Wie lassen sich tiefgreifende Veränderungen der Automobilindustrie wissenschaftlich einordnen und zugleich praxisnah weiterdenken? Dieser Frage gingen die Studierenden im Sommersemester 2026 gemeinsam mit dem Praxispartner Ford und Dipl.-Ing. / MBA Achim Maus nach.
Die Masterveranstaltung „Innovation and Societal Change“ ist erfolgreich abgeschlossen. Nach dem gelungenen Auftakt im April arbeiteten die Studierenden über das Semester hinweg an realen Fallstudien aus dem Unternehmens- und Branchenkontext. Zum Abschluss präsentierten sie ihre Analysen und entwickelten Perspektiven auf strategische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen der Automobilindustrie.
Achim Maus brachte seine langjährige internationale Erfahrung bei Ford Europa ein, insbesondere aus der Fahrzeugentwicklung sowie aus der strategischen Kostenanalyse und dem Design. Seine Einblicke eröffneten einen authentischen Zugang zu einer Branche, die zugleich durch Elektromobilität, neue Wettbewerber, globale Unternehmensstrukturen und geopolitische Veränderungen geprägt ist.
Vier aktuelle Themenfelder im Mittelpunkt
Die studentischen Arbeiten griffen vier unterschiedliche, eng miteinander verbundene Transformationsfragen auf:
- die strategische Positionierung automobiler Volumenhersteller im Elektromobilitätsmarkt,
- Effizienzsteigerungen durch Joint Ventures und Plattformstrategien in der gegenwärtigen Absatzkrise,
- Spannungsfelder zwischen europäischen Tochtergesellschaften und US-amerikanischen Mutterkonzernen unter aktuellen geopolitischen Rahmenbedingungen sowie
- Anwendungsfelder Künstlicher Intelligenz im globalen Personalwesen.
Ein besonderer Bestandteil des Seminars waren die persönlichen Gespräche mit Achim Maus. Sie ermöglichten es den Studierenden, ihre Themen gezielt zu vertiefen, Fragestellungen zu schärfen und theoretische Annahmen an praktischen Erfahrungen zu spiegeln. Der direkte Austausch half dabei, komplexe Zusammenhänge nicht nur abstrakt zu betrachten, sondern auch ihre Bedeutung für Entscheidungen und Strukturen in international tätigen Unternehmen herauszuarbeiten.
Von der Diskussion zur Ergebnispräsentation
In den Abschlusspräsentationen führten die Studierenden ihre wissenschaftlichen Analysen und die Impulse aus der Praxis zusammen. Die Bandbreite der Ergebnisse machte deutlich, dass sich gesellschaftlicher Wandel in der Automobilindustrie nicht auf einzelne Technologien reduzieren lässt. Strategische Positionierung, Kooperationen, Unternehmenskultur, geopolitische Rahmenbedingungen und der verantwortungsvolle Einsatz von Künstlicher Intelligenz müssen vielmehr gemeinsam betrachtet werden.
Rückblickend hat die Veranstaltung gezeigt, wie gewinnbringend die enge Verbindung von Theorie, Forschung und Praxis für die universitäre Lehre ist. Die Studierenden erhielten Raum, eigenständige Perspektiven zu entwickeln, ihre Argumentationen im Austausch zu prüfen und komplexe Transformationsfragen aus mehreren Blickwinkeln zu bearbeiten.
Wir danken Dipl.-Ing. / MBA Achim Maus und Ford für die engagierte Zusammenarbeit, die praxisnahen Impulse und den offenen Austausch. Wir freuen uns darauf, diese Verbindung auch in Zukunft fortzusetzen.