Institut für Management

Institut für Unternehmensführung und Organisation

Technische Universität Braunschweig
Institut für Management

Institutsleiter:
Prof. Dr. Dietrich von der Oelsnitz

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TU Braunschweig beteiligt sich am europäischen Forschungsprojekt GLOBAL-ACT

Der Lehrstuhl für Business Ethics, Sustainability and Societal Change der Technischen Universität Braunschweig ist Partner im europäischen Forschungsprojekt GLOBAL-ACT (2027–2030) – Integrated global assessment of climate risks and the socio-economic costs of climate inaction under institutional delay and geopolitical fragmentation. Das internationale Forschungsprojekt verfügt über ein Gesamtbudget von rund 4,55 Millionen Euro, davon entfallen rund 200.000 Euro auf die TU Braunschweig.

GLOBAL-ACT untersucht eine der zentralen Fragen der internationalen Klimapolitik: Welche wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kosten entstehen, wenn notwendige Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen verzögert werden – und welche Handlungswege sind unter realen politischen, institutionellen und gesellschaftlichen Bedingungen tatsächlich umsetzbar?

Dazu verbindet das internationale Konsortium hochauflösende Klimarisikoanalysen mit ökonomischer Modellierung, Governance-Forschung und verhaltenswissenschaftlichen Ansätzen. Besonders relevant ist dabei, dass Klimapolitik nicht unter idealen Bedingungen stattfindet: Politische Verzögerungen, begrenzte institutionelle Kapazitäten, gesellschaftliche Akzeptanz und unterschiedliche wirtschaftliche Interessen beeinflussen maßgeblich, welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden können. GLOBAL-ACT berücksichtigt diese Faktoren und zielt darauf, nicht nur theoretisch optimale, sondern realistisch umsetzbare „Feasible Futures“ zu identifizieren.

Die TU Braunschweig bringt insbesondere ihre Expertise zu Governance, institutionellen Rahmenbedingungen, Verhaltensökonomie, Unsicherheit und den sozioökonomischen Kosten klimapolitischen Nicht-Handelns ein. Ein Schwerpunkt liegt darauf, institutionelle Hindernisse – beispielsweise Verzögerungen politischer Entscheidungen, Umsetzungsdefizite oder Akzeptanzprobleme – systematisch zu erfassen und so zu operationalisieren, dass sie in klimaökonomische Modelle integriert werden können.

Der zentrale Output des Projekts wird eine globale, stakeholder-validierte Bewertung der Kosten des Klimawandel-Nichthandelns und möglicher „Feasible Futures“ sein. Damit schafft GLOBAL-ACT eine wissenschaftliche Grundlage, um die Folgen verzögerten Handelns besser sichtbar zu machen und robuste, sozial gerechte und institutionell realisierbare Transformationspfade für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu entwickeln.