Forschungsprojekt „Zero Waste Baulogistik II" gestartet

Entwicklung und Erprobung von Nudging-Strategien zur Reduktion von Abfällen im Hochbau

Das kürzlich abgeschlossenen Forschungsprojektes „Zero Waste Baulogistik“ hat gezeigt, dass die Abfallentstehung und -trennung bei Neubauvorhaben weniger an technischen Möglichkeiten, sondern an fehlenden logistischen Konzepten und am Verhalten der Baubeteiligten scheitern. Mangelhafte Trennung, Überbestellungen, ungenutzte Verschnittmengen oder die Entsorgung von Mehrwegpaletten sind Ausdruck nicht-nachhaltiger Entscheidungen, welche durch regulatorische Vorgaben allein bislang nicht verändert werden konnten.

Im Projekt „Zero Waste Baulogistik II“ wird in den kommenden zwei Jahren untersucht, wie das Abfallverhalten der Baubeteiligten durch gezielte Gestaltung der Entscheidungsarchitektur „subtil“ beeinflusst werden kann. Hierzu werden baustellenspezifische „Nudges“ wie visuelle Hinweise oder strategisch platzierte Sammelstellen entwickelt, auf Baustellen der Praxispartner Lindner SE und Zeppelin Rental GmbH erprobt und die Einsparung anhand von Feldstudien quantifiziert. Ziel ist es, nachhaltigere Entscheidungs- und Handlungsmuster bei den Baubeteiligten zu fördern – in ökologischer und ökonomischer Hinsicht. Die im Projekt entwickelten Nudges werden anschließend den Baubeteiligten als Maßnahmenkatalog zur Verfügung gestellt.

Wir freuen uns sehr über die Fortführung des Projektes im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Ein großes Dankeschön gilt zudem unseren Praxispartnern Lindner SE und Zeppelin Rental GmbH für die Fortsetzung der gemeinsamen Zusammenarbeit.

Projektteam: Paul Oschatz, Stefan Lagleder, Hilmar Troitzsch, David Jansen, Kerstin Eisenschmidt, Prof. Patrick Schwerdtner und Jan Niklas Lünig