technoethik: Sloterdijk, Anders, Blumenberg" (2016-17) in Koop. mit der Universität Minho (Portugal).
  • Akademische Selbstverwaltung: Geschäftsführende Leiterin des Seminars für Philosophie rotierend alle zwei Jahre (zuletzt: Okt. 2019 bis Sept. 2021), Vorsitzende der Zulassungskommission KTW (seit 2017, seit 2011 Mitglied), Mitglied der StuKo der FK 6 (stellvertretend, seit 2017 bis aktuell); Studienberatung KTW mit Schwerpunkt Philosophie; Mitglied und stellvertr. Vorsitzende der zentralen "Kommission Ethik sicherheitsrelevanter Forschung" (KEF) (2015-2019) der TU; Vorsitzende der Studiengangskommission (2011-April 2013; 2013-15 stellvertr. Vorsitzende) des Master-Studiengangs "Kultur der technisch-wissenschaftlichen Welt" (KTW) der TU Braunschweig;
  • Stellvertretende Sprecherin der IAG TECHcultures an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) (2011-2014): Intercultural Comparison of the Understanding of Science and Technology in Selected Countries. Sprecher: Prof. Dr. Dr. Ortwin Renn (Buchpublikation Juni 2015 bei Routledge) 
  • Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des EU Projekts BIOMOT (2011-2014): Motivational strength of ecosystem services and alternative ways to express the value of biodiversity, FP7-ENV-2011 und COMPASS der Universität Heidelberg (laufend)
  • 9.-29.4.2019, 15.5.-3.7.2014 und April 2019 Visiting Research Fellow an der Universidad Nacional Autonónoma México (UNAM) in Mexiko City, Arbeitsgruppe Arts & Science.

» Mitgliedschaften

  • Ordentliches Mitglied (seit 2012) in der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft (BWG), Klasse für Geisteswissenschaften (Vorsitz 2020-2021)
  • Mitglied im wissenschaftlichen Beirat:  Jahrbuch Technikphilosophie, Agricultural and Environmental Ethics, Erwägen Wissen Ethik (bis 2016)
  • Mitglied in den Deutschen Gesellschaften für Philosophie (DGPhil), Wissenschaftsphilosophie (GWP), Technikgeschichte (GTG) und Wissenschafts-, Medizin- und Technikgeschichte (GWMT)
  • Mitglied im Niedersächsischen Forschungskolleg "Kulturphilosophie" und im Collegium Technikphilosophie
  • Mitglied im Kuratorium (seit 2020), vormals in der ständigen Arbeitsgruppe "Naturphilosophie" (2012-2016) der Forschungsstelle der Evangelischen Studiengemeinschaft, Heidelberg - FEST
  • Mitherausgeberin der Buchreihe PHYSIS im Karl Alber Verlag, Freiburg (seit 2012), und der Buchreihe TECHNIKPHILOSOPHIE (seit 2022).

» Arbeitsgebiete

José Gaos: Filosofía de la Técnica, Herder Mexico, 2022

Wissenschafts- und Technikphilosophie/Science and Technology Studies, Philosophie der Life Sciences, Phänomenologie/Lebensphilosophie, Geschichte der Philosophie (Schwerpunkte Frühe Neuzeit und frühes 20. Jahrhundert), Philosophische Anthropologie, Angewandte Ethik (insb. Umwelt-, Bio-, Agrar- und Technikethik) und interdisziplinäre Technikforschung, Interkulturelle Philosophie (v.a. mit Bezug zur arabischen und lateinamerikanischen Philosophie), Naturphilosophie, Technik und Gender.

Details:

Karafyllis interessiert sich seit Beginn ihrer akademischen Laufbahn für die Pflanze als Ikone des Anti-Technischen und Inbegriff des Natürlichen, das Phänomen Wachstum und seine Ökonomisierung in den Agrar- und Forstwissenschaften sowie für Biotechniken, die sich aus der Pflanzenforschung und Mikrobiologie methodisch entwickelt haben (u.a. das Klonen, die Virusforschung). Darin schliessen ihre Forschungen zum Thema Biofakte an - die Klärung ontologischer, wissenschaftstheoretischer, ethischer und anthropologischer Fragen im Spannungsfeld von Natur, Technik und Leben. (siehe auch das BMBF-Projekt "Die Sprache der Biofakte", 2015-2017 sowie die Buchveröffentlichung "Theorien der Lebendsammlung" in 2018). Im Anschluss daran arbeitet sie zu einer Philosophie des Sammelns von Lebendem, u.a. auch im mikrobiologisch, bibliothekswissenschaftlich und philosophisch orientierten BMBF-Verbundprojekt MIKROBIB (2018-2021).

Frau Prof.in Karafyllis hat das internationale BBAW-Projekt TECHcultures (2011-2014) abgeschlossen, wobei sie auch Vize-Sprecherin der zugehörigen IAG war. Thema des Projekts ist ein inter- und transkultureller Vergleich der technischen Bildung und STEM-education mit Fokus auf außereuropäische Länder. Dabei betreute Karafyllis insbesondere die Expertisen zum arabischen Raum. Die zugehörige Buchpublikation International Science and Technology Education: Exploring Culture, Economy and Social Perceptions (ed. by Ortwin Renn, Nicole C. Karafyllis, Alexander Hohlt, Dorothea Taube) erschien Juni 2015 im Verlag Routledge. In diesem Zusammenhang arbeitet sie weiter am philosophischen Konzept "Geist des Handwerks" (spirit of craftsmanship) und der "Manual Culture" im interkulturellen Vergleich. Mit dem Fokus auf die enge Verbindung von Phänomenologie und Technikphilosophie erschien im Dezember 2013 das Themenheft TECHNIK der Zeitschrift für Kulturphilosophie (Verlag Felix Meiner), wobei Karafyllis als Gast-Herausgeberin fungierte. In diesen Kontext gehören auch ihre philosophischen Forschungen zu Kulturtechniken und Alltagstechniken (u.a. das Putzen, das Sammeln).

Ein weiteres Forschungsvorhaben behandelte die Wissenschaftstheorie und -geschichte sowie die Sozialphänomenologie des Phänomens Autismus (von ca. 1930 bis 2010). Hier sind enge Anknüpfungspunkte an die Technikforschung (Robotik, KI-Forschung) sowie die Modelle der Neurowissenschaften gegeben (vgl. Karafyllis/Ulshöfer, eds.: Sexualized Brains, MIT Press 2008). Diese Denkansätze unterstützen auch die anthropologischen Forschungen zur Ambivalenz und Ambiguität der Technik für den modernen Menschen.

Arbeiten zur Philosophiegeschichte:

Karafyllis hat als Mit-Herausgeberin zwei Buch-Publikationen zur Frühen Neuzeit vorgelegt (u.a. zu Francis Bacon 2008) und war an der Goethe Universität Frankfurt am Main Junior Fellow am Zentrum zur Erforschung der Frühen Neuzeit. 2014 edierte sie einen Band zur Auseinandersetzung zwischen Lebensphilosophie und Technikphilosophie , der die Zeit 1900-1930 in den Fokus nimmt (Titel: Das Leben führen?, Berlin: edition sigma), wobei sie selbst Georg Simmel untersuchte. Der Philosoph steht auch im Zentrum ihrer aktuellen philosophiehistorischen Arbeiten (u.a. für den Tb. III zum 19. Jh. des NEUEN UEBERWEG, vorauss. 2023, und für das Georg Simmel-Handbuch, 2021). Sie arbeitet auch seit Jahren intensiv zu Leben und Werk des Braunschweiger Philosophen Willy Moog, eine umfangreiche Biographie ist am 22. Januar 2015 unter dem Titel Willy Moog (1888-1935): Ein Philosophenleben im Verlag Karl Alber (Freiburg) erschienen, schon 2016 folgte eine 2. Auflage. Gegenwärtig forscht sie weiter zu seinem Freund und Kollegen Herman Schmalenbach (1885-1950), der philosophiehistorisch dem frühen Münchner Phänomenologenkreis um Husserl zugerechnet wird sowie zum spanisch-mexikanischen Zeitgenossen José Gaos (1900-1969), der zur Madrider Schuler der Philosophie um José Ortega y Gasset gehört. Das erste Buch zu seiner Technikphilosophie erscheint 2022 unter dem Titel José Gaos: Filosofía de la técnica bei Herder México, hg. und kommentiert von María Antonia González Valerio und Nicole C. Karafyllis.

» Publikationen

Titel in englischer, französ. und spanischer Sprache in Fett-kursiv.


» Nächste Vorträge:

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