Im Rahmen einer Fahrbahnsanierung auf der Berliner Straße in Braunschweig wurden drei Asphaltkonzepte in der Binderschicht erprobt. Ziel ist es, alternative Additive, unterschiedliche Recyclinganteile und niedrigere Einbautemperaturen für den Straßenbau zu untersuchen.
Dabei kamen folgende Mischgutkonzepte zum Einsatz:
- 60 % Asphaltgranulat mit biologischem Additiv
- 30 % Asphaltgranulat mit oberflächenaktivem Additiv
- 30 % Asphaltgranulat mit Wachs
Das angelieferte Asphaltmischgut wies Temperaturen zwischen 130 und 145 °C auf. Damit konnte der Einbau auch bei Außentemperaturen von rund 7 °C umgesetzt werden. Die Erprobung liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie sich temperaturabgesenkte Asphaltbauweisen unter realen Baustellenbedingungen verarbeiten lassen.
Begleitet wurde die Baumaßnahme durch Aerosolmessungen der Technischen Universität Wien. Die Untersuchungen sollen dazu beitragen, die Auswirkungen der verschiedenen Bauweisen auf die Exposition gegenüber Dämpfen und Aerosolen beim Asphalteinbau besser zu bewerten.
Die Probestrecke ist Teil unserer Forschungsaktivitäten zur Weiterentwicklung nachhaltiger Asphaltbauweisen. Sie verbindet wissenschaftliche Untersuchungen mit der praktischen Umsetzung im Straßenbau und schafft eine Grundlage für die weitere Bewertung der unterschiedlichen Konzepte.
Ein besonderer Dank gilt der Stadt Braunschweig für die Zusammenarbeit, der KEMNA BAU Andreae GmbH & Co. KG für die Durchführung der Baumaßnahme, der Technischen Universität Wien für die begleitenden Aerosolmessungen sowie der VolkswagenStiftung für die Förderung unserer Forschung.