Zur jährlichen Mitglieder- bzw. Hauptversammlung mit kleiner Landpartie hatte das NFF am 14. Juli geladen und den heißen Temperaturen erfolgreich mit einer gut gefüllten Eistruhe und kalten Getränken getrotzt. Neben Einblicken in aktuell laufende Forschungsprojekte, gab es strategische Ausblicke und viel Lob von TU Präsidentin Prof. Dr. Angela Ittel für die geleistete Forschungsarbeit und die Herausforderungen, die in den kommenden Monaten anstehen.
Sie hob besonders ein Verbundprojekt hervor, an dem zukünftig mit vielen Partnern gearbeitet und die bodengebundene Mobilitätsforschung vorangebracht werden soll. Mit an Bord sind: Leibniz Universität Hannover, Ostfalia - University of Applied Sciences, German Aerospace Center (DLR), Fraunhofer-Gesellschaft, Technische Universität Clausthal, und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt, PTB. Ziel ist es, die gesammelte Expertise zu nutzen und mit der Unterstützung von Landesmitteln wegweisende und nachhaltige Forschungsstrukturen in Niedersachsen aufzubauen.
Prof. Christoph Herrmann, mit dem Fraunhofer ZESS bald unmittelbarer Nachbar am Forschungsflughafen Braunschweig, schlug auf der Hauptversammlung mit einem inspirierenden Vortrag eine Brücke zwischen den beiden Einrichtungen und skizzierte erste Kooperationsideen. NFF-Vorstandssprecher Prof. Thomas Vietor verabschiedete die langjährigen Mitglieder Professor Dr.-Ing. Peter Eilts (Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Brennstoffzellen) und Professor Dr. Ludger Frerichs (Institut für mobile Maschinen und Nutzfahrzeuge) anlässlich ihres Ruhestandes zum 30.09.2026 – beide haben sich seit 2009 engagiert und mit großer Kompetenz in das Zentrum eingebracht. Gleichzeitig hieß das NFF Professor Dr.-Ing. Thomas Seel von der Leibniz Universität Hannover (Institut für Mechatronische Systeme) herzlich als neues Mitglied willkommen.
Bevor die schwarzen Wolken über Braunschweig ihr Versprechen einlösten, gab es noch einen durch Prof. Michael Heere (Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Brennstoffzellen) geführten Rundgang zur neuen H2-Infrastruktur am NFF. Besonderes Highlight: der in diesem Jahr neu aufgestellte H2-Speicher, der Metallhybrid-Großspeicher. Mit einer Gesamtspeicherkapazität von bis zu 500 Kilogramm Wasserstoff handelt es sich dabei um eine der größten Forschungsanlagen dieser Art weltweit – aktuell idyllisch auf einer Wiese mit blühenden Wildkräutern neben dem NFF-Technikum gelegen.