Förderung: Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen
Projektträger: NBank
Förderkennzeichen: ZW 3-87076952
Laufzeit: 01.06.2026 – 31.05.2029
Der jährliche Bedarf an Polyethylenterephthalat (PET) beträgt derzeit etwa 80 Mio. Tonnen und wird vor allem für die Herstellung von Textilien, Verpackungen und Getränkeflaschen benötigt. Die Polymerisation von PET aus den Monomeren Ethylenglykol und Terephthalsäure erfolgt in den etablierten, konventionellen Herstellungsverfahren überwiegend auf Basis fossiler Rohstoffquellen. Alternative Verfahrensansätze beruhen hingegen auf der Nutzung nachwachsender Rohstoffquellen oder ermöglichen die Verwendung rezyklierter Monomere.
Am Institut für Chemische und Thermische Verfahrenstechnik (ICTV) der TU Braunschweig wurde in langjähriger Zusammenarbeit mit der Firma matterr GmbH erfolgreich ein Recyclingverfahren entwickelt, das die Depolymerisation von PET und damit die Gewinnung rezyklierter Monomeren ermöglicht. Neben den Hauptprodukten Ethylenglykol und Terephthalsäure fallen zusätzliche Prozessströme an, die weiter verwertet werden können.
Um die Ressourceneffizienz des Recyclingverfahrens noch weiter zu verbessern, spielen für eine möglichst geschlossene Kreislaufführung nicht nur die zurückgewonnenen Monomere, sondern - insbesondere im Hinblick auf den Gesamtprozess - auch die anfallenden Nebenprodukte eine wesentliche Rolle. Im Forschungsprojekt ReNaTe werden daher gezielt Verfahrensrouten zur Gewinnung und Aufreinigung des im Prozess anfallenden Natriumsulfats untersucht. Ziel ist es, Natriumsulfat als marktfähige Wertkomponente zurückzugewinnen und damit die Ressourceneffizienz des Gesamtprozesses zu erhöhen. Im Fokus des Projektes stehen dabei vor allem die Kristallisation des Natriumsulfats aus der bei der Gewinnung rezyklierter Terephthalsäure resultierenden Mutterlauge sowie der Einfluss der im Gemisch vorhandenen Nebenkomponenten auf die Produktqualität.
Ansprechpersonen: Mandy Paschetag, Sven Gutperl