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Prof. Dr. Simona Silvestri ist vom Weltraum nicht nur fasziniert, ihre Forschung bringt uns buchstäblich näher an ihn heran. Als Raketenforscherin arbeitet sie an innovativen Methoden und Designs für kryogene Treibstoffe, die Langzeitmissionen im All überhaupt erst möglich machen. An der Technischen Universität Braunschweig findet sie die ideale Basis, um gemeinsam mit Forschenden aus Raumfahrttechnik, Materialwissenschaft, Thermodynamik und künstlicher Intelligenz integrative Konzepte für die Raumfahrt zu entwickeln, von der ersten Idee bis zum realitätsnahen Test unter Weltraumbedingungen. Mit jeder Simulation und jedem Experiment wächst unser Verständnis für komplexe Missionsszenarien – und rückt ihre Vision einer nachhaltigen, sicheren und wirtschaftlichen Raumfahrt ein Stück näher.
"Ich mag es, von guten Menschen umgeben zu sein. Menschen, denen ich vertrauen kann. Ich bin Ingenieurin. Ich arbeite nie alleine.“
Als Leiterin der Arbeitsgruppe Kryogene Antriebssysteme und Weltraumlogistik am Institut für Raumfahrtsysteme verbindet sie ingenieurwissenschaftliche Exzellenz mit interdisziplinärem Innovationsgeist. Sie sorgt dafür, dass fortschrittliche Antriebstechnologien im All nicht nur leistungsfähig, sondern auch ressourcenschonend und sicher werden. Ihr ganzheitlicher Blick auf den gesamten Lebenszyklus einer Raumfahrtmission – von der Treibstofflogistik über wiederverwendbare Hardware bis hin zur Beseitigung von Trümmern – setzt neue Maßstäbe. Zukunftsweisende Konzepte zur orbitalen Nachbetankung und die Nutzung additiver Fertigungsverfahren zur Herstellung wiederverwendbarer Raumtransportsysteme machen die Raumfahrt nicht nur kostengünstiger, sondern auch nachhaltiger.
"Ich habe mich für Braunschweig entschieden, weil ich gerne lerne. Ich lehre gerne, damit mein Wissen weitergegeben wird und mit diesem Wissen vielleicht etwas Neues entsteht. In Unternehmen lautet die Antwort oft: Das haben wir schon immer so gemacht, und diese Antwort hat mir nicht gefallen. Ich wollte sie ändern.“
Die unendlichen Weiten des Weltraums sind nicht nur ihr Spielfeld, sondern ein Raum, den es zu schützen gilt. Das wachsende Problem des Weltraumschrottes beschäftigt sie und ihr Team. In interdisziplinären Projekten entwickeln sie Modelle, um kollisionsfreies Manövrieren zu ermöglichen. Aber ihre Forschung geht noch darüber hinaus und beschäftigt sich mit der Frage, wie können Trümmerteile aus dem All auch entfernt werden. Dafür entwickelt sie mit ihrem Team KI-basierte Verfahren, die Weltraumschrott erkennen und dann spezielle Andockverfahren an Raumfahrzeugen steuern können. Mit ihrem unermüdlichen Forscherdrang und ihrer Leidenschaft für technische Innovationen bringt Professorin Silvestri die Raumfahrt einen entscheidenden Schritt voran. Studierende und Forschende an der TU Braunschweig profitierten von ihrer Expertise und gestalten gemeinsam mit ihr die Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Raumfahrt mit.