Das Science and Art Lab ist zu Gast im temporären Architekturpavillon auf der Burgplatz. Wir laden zu einem vielseitigen Programm ein. Kommt vorbei!
9:30 – 12 Uh
Zusammen mit Schüler*innen aus Braunschweiger Grundschulen entwickelt die Bildhauerin Louise Ward Morris „Electric Drawings“ (elektrische Zeichnungen). Im Workshop werden Zeichnungen und Objekte entstehen, die mit LEDs beleuchtet sind und Kinder dazu anregen, auf kreative und spielerische Weise mehr über elektronische Schaltungen und Bauteile zu lernen.
In Kooperation mit Kinderhaus Brunsviga und Nachmittagsbetreuung KoGS Klint
15 – 17 Uhr
Quantista! Ein Spielenachmittag zur Quantenphysik.
QUANTista verbindet aktuelle Forschungsthemen mit spielerischem Lernen. Anstatt abstrakte Konzepte nur zu erklären, macht das Spiel Quantenwissenschaften erlebbar: durch strategische Entscheidungen, Teamfähigkeit und den Wettstreit um technologische Durchbrüche. So entsteht ein innovativer Zugang zu einem komplexen Thema, der Neugier weckt, zum Mitdenken anregt und Wissen ganz nebenbei vermittelt.
18 – 19:30 Uhr
Duett 7: Stefanie Kroker und Louise Ward Morris
Im Duett stellen ein*e Künstler*in und ein*e Wissenschaftler*in vor, woran sie aktuell arbeiten. Auch wenn manche Themen weit voneinander entfernt liegen, freuen wir uns darauf, Gemeinsamkeiten und Verbindungen in den Blick zu nehmen.
Prof. Dr. Stefanie Kroker lehrt am Institut für Halbleitertechnik der TU Braunschweig. Sie ist Sprecherin des Exzellenzclusters QuantumFrontiers und forscht zu Technologien, die Lichtteilchen (Photonen) anstelle von elektrischen Ladungen (Elektronen) nutzen, um Informationen zu erzeugen, zu übertragen, zu verarbeiten oder zu speichern. Solche sog. „photonischen Systeme“ gelten als die optische Variante der klassischen Elektronik und ermöglichen eine deutlich höhere Geschwindigkeit sowie Energieeffizienz.
Louise Ward Morris ist eine britische Bildhauerin, die in Barcelona und London lebt und sich selbst als Medienarchäologin beschreibt. In ihrer künstlerischen Praxis verbindet sie vielfältige Interessen in den Bereichen Technologie, Architektur, Psychologie und Wissenschaft, um Skulpturen zu schaffen, die die Grenzen unserer Wahrnehmung durch Technologie ausloten. Durch die Zerlegung der Hardware verdeutlicht Louise Ward Morris die physische Dimension der digitalen Technologie und deckt deren ökologische und soziale Auswirkungen auf, wie beispielsweise Elektroschrott, um eine öffentliche Debatte über Nachhaltigkeit anzuregen. Seit Mai ist Louise Ward Morris Artist-in-Residence am Science and Art Lab der TU Braunschweig.
Als Artist in Residence des Science and Art Lab bietet die britisch-spanische Bildhauerin Louise Ward Morris anlässlich des U:FF einen „Screen Sculpture Workshop“ an. Mittels Skulptur und Collage, nähern wir uns dem Thema Elektroschrott. Gemeinsam zerlegen wir Monitore, um sie in transparente Bildschirm-Skulpturen zu verwandeln. Gleichzeitig erfahren wir mehr über die alltägliche Technik, die wir eigentlich ganz einfach reparieren könnten.
Montag, 20. April 2026, 19 Uhr Universum Filmtheater Braunschweig
Das Science and Art Lab lädt gemeinsam mit dem Universum Filmtheater zu einem besonderen Filmabend ein. Der Oscar-nominierte Regisseur Christian Frei beschreibt in seinem Dokumentarfilm Blame (CH, 2025) aus Sicht von drei Forschenden, was es bedeutet, im Zentrum einer globalen Debatte zu stehen. Was passiert, wenn wissenschaftliche Evidenz und komplexe Sachverhalte auf eine von Spekulationen, Verschwörungstheorien und Desinformationen geprägte mediale Landschaft prallen?
In einer anschließenden Podiumsdiskussion ordnen die Virologin Prof. Dr. Melanie Brinkmann (TU Braunschweig / Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung – HZI) und die Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Monika Taddicken (TU Braunschweig) das Gesehene ein – sowohl vor dem Hintergrund ihrer Forschungstätigkeiten als auch eigener Erfahrungen im Umgang mit Desinformation.
Als Forscherin und damalige stellvertretende Vorsitzende des Corona-Expertenrats der Bundesregierung kennt Melanie Brinkmann die verschiedenen Perspektiven der Pandemie-Wahrnehmung und damit verbundenen Darstellung in den (sozialen) Medien, die wiederum Untersuchungsgegenstand für Monika Taddicken sind, die sich mit der Aufarbeitung der medialen Auswirkungen der Covid-19-Zeit befasst. Moderiert wird das Gespräch vom Leiter des Forschungsservice der TU Braunschweig, Andreas Hebbelmann.
Als erste Veranstaltung im neu eingerichteten Raum des Science and Art Lab liest am 27. November der Autor Ulrich Woelk aus seinen beiden Romanen „Schrödingers Schlafzimmer“ und „Freigang“.
Ulrich Woelk studierte in den 1980er-Jahren Physik und Philosophie an der Universität Tübingen, promovierte an der TU Berlin über Weiße Zwerge in engen Doppelsternsystemen und entschied sich in den 1990er-Jahren für die Literatur. Seither ist er als freier Autor tätig, wobei sein naturwissenschaftlicher Hintergrund in allen Texten präsent bleibt.
In „Schrödingers Schlafzimmer“ (2007) zieht ein Enkel des Quantenphysikers Erwin Schrödinger in die Nachbarschaft einer Familie und verändert deren Leben mit seiner Zauberwerkstatt. Ulrich Woelk präsentiert in seinem Roman eine literarische Studie über die Gesetze der Naturwissenschaften, die Psychologie und Schrödingers Zimmer, in dem eine Katze zugleich tot und lebendig sein kann.
„Freigang“ ist Ulrich Woelks 1990 erschienener Debütroman, in dem er den jungen Physiker Frank Zweig porträtiert. Es geht um das Hin- und Hergerissen-Sein zwischen Rationalität und Emotionalität, um die Bemühung der Ernüchterung eines naturwissenschaftlich geschulten Menschen, gegenüber seiner eigenen – auch leidenschaftlichen, gefühlsbetonten – Natur. Neben dieser vielschichtigen Darstellung der Hauptfigur gerät immer wieder der universitäre Alltag im Bereich der Naturwissenschaften in den Blick. Die Beschreibungen könnten für manche TU-Alumni ein Abgleich mit den eigenen Erinnerungen sein, für andere eine Perspektive auf eine ihnen unbekannte Zeit eröffnen.
Im Anschluss an die Lesung wird Susann Schwaß, Lehrbeauftragte am Institut für Germanistik, Abteilung Neuere deutsche Literatur der TU Braunschweig, mit Ulrich Woelk ein Gespräch führen.
Mit dieser Veranstaltung lädt das Science and Art Lab in den neuen Raum im Altgebäude ein und beschließt gleichzeitig das Quantenjahr 2025.
Die Lesung wird vom Science and Art Lab der TU Braunschweig in Kooperation mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft organisiert, mit großzügiger finanzieller Unterstützung der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung.
Grußwort Dr. Thorsten Kornblum, Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig
Begrüßung Prof. Dr. Angela Ittel, Vorstandsvorsitzende der ForschungRegion Braunschweig und Präsidentin der TU Braunschweig
Thematische Einführung Dr. Jule Hillgärtner und Henrike Wenzel, Leiterinnen Science and Art Lab Intro zur Arbeit des Science and Art Lab und Vorschau auf das Programm
In Kooperation mit der Buchhandlung Bücherwurm im Magniviertel wollen wir mit Kindern von 4 bis 8 Jahren gemeinsam Bilderbücher betrachten und lesen. Im Mittelpunkt stehen Geschichten von Erfinder*innen, klugen Köpfen, ideenreichen Forscher*innen und Visionen aus Wissenschaft und Kunst.
Der Künstler Malte Taffner beschäftigt sich mit Prozessen und Infrastrukturen, die das Nebeneinander- und Zusammenleben und den Austausch von Pflanzen, Tieren, Menschen und Maschinen ermöglichen. Seine Installationen kreisen um die Möglichkeit dieser Koexistenzen, zum Beispiel wenn er lebende Architekturen aus Pflanzen und Pilzstrukturen entwirft.
Der Chemiker und Mykologe Dr. Henrik-Alexander Christ forscht am Fraunhofer Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI) an biobasierten Klebstoffen für zukunftsfähige Materialien. Sein Hauptfokus liegt auf der Verwendung von Pilzmyzel als biologisches Bindemittel für Dämm-, Bau-, und Werkstoffe.
Das Interesse am interdisziplinären Arbeiten führte bereits zu einem gemeinsamen Projekt von Malte Taffner und Henrik Christ, über das sie im Rahmen ihres Duetts sprechen.
Die Künstlerin Elisa Storelli beschäftigt sich mit Zeit und beschreibt ihre Auseinandersetzung damit als „Chronomorphologie“. Mit Strategien der künstlerischen Forschung nähert sie sich dem Phänomen der Zeit aus verschiedenen Perspektiven: Wie prägt sie Sprachen und Kulturen? Welche Spuren hinterlässt die Zeit in Alltagsobjekten, in unserer Erinnerung und wie beeinflusst sie unsere Gewohnheiten?
In einem kurzen Vortrag stellt Elisa Storelli ihre künstlerische Forschung vor und lädt uns ein, auch unsere Perspektive auf Zeit gründlich zu erweitern.
Die Künstlerin Sofia Duchovny (geboren in Moskau, lebt in Berlin) beschäftigt sich mit Fragen von privat und öffentlich und damit verbunden mit dem Zusammenspiel von Sichtbarem und Unsichtbarem. In ihren installativen, filmischen oder auch fotografischen Arbeiten fordert sie unseren klaren Blick heraus und verstellt ihn im selben Moment. Im Rahmen ihres BS-Projects-Stipendiums arbeitete Sofia Duchovny mit der Neuradia-Röntgen-Abteilung der Notaufnahme des Städtischen Krankenhauses Wolfenbüttel zusammen, um eine Fotografie zu entwickeln, die unterschiedlichste Materialien auf ihre Dichte und damit auf deren Sichtbarkeit im Licht-Bild hin untersucht.
In einem kurzen Vortrag stellt Sofia Duchovny ihre künstlerische Forschung vor und tauscht sich über Fragen zur Kunst, zum Forschen, zu Materialien und Methoden mit dem Publikum aus.
Im Duett stellen ein*e Künstler*in und ein*e Wissenschaftler*in vor, woran sie aktuell arbeiten.
Jan Neukirchen ist Künstler und Informatiker und an der Architekturfakultät der Leibniz Uni Hannover in der Abteilung Kunst und Gestaltung beschäftigt. Aus Datensammlungen und Algorithmen entwickelt er Regelkreise, die ihre fragile Form und räumliche Präsenz auch in Schall und Licht finden.
Die Architektin, Diplom-Betriebswirtin und Schreinerin Hanna Noller ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zukunftslabor.Klima Open Planning Cultures an der TU Braunschweig. Zudem engagiert sie sich als Mitbegründerin des gemeinnützigen Vereins Stadtlücken. In ihrer Dissertation erforscht sie die Potenziale öffentlicher Planungsplattformen als Infrastrukturen für nachhaltige Partizipation in der Stadtentwicklung.
In Kooperation mit der Buchhandlung Bücherwurm im Magniviertel wollen wir mit Kindern von 4 bis 8 Jahren gemeinsam Bilderbücher betrachten und lesen. Im Mittelpunkt stehen Geschichten von Erfinder*innen, klugen Köpfen, ideenreichen Forscher*innen und Visionen aus Wissenschaft und Kunst.
Die Artist Residency ist ein Herzstück unseres Science and Art Lab! Die Künstlerin Mareike Bernien und die Physikerin Prof. Dr. Tanja Mehlstäubler sprechen im Science and Art Lab über ihre Art zu Forschen und denken über Gemeinsamkeiten und Unterschiede nach.
Mareike Bernien ist Künstlerin und Filmemacherin und arbeitet seit September 2024 zusammen mit den Forschenden des Exzellenzclusters QuantumFrontiers der TU Braunschweig, das sich mit der Messung von Quanten beschäftigt. Sie arbeitet u.a. über (Un)Sichtbarkeit in der Quantenforschung.
Prof. Dr. Tanja Mehlstäubler ist Physikerin und Quantenforscherin am QUEST - Institute for Experimental Quantum Metrology der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) & Leibniz Universität Hannover. Sie gehört zu den international führenden Forschenden im Bereich der Präzisions-Laserspektroskopie und Ionenfallen für Atomuhren und Quantencomputer.
Bei diesem Format treffen Spaß an der Bewegung und Spaß an der Physik aufeinander. Wie bewegen sich eigentlich die kleinsten Teilchen der Materie? Was sind sogenannte Lichtquanten? Und wie bringen diese eine LED zum Leuchten?
Nach einem kindgerechten Input aus der Physikdidaktik der TU Braunschweig können die Kinder eigenständig kleine LED-Leuchten herstellen. Ausgestattet mit diesen kleinen Lichtern nähern sie sich dem Thema anschließend im abgedunkelten Raum unter Begleitung eines*r Tanzkünstlers*in der benachbarten TANZKOOP durch Bewegungen zur Musik.
In Kooperation mit der Buchhandlung Bücherwurm im Magniviertel wollen wir mit Kindern von 4 bis 8 Jahren gemeinsam Bilderbücher betrachten und lesen. Im Mittelpunkt stehen Geschichten von Erfinder*innen, klugen Köpfen, ideenreichen Forscher*innen und Visionen aus Wissenschaft und Kunst.
Prof. Folke Köbberling, Institut für Architekturbezogene Kunst der TU Braunschweig, zeigt anhand ihres neuen Buches "Wollbau" neue Verarbeitungsmöglichkeiten mit dem nachwachsenden Rohstoff Rohwolle.
Die Künstlerin, Filmemacherin und Autorin Hito Steyerl (*1966) gehört aktuell zu den zentralen Positionen, wenn es um Fragen zu Bildpolitiken, den Potenzialen von Digitalität und dem kritischen Reflektieren darüber geht. Das Science and Art Lab freut sich in einer raumgreifenden Installation zwei Videoarbeiten von Hito Steyerl zu zeigen: ExtraSpaceCraft (2016) und The Tower (2015) sind filmische Essays, die (fast) zehn Jahre nach ihrem Entstehen in Teilen wie kühne Vorhersagen dessen erscheinen, was unsere Realität geworden ist.
Prof. Dr. Jan Röhnert, Institut für Germanistik (Abt. Neuere deutsche Literatur) der TU Braunschweig, spricht über den Pop-Poeten Rolf Dieter Brinkmann (1940–1975), in dessen Lyrik das Thema „Fliegen“ immer wieder eine zentrale Rolle spielte. Im April 2025 wäre der Schriftsteller 85 Jahre alt geworden. Gleichzeitig jährt sich sein Todestag zum 50. Mal.
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.
Live Podcast-Aufzeichnung: Mehr als Herd und Hof – Wie leben Landwirtinnen heute?
Wissenschaftlerin Dr. Zazie von Davier vom Thünen-Institut und Fotografin Anna Tiessen diskutieren gemeinsam mit dem Publikum, was Frauen aus landwirtschaftlichen Betrieben herausfordert und stärkt.
In Kooperation mit der Buchhandlung Bücherwurm im Magniviertel wollen wir mit Kindern von 4 bis 8 Jahren gemeinsam Bilderbücher betrachten und lesen. Im Mittelpunkt stehen Geschichten von Erfinder*innen, klugen Köpfen, ideenreichen Forscher*innen und Visionen aus Wissenschaft und Kunst.
Mareike Bernien gibt Einblick in ihre Arbeit am Exzellenzcluster QuantumFrontiers, berichtet über Ihre Erfahrungen und den Austausch mit den Forschenden. Erstmals präsentiert sie Auszüge aus ihrem Essay-Film und lädt uns ein, ihrem Blick in die Institute, die Labore und das Denken der Quantenforschung zu folgen. Im Gespräch mit dem Publikum teilt sie ihre Erfahrungen als erste Artist in Residency der TU Braunschweig.
Die Künstlerin Mareike Bernien und der Quantenforscher Prof. Dr. Andreas Waag tauschen sich über ihre Arbeit in Wissenschaft und Kunst aus. Was verbindet beide Felder? Wie kann es zu einem Austausch kommen und zur wechselseitigen Inspiration?
Mareike Bernien wurde vom Science and Art Lab als erste Residency-Künstlerin der TU Braunschweig eingeladen. Seit September 2024 arbeitet sie mit den Forschenden des Exzellenzclusters QuantumFrontiers und reflektiert in einem Filmprojekt über die (Un-)Sichtbarkeit in der Quantenforschung. Mareike Bernien hat an zahlreichen Kunstinstitutionen an der Schnittstelle von Theorie und Praxis unterrichtet und lehrt aktuell im Fachbereich Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seit 2018 ist sie Mitglied der Produktionsplattform pong film.
Prof. Dr. Andreas Waag ist Leiter des Instituts für Halbleitertechnologie. Er ist TU Braunschweig-Sprecher des Exzellenzclusters QuantumFrontiers sowie Vorstandssprecher des Laboratory for Emerging Nanometrology LENA der TU Braunschweig. Andreas Waag ist Mitglied des Sprecherrats des Quantum Valley Niedersachsen (QVLS), der gemeinsamen Initiative von Quantentech-Gruppen aus der Region Hannover-Braunschweig, die sich auf das Ionenfallen-Quantencomputing und andere relevante Basistechnologien konzentrieren.
Sabine Langer und Yeongbin Lee stellen ihre Wissensfelder vor und die unterschiedlichen Arbeitsweisen, die ihre Projekte kennzeichnen. So verschieden sie sein mögen, begegnen sie sich beide auf dem Feld der Akustik.
Prof. Dr.-Ing. Sabine C. Langer forscht und lehrt an der TU Braunschweig in den Bereichen Akustik, Modellierung und Innovationsfähigkeit. Als Sprecherin des Transregios 364 SynTrac koordiniert sie einen standort-übrgreifenden Sonderforschungsbereich zu Synergien hochintegrierter Verkehrsflugzeuge. Sie ist Leiterin des Instituts für Akustik und Dynamik in der Fakultät für Maschinenbau der TU Braunschweig.
Yeongbin Lee ist Künstlerin Geräuschesammlerin und Komponistin. Sie erforscht hörbare Bewegungen und arbeitet an der Visualisierung von Klängen. Lee selbst hat weder gelernt, Noten zu lesen, noch ein Instrument zu spielen. Aber wenn sie hörbare Bewegungen zeichnet, stellt sie sich Musik vor. Im Rahmen ihres Dorothea Erxleben-Stipendiums lehrt sie an der HBK Braunschweig.
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. Eintritt frei.
Quantum Piano ist eine Zusammenarbeit zwischen Forschenden der Quantenelektronik der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt Braunschweig (PTB) und dem experimentellen Komponisten und Klangkünstler Thomas Tichai. In dieser Lecture Performance gibt es neben den wissenschaftlichen Hintergründen der Quantenelektronik von Dr. Lukas Grünhaupt (PTB) und der Live-Aufführung elektronischer experimenteller Kompositionen von Thomas Tichai die Möglichkeit für die Besucher*innen, intensiv mit den Akteuren ins Gespräch zu kommen und selbst den Prototyp eines digital emulierten Quantenklaviers auszuprobieren.
Wer eine Revolution plant, sollte gut vorbereitet sein. Und manchmal ist es dazu nötig, alle Details bis zur letzten Nachkommastelle genau festzulegen. Eben dies haben die Wissenschaftler des Messens, die Metrologen, getan, bevor sie dem Internationalen Einheitensystem (Système international d'unités, kurz: SI) eine völlig neue Grundlage geben konnten. Vorbei nun die Zeiten, in denen etwa ein Metallzylinder mit all seinen Unzulänglichkeiten der Welt sagte, was ein Kilogramm sein soll. An die Stelle dieser „Verkörperung“ und anderer idealisierter Vorschriften sind nun Naturkonstanten wie die Lichtgeschwindigkeit, die Planckkonstante und die Boltzmannkonstante getreten. Diese Konstanten tauchen in den fundamentalen Gleichungen der Physik auf und bestimmen somit das „Regelwerk“ der Natur. Nachdem metrologische Institute auf der ganzen Welt in extrem aufwendigen Experimenten die Werte der wichtigsten Naturkonstanten möglichst exakt gemessen haben, wurden deren Werte nun ein für alle Mal festgelegt und bilden jetzt das Fundament allen Messens. Und für die Geschichtsbücher: Diese (friedliche) Revolution fand am 20. Mai 2019 statt. Ihre Auswirkungen könnten Bestand haben für alle Zeiten.
Jens Simon studierte Theoretische Physik und Germanistik, arbeitete als Physiker und schreibender Wissenschaftsjournalist und leitet heute die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB).
In Kooperation mit der Buchhandlung Bücherwurm im Magniviertel wollen wir mit Kindern von 4 bis 8 Jahren gemeinsam Bilderbücher betrachten und lesen. Im Mittelpunkt stehen Geschichten von Erfinder*innen, klugen Köpfen, ideenreichen Forscher*innen und Visionen aus Wissenschaft und Kunst.
Bei Fly High² dreht sich alles ums Fliegen – Kurzfilme und Kurzvorträge im Science Slam-Format im Wechsel nähern sich dem Thema aus unterschiedlichsten Perspektiven: Von historischem Filmmaterial der ersten Flugversuche über Forschung zu Libellenflug und Flugzeugakustik hin zu zeitgenössischen Videoarbeiten und Wissensmanagement in Luft- und Raumfahrt. Ohne Wettkampf, dafür mit Gelegenheit zum Austausch über Disziplinengrenzen hinweg!
Fly High² ist eine gemeinsame Veranstaltung des Science and Art Lab und des Exzellenzcluster SE²A – Sustainable and Energy-Efficient Aviation in Kooperation mit dem Braunschweig International Film Festival. Vielen Dank – auch an das Niedersächsische Forschungszentrum für Luftfahrt NFL.
Mit Vorträgen von: Yannik Hüpel | Doktorand im Exzellenzcluster SE²A, TU Braunschweig Richard von Soldenhoff | Doktorand im Exzellenzcluster SE²A, Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik, DLR Tim Wittenborg | Doktorand im Exzellenzcluster SE²A, Leibniz Universität Hannover Dr. Dagmar Hilfert-Rüppell und Prof. a.D. Georg Rüppell | Institut für Fachdidaktik der Naturwissenschaften, TU Braunschweig
Mit Filmen von: Jan van IJken, Kirsten Geisler, Leon Golterman, Stanley Kubrick, Aki Nakazawa, Camille Tricaud / Franziska Unger, Wim van der Aar
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. Eintritt frei.
Der Künstler Jonas Monib nimmt den Wandel medialer Systeme und die Vergänglichkeit technologischer Innovationen in den Blick. Dabei kreist seine künstlerische Recherche um die Frage, wie man auf die Vergangenheit eingehen kann, ohne sie dabei zu verklären. Er nimmt – häufig technische – Objekte in den Blick, die man zum Zeitpunkt ihrer Erfindung (und Vermarktung) für zukunftsweisend gehalten hatte. Bis zu dem Augenblick, an dem die Zukunft einen anderen Weg einschlug. „Where Did It All Go Wrong?“ (Noel Gallagher, Oasis, 2006)
Jonas Monib studierte Anglistik und Philosophie an der Eberhard Karls Universität Tübingen, künstlerisches Lehramt und Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart sowie an der Universität Kyūshū in Fukuoka, Japan. 2024 schloss er als Meisterschüler an der HBK Braunschweig ab.
Louisa Schrimpf interessiert sich in ihrer künstlerischen Arbeit für psychische Prozesse. Wie viele Gedanken denkt der Mensch pro Tag? Wie viele davon gleichzeitig? Welche bleiben haften, treiben uns um? Die von der Künstlerin Louisa Schrimpf gefundenen, teils bearbeiteten und kombinierten Objekte und Texte entwerfen eine Art innere Landkarte, die nicht in erster Linie zur Orientierung beiträgt, sondern dazu einlädt, sich erneut zu verlieren. Übergeordnete Themen wie Erinnerung, Schutz und Vergänglichkeit fungieren als Kitt, der sie miteinander verbindet.
Louisa Schrimpf studierte Freie Kunst in der Klasse BILD RAUM OBJEKT GLAS bei Natalie Häusler und Sofia Hultén in Halle a.S. Aktuell studiert sie in der Klasse Fotografie, Medien und Poetik bei Natalie Czech sowie in der Projektklasse von Abbas Akhavan an der HBK in Braunschweig.
Die Künstlerin, Filmemacherin und Autorin Hito Steyerl (*1966) gehört aktuell zu den zentralen Positionen, wenn es um Fragen zu Bildpolitiken, den Potenzialen von Digitalität und dem kritischen Reflektieren darüber geht. In einer raumgreifenden Installation zeigen wir zwei Videoarbeiten von Hito Steyerl: ExtraSpaceCraft (2016) und The Tower (2015) sind filmische Essays, die (fast) zehn Jahre nach ihrem Entstehen in Teilen wie eine kühne Vorhersage dessen erscheinen, was unsere Realität geworden ist.
Öffnungszeiten: Dienstags 9-16 Uhr und nach Vereinbarung unter science-and-art@tu-braunschweig.de
Am 4. Juni findet eine Zukunftswerkstatt zum Thema „Gemeinsam Ideen gegen Einsamkeit entwickeln“ statt. Moderiert wird die Zukunftswerkstatt von Dr. Saskia Frank, Leitung Wissenstransfer im Transferservice. Von 9 bis 12 Uhr werden gemeinsam Ideen entwickelt, die in konkreten studentischen Projekten, die diese gesellschaftlichen Problematik angehen, münden sollen. Die Projekte können über die Sandkasten-Plattform umgesetzt werden. Anmeldung bei c.stascheit(at)tu-braunscheig.de
Yeongbin Lee (aktuelle Dorothea-Erxleben-Stipendiatin und Dozentin der HBK) und Studierende der HBK Braunschweig zeigen im Science and Art Lab sowie an drei weiteren Orten der Braunschweiger Innenstadt eine vielteilige Arbeit, die sich auf unterschiedlichen Ebenen mit dem Automobil auseinandersetzt. Untersuchungsgegenstand ist ein Opel Corsa, der im letzten Sommersemester kollektiv zerlegt und mit allen Sinnen erforscht wurde.
Yeongbin Lee und Folke Köbberling stellen im Duett ihre jeweiligen künstlerischen Auseinandersetzungen und Projekte mit Studierenden rund um das Themenfeld Automobil vor und kommen dazu ins Gespräch.
Yeongbin Lee ist Künstlerin, Geräuschesammlerin und Komponistin und aktuell Dorothea Erxleben-Stipendiatin und Dozentin an der HB Braunschweig. Gemeinsam mit Studierenden zeigt sie im Science and Art Lab sowie an drei weiteren Orten der Braunschweiger Innenstadt eine vielteilige Arbeit, die sich auf unterschiedlichen Ebenen mit dem Automobil auseinandersetzt. Untersuchungsgegenstand ist ein Opel Corsa, der im letzten Sommersemester kollektiv zerlegt und mit allen Sinnen erforscht wurde.
Im Kontext der Ausstellung trifft sie im Duett auf die Künstlerin Folke Köbberling, die in vielen ihrer Arbeiten den motorisierten Individualverkehr und den vorherrschenden Kultstatus des Autos in Frage stellt. In ihrer derzeitigen Arbeit MASH & HEAL verrotten drei in 1:1 nachgebaute SUVs aus biogenen Rohstoffen an drei stark frequentierten und befahrenen Plätzen in München, die gleichzeitig auch Indikator für den öffentlichen Raum sind. Als Professorin und Leiterin des Instituts für Architekturbezogene Kunst der TU Braunschweig hat sie sich im Sommersemester 2017 ebenfalls intensiv mit Studierenden mit dem Thema auseinandergesetzt: Unter dem Titel „Ich bin mein Auto“ wurde ein alter roter Fiesta als Anschauungsobjekt genutzt, um verschiedene Fragen der Gestaltung und Zeichnung von Objekten, Plätzen und Welten zu untersuchen. Der Fiesta wurde dekonstruiert und in Gruppen thematisch untersucht.
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.
Yeongbin Lee (aktuelle Dorothea-Erxleben-Stipendiatin und Dozentin der HBK) und Studierende der HBK Braunschweig zeigen im Science and Art Lab sowie an drei weiteren Orten der Braunschweiger Innenstadt eine vielteilige Arbeit, die sich auf unterschiedlichen Ebenen mit dem Automobil auseinandersetzt. Untersuchungsgegenstand ist ein Opel Corsa, der im letzten Sommersemester kollektiv zerlegt und mit allen Sinnen erforscht wurde.