Internationaler „Mud y Máquina“ Demonstrator des TRR-277 (AMC)

Virginia San Frantello aus den USA und Diana Zavaleta (ITE/TUBS) mit ihrem Demonstrator „Mud y Máquina“ auf der DCS (v.r.n.l.)

Vom 15. bis 19. Juni 2026 fand auf der Digital Construction Site (DCS) in Braunschweig ein Mercator Fellow-Workshop des Sonderforschungsbereichs (SFB) TRR-227 Additive Manufacturing in Construction (AMC) statt.

Über das Mercator Fellow-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) werden in SFBs wie dem AMC internationale Wissenschaftler aus der ganzen Welt eingeladen, zusätzliche Kompetenz in das Projekt einzubringen sowie die Sichtbarkeit der Forschung zu erhöhen. Die Mercator Fellow Virginia San Fratello ist eine amerikanische Designerin, Architektin und Professorin, die für ihre interdisziplinäre Arbeit an der Schnittstelle von Architektur, Materialforschung und digitalen Fertigungstechnologien bekannt ist. Sie ist Mitgründerin von Emerging Objects, einem Studio, das mit 3D-Druck und innovativen Baumaterialien experimentiert, und lehrt als Professorin am San José State University College of Humanities and the Arts. In ihrer Arbeit verbindet sie Gestaltung, Technologie und Nachhaltigkeit mit einem starken Fokus auf experimentelle Produktionsmethoden.

Unter der Leitung von Frau San Frantello wurde ein Demonstrator im robotischen Lehmbau entwickelt. Mehrere AMC-Teams sowie beteiligte Wissenschaftler arbeiteten dabei zunächst getrennt an ihren Themen – darunter Robotertechnik und SteuerungLehm aufsprühenFaser-Wickelverfahren zur Verstärkung sowie Kameratechnik zur genauen Positionsbestimmung („Tracking“). Ab Donnerstag wurde der entwickelte Demonstrator „Mud y Máquina“ gemeinsam errichtet, um die Ergebnisse der Vorarbeiten auch praktisch zu zeigen. Im Mittelpunkt stand dabei der digital geplante Herstellungsablauf, der traditionelle Flechtwerk-und-Lehm-Bauweise mit gewebten Trägerstrukturen, dem Auftragen von erdhaltigem Material und mobilen Robotern verbindet.

Ein zweiter Workshop mit einem größeren Demonstrator, konzipiert als räumliche Skulptur, ist für Oktober geplant.