Am 31. März durfte Joachim Schridde im Rahmen einer Tagung des Network of Professionals in Infrastructure Delivery (IPP-P) der OECD zum Thema „Public Infrastructure Buyer Maturity and Effective Use of Delivery Models" in Paris unter anderem diese Frage adressieren.
Das von ihm entwickelte Reifegradmodell soll dabei unterstützen, die Kompetenzen öffentlicher Bauherrenorganisationen zu stärken und damit letztendlich einen positiven Beitrag zur Optimierung der Abwicklung von Großprojekten leisten. Dazu zählt auch eine unter Berücksichtigung der organisatorischen Reife getroffene Entscheidung für eine zielgerichtete Vergabestrategie.
Die weiteren Vorträge des Tages machten ebenfalls deutlich: Der Bauherr ist insbesondere für die adäquate organisatorische Gestaltung seines Projekts verantwortlich. Initiierung und Vorbereitung sind dementsprechend wegweisende Phasen eines Bauprojekts. Eine "one size fits all"-Lösung existiert allerdings nicht. Stattdessen bedarf es einer transparenten und gründlichen Abwägung, um eine für die Bauherrenorganisation, das Projekt und den Markt geeignete Beschaffungsvariante auszuwählen. Klassische und innovative Projektabwicklungsmodelle haben in dieser Hinsicht gleichermaßen ihre Daseinsberechtigung.
Die Vielzahl internationaler Beiträge an diesem Tag hat gezeigt: Die stärkere Fokussierung des Bauherrn beschäftigt nicht nur uns in Deutschland, sondern Industrienationen weltweit.
Vielen Dank an Dejan Makovšek für die Organisation dieser spannenden Veranstaltung und die Einladung, unsere aktuellen Forschungsergebnisse in einem internationalen Panel vorzustellen.