Projektbearbeitung: Dennis Beusen (PSP)
Förderkennzeichen: 03EI6145A
Projektträger: Projektträger Jülich
Förderung: 01.01.2026 - 31.12.2028 (36 Monate), Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)
Partner: Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF), TU Braunschweig; No Canary GmbH; Siemens Energy Global GmbH & Co. KG; Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung; Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (assoziiert)
Projektbeschreibung:
Der sichere Rückbau von stationären Lithium-Ionen-Großspeichern ist eine wachsende Herausforderung. Der Transport noch geladener Batterien birgt hohe Sicherheitsrisiken und unterliegt strengen, teuren Gefahrgutvorschriften. Hier setzt das Projekt LiBaTra an: Batteriemodule sollen bereits am Einsatzort automatisiert tiefentladen (0 Volt) werden. Dies ermöglicht einen gefahrlosen und deutlich günstigeren Weitertransport zum Recyclingbetrieb.
Um die sicherheitstechnische Unbedenklichkeit dieser tiefentladenen Batterien zu validieren, führt die Arbeitsgruppe Batterieverfahrenstechnik (BattVT) gezielte Sicherheitsbeurteilungen durch. In verschiedenen Belastungstests wird das thermische und mechanische Verhalten der Zellen untersucht. Ziel ist der wissenschaftliche Nachweis, dass die tiefentladenen Batterien als "deaktiviert" gelten und gefahrlos transportiert sowie gehandhabt werden können.
Aufbauend darauf fokussiert sich die Arbeitsgruppe Pulver- und Suspensionsprozesse (PSP) auf den anschließenden mechanischen Recyclingprozess. In der Pilotanlage des iPAT werden die Module zerkleinert und in ihre einzelnen Materialbestandteile aufgetrennt. Die PSP untersucht dabei systematisch, wie sich der tiefentladene Zustand auf den Gesamtprozess auswirkt. Das Ziel ist es, die Anlagenparameter so zu optimieren, dass die wertvolle „Schwarzmasse“ (die aktiven Batteriematerialien) in höchstmöglicher Ausbeute und Reinheit für die weitere Verarbeitung zurückgewonnen wird.
Das Vorhaben LiBaTra verknüpft somit logistische und sicherheitstechnische Vorteile mit einer effizienten Wertstoffrückgewinnung. Die gemeinsamen Erkenntnisse von BattVT und PSP bilden die Basis für sichere und wirtschaftliche Recyclingrouten und stärken so nachhaltig die Kreislaufwirtschaft für zukünftige Energiespeicher.