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Juniorprofessorin Jana Raupbach sorgt mit ihrer Forschung für Klarheit auf dem Teller. Fragen über die Folgen des Verzehrs verarbeiteter Lebensmittel für die menschliche Gesundheit begegnet sie mit analytischen Methoden und schafft so belastbare Evidenz. An der Technischen Universität Braunschweig verbindet sie die über hundertjährige Tradition in der Lebensmittelchemie mit der Ernährung der Zukunft.
"Als ich hier angefangen habe, habe ich die Möglichkeit bekommen, in sehr moderne Labore einzuziehen. Das war natürlich eine tolle Chance. Es gibt hier Fördermittel, Förderinstrumente, um genau diese eigenen Ideen eben auch umzusetzen und eine aktive Rolle einzunehmen.“
Professorin Jana Raupbach forscht mit großer Leidenschaft an den chemischen Reaktionen, die während der Verarbeitung von Lebensmitteln ablaufen. Proteine sind ihr Spezialgebiet. Sie untersucht wie Hitze, Druck oder Enzyme die Struktur dieser Makromoleküle verändern, und welche Folgen das für die menschliche Gesundheit hat. Das ist besonders spannend, da verarbeitete Lebensmittel häufig in der Kritik stehen, an der Entstehung von chronischen Erkrankungen beteiligt zu sein. Leider sind aber die Daten dazu, wie bestimmte Nahrungsbestandteile aufgenommen werden und wirken, bisher eher begrenzt. Genau hier setzt Jana Raupbach mit ihrer Forschung an. Sie schafft mit wissenschaftlichen Verfahren und Studien belastbare Beweise, um die gesundheitliche Wirkung verarbeiteter Lebensmittel und deren Inhaltsstoffe in Zukunft besser einschätzen zu können.
"An der Lebensmittelchemie im Allgemeinen finde ich so spannend, dass es einfach ein Thema ist, was uns alle täglich betrifft. Wir treffen mehrere hundert Entscheidungen jeden Tag, wenn es um unsere Nahrung oder Nahrungsaufnahme geht. Ganz spannendes Feld, hier Aufklärung zu leisten."
Ein spezieller Schwerpunkt ihrer Forschung ist der „Reaktionsort Darm“ als aktiver Schauplatz biochemischer Vorgänge. Jana Raupbach forscht nicht nur darüber, welche Veränderungen Proteine und Zuckermoleküle bereits vor der Verdauung durchlaufen, sondern auch, welche Stoffwechselprodukte im Magen-Darm-Trakt entstehen. Vegane Milch- und Fleischalternativen sind für sie dabei besonders faszinierend. Sie haben eine besondere Proteinstruktur, die sie für die Lebensmittelchemikerin zu einer spannende Modellgruppe machen. Jana Raupbach will rausfinden, wie sich verschiedene Verarbeitungsschritte von pflanzlichen Alternativprodukten auf die Verdauung auswirken und welche Rolle ihre Zutaten dabei spielen.
Die Verbindung von Chemie, Ernährungswissenschaft und Medizin macht ihre Forschung besonders vielfältig und zukunftsweisend. An der TU Braunschweig eröffnet Professorin Jana Raupbach jungen Wissenschaftler*innen und Studierenden durch ihre mitreißende Forschung und Lehre neue Perspektiven und Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung. Langeweile kommt für die engagierte Wissenschaftlerin dabei nicht infrage – denn eines ist sicher: Die spannende Welt der Lebensmittelchemie wird ihr noch viele neue Fragen und Antworten bieten.