Mobilität

Klimaschutzprojekt

„Ausbau der Radabstellanlagen für eine Nachhaltige Mobilität an der TU“

Aufs Rad und los. Ankommen und dann das Fahrrad möglichst in der Nähe der Lehrveranstaltung oder des Büros abstellen. In weniger als 30 Minuten ist die Technische Universität Braunschweig von allen Stadtteilen aus erreichbar. Damit Fahrradfahren noch attraktiver wird und noch mehr Studierende und Beschäftigte aufs Fahrrad umsteigen, baut die Carolo-Wilhelmina ihre Radabstellanlagen aus. Dies ist ein erster Schritt zur Förderung der Nachhaltigen Mobilität an der TU. (Auszug Pressemitteilung: „Gas geben für den Radverkehr“, Regina Eckhoff)

Tatsächlich hat sich die TU Braunschweig in den vergangenen Monaten intensiv mit der verkehrlichen Situation an ihren Standorten auseinandergesetzt und arbeitet, darauf aufbauend, an einem Mobilitätskonzept. In Fokus dieses Konzeptes stehen Maßnahmen zur Förderung der emissionsarmen Mobilität und der Stärkung des Umweltverbundes. Mit mehr als 20 000 Studierenden und 3700 Beschäftigten hat die Universität einen nicht unerheblichen Anteil am Verkehrskommen in der Region Braunschweig.

Eine wesentliche Komponente ist die Förderung des nichtmotorisierten Verkehrs. In der Arbeitsgruppe „Alles ums Fahrrad“ werden seit einigen Monaten verschiedene Maßnahmen diskutiert. Dabei hat sich herausgestellt, dass u.a. ansprechende, funktionale und vor allem in einem ausreichenden Maß vorhandene Radabstellanlagen von großer Bedeutung für die Förderung der Fahrradnutzung sind. Des Weiteren lassen sich mit der Ausweitung und Modernisierung von Abstellanlagen schnell Verbesserungen und „Imagegewinne“ erzielen. Aus diesem Grund lag der Fokus des GB 3 zunächst auf der Erarbeitung eines Ausbau- und Modernisierungsplans für Radabstellanlagen an allen Campusbereichen.

Während viele Initiativen derzeit noch in der Bearbeitung sind (so zum Beispiel die Einführung eines Bike-Sharing Systems und der Ausbau des Radwegenetzes) ist die Fahrradinfrastrukturplanung abgeschlossen und kommt jetzt in seiner ersten Ausbaustufe zur Umsetzung. Insgesamt sind 3 Stufen vorgesehen, die bis 2025 realisiert werden sollen.

Maßnahmen in der ersten Stufe umfassen Campusbereiche, die dauerhaft eine sehr hohe Auslastung aufweisen. Ebenfalls werden solche Bereiche berücksichtigt, an denen keine, oder nur sehr veraltete Infrastruktur vorhanden ist, welche dringend Modernisierung benötigt. Auch erneuern wir Wetterschutzvorrichtungen am Grotrian und am Campus Nordost (Mensa 2).

In den weiteren zwei Ausbaustufen wollen wir dann die Infrastruktur in Bereichen verbessern, die nur temporär hoch ausgelastet sind sowie in Bereichen, an denen die Infrastruktur derzeit zwar alt aber noch nutzbar ist. Auch werden wir uns auch auf den weiteren Ausbau von Wetterschutzeinrichtungen konzentrieren. Optimierungen sind in der letzten Ausbaustufe vorgesehen, so z.B. die Verbesserung der Zuwege, Verbesserung der Beleuchtung und optische Verschönerungen in einigen Bereichen, so dass wir am Ende auf moderne, funktionale und optisch ansprechende Fahrradabstellanlagen an unseren Campussen blicken können.

In der ersten Stufe werden bereits rund 890 neue Radabstellplätze gebaut sowie 3 Wetterschutzeinrichtungen für insgesamt 200 Fahrräder. Das Investitionsvolumen beträgt 560 000 €. Über die Klimaschutzinitiative: Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld – Kommunalrichtlinie fördert das Umweltministerium 40 % unserer Gesamtaufwendungen. Das ist eine große Hilfe für die Umsetzung.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative  initiiert und fördert das Bundesministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzprojekten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Maßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.

Der Bau der ersten Anlagen ist Ende Oktober zu erwarten. Alle weiteren folgen sukzessiv. Im Frühjahr 2021 soll dann die Umsetzung des ersten Maßnahmenpakets abgeschlossen sein und hoffentlich schon eine deutliche Verbesserung der Abstellmöglichkeiten mit sich bringen. 

Das zweite Maßnahmenpaket ist derzeit in Bearbeitung. Wir hoffen, dass wir die Finanzierung der weiteren Maßnahmen bis zum Frühjahr des nächsten Jahres sichergestellt haben und damit unseren aktiven Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen weiter ausbauen können.

Für Detailinformationen und Anregungen kontaktieren Sie uns gern unter:

Doris Gambe
d.gambe(at)tu-braunschweig.de

PTJ
Bildnachweis: BMU/PTJ

Gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative, Förderkennzeichen 03K13136, April 2020 bis März 2022