Vom 04. bis zum 07. August hieß es für über 80 Schüler:innen und Schüler am Campus Nord LauF (kurz für: Lust auf Forschen). In vielfältigen Forschungsprojekten der beteiligten Institute der TU BS hatten die Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren die Möglichkeit für eine Woche zu Forscher:innen zu werden. Das IDME beteiligte sich an zwei Projekten und bot den teilnehmenden Schüler:innen Möglichkeiten die Relevanz von Mathematik für Forschungsprozesse aktiv und selbstbestimmt zu erschließen.
Die teilnehmenden Mitarbeitenden des IDME blicken auf eine spannende und abwechslungsreiche Woche zurück, in der die Schüler:innen viele kreative, durchdachte und zielorientierte Lösungsansätze entwickelt haben.
Wir bedanken uns bei den Schüler:innen für die tolle Mitarbeit – bleibt neugierig!
Impressionen zum LauF 2026: Instagram, LinkedIn
Finanziert wurde das LauF 2026 im Rahmen des Projekts To Boldly go - InTransformation. Lehramtsstudierende und Promovierende hatten im Rahmen der Projektdurchführung Möglichkeiten ihre Professionalisierung als zukünftige Lehrerinnen und Lehrer voranzutreiben.
Energieproduktion durch Cardiofitness:
Mal angenommen man gewinnt für eine Woche einen Aufenthalt auf einer wunderschönen, kleinen Ferieninsel mitten in der schwedischen Idylle und dürfte jegliche Elektrogeräte mitnehmen - was sollte dann wohl eingepackt werden? Gar nicht so einfach zu entscheiden - vor allem, wenn man die benötigte Energie für die Geräte mit speziellen Cardiogeräten selbst produzieren muss.
Die jungen Forschenden erstellten im Projekt konkrete Vorschläge für eine potentielle Nutzung der Elektrogeräten. Eine wichtige Rolle spielte hierfür die Produktion von Energie an speziellen Cardiofitnessgeräten im CampusGym der TU Braunschweig und das Sammeln und tatsächliche Erleben von authentischen Messdaten. An Stepper, Ergometer und Laufband untersuchten sie den Zusammenhang zwischen Anstrengung und Energieproduktion. Denn zentral bei allen Vorschlägen ist die Gegenüberstellung vom Nutzen der Elektrogeräte und dem wahrgenommenem Aufwand der Produktion. Trotz sehr hoher Temperaturen in der Woche waren die Schüler:innen voller Eifer dabei und stellten hierdurch fest, wie viel körperliche Anstrengung benötigt wird, um die favorisierten Elektrogeräte zu betreiben. Wir bedanken uns herzlich beim Team des CampusGyms für die Möglichkeit die Geräte für die Forschungsprojekte zu verwenden.
Den Stress von Pflanzen aus der Luft messen:
Wann geraten Pflanzen eigentlich unter Hitzestress und wie kann man das erkennen, bevor Schäden an ihnen entstehen? Dieser Frage gingen Schülerinnen und Schüler im interdisziplinären HELiPOD-Projekt auf den Grund und schlüpften damit „in die Kittel“ aktuell laufender Forschungsprojekte: Der Nachweis von Pflanzenstress durch Sonden gilt als vielversprechender Ansatz, um eine gezielte und nachhaltige Bewässerung zu ermöglichen.
Die Schüler:innenführten zunächst eigene Experimente zur Photosynthese durch, und untersuchten denEinfluss von Temperatur und Licht auf Pflanzen. Anschließend bauten sie auf die Erkenntnisse auf und arbeiteten mit echten Forschungsdaten, die mithilfe der Hubschrauber-Schleppsonde HELiPOD über landwirtschaftlichen Flächen erhoben wurden. Mithilfe mathematischer und naturwissenschaftlicher Methoden werteten die Schülerinnen und Schüler die Daten aus, verglichen Messwerte und suchten nach Hinweisen auf Pflanzenstress. So konnten sie beobachten, wie agrarwirtschaftliche Nutzpflanzen (zum Beispiel Mais oder Tomaten) mit umweltbedingten Stressfaktoren zurechtkommen. Besonders hierbei war, dass die Kinder das Potential der Verknüpfung von Biologie und Mathematik zur Beantwortung von Forschungsfragen nachvollziehen und nutzen konnten.