Energiewende

Die internationalen Klimaziele bis 2050 verlangen eine weitgehende Decarbonisierung aller Sektoren und die Umstellung auf Erneuerbare Energien. Dies ist nur durch weitgehende Elektrifizierung der Sektoren Wärme und Mobilität (Sektorenkopplung) und durch effiziente Energieübertragungs- und Energiewandlungssysteme zu realisieren [1], die als Gesamtsystem betrachtet und weiterentwickelt werden müssen. Die Energie- und Mobilitätswende wird damit auch in den kommenden Dekaden national und weltweit massiven Einfluss auf Aktivitäten in Wissenschaft und Industrie haben. In Deutschland ist eine Industrielandschaft vorhanden, die die Bereiche Energietechnik und Energiewandlung seit Jahren weltweit führend aktiv mitgestaltet. Damit ergänzen sich Grundlagenforschung und anwendungsnahe Forschungsprojekte komplementär und bieten Anknüpfungspunkte für viele Akteure in Forschung und Wirtschaft. So kommen in diesem Zusammenhang auch Komponenten (DC-Netze, Bordnetze, Ladeinfrastruktur) und Speichern sowie leistungselektronischen und regelungstechnischen Lösungen zur Anbindung an stationäre und mobile Netze eine besondere Bedeutung zu. Realisierbarkeit der Lösungen beinhaltet dabei auch immer Gewährleistung einer definierten Langlebigkeit und Zuverlässigkeit der (elektronischen bzw. leistungselektronischen) Komponenten sowie Fragestellungen zur Qualität der Energieversorgung. Mit der Energiewende verknüpft ist die Elektrifizierung von Fahrzeugen. Lösungen für hocheffiziente und kompakte elektrische Fahrzeugantriebe sowie Ladegeräte (on- und off-Bord) und eine sinnvolle Ladeinfrastruktur sind unter Berücksichtigung der Systemanforderungen zu erforschen.

Beteiligte Institute

Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen

  • Prof. Dr.-Ing. Michael Kurrat
  • Prof. Dr.-Ing. Bernd Engel

Institut für Elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen

  • Prof. Dr.-Ing. Markus Henke
  • Prof. Dr.-Ing. Regine Mallwitz