Moin zusammen, in diesem Beitrag möchte ich darüber sprechen, welche Aufgaben ich als Product Owner der Vizcademy übernommen habe und wie ich Schritt für Schritt in diese Rolle hineingewachsen bin.
Ich bin im Mai 2023 bei Vizavy eingestiegen und hatte zunächst zwei Monate Zeit, um alles von meinem Vorgänger zu lernen. Für mich war das eine intensive Phase: Ich musste erst einmal verstehen, wie sich die Aufgaben eines Product Owners von denen eines Scrum Masters unterscheiden, wo die Grenzen liegen und welchen Platz ich in der Unternehmenshierarchie einnehme. Gleichzeitig habe ich Scrum von Grund auf gelernt – nicht nur theoretisch, sondern direkt im praktischen Umfeld. Ausserdem wurde mir ein Mentor zur Seite gestellt, was sich als sehr wertvoll herausgestellt hat.
Im Unternehmen haben wir das Atlassian‑Ökosystem genutzt, vor allem Jira und Confluence. Jira diente uns als Kanban‑Board, über das wir den Status unserer Aufgaben, Abhängigkeiten und Kommentare im Blick behalten konnten. Confluence war unser zentraler Ort für Dokumentation – nicht nur für die Software selbst, sondern auch für interne Prozesse wie unseren Social Contract oder die Erwartungen der Stakeholder.
Mein Team hatte bereits vor meiner Zeit mit Planning Poker gearbeitet, um den Schwierigkeitsgrad von Aufgaben einzuschätzen. In den ersten Wochen habe ich viel Zeit damit verbracht zu verstehen, wo die Grenzen und Herausforderungen meines Teams lagen. Auf dieser Basis habe ich einen Plan entwickelt, wie wir diese Probleme langfristig angehen können.
Als ich die Rolle schließlich vollständig übernommen hatte, bestand mein Alltag aus einer Mischung aus Stakeholder‑Meetings, Board‑Pflege, Sprint‑Planung, enger Kommunikation mit meinem Team und der Abstimmung mit unserer Scrum Masterin. Gemeinsam haben wir Probleme im Prozess identifiziert, Prioritäten gesetzt und die Ziele des Projekts geschärft. Ein größerer Teil meiner Verantwortung war außerdem, die Monetarisierung unseres Produkts komplett neu zu strukturieren – aus meiner Sicht wäre das Produkt ohne diese Anpassung kaum wirtschaftlich tragfähig gewesen.
Gegen Ende meiner Zeit kamen weitere Aufgaben hinzu: die Vorbereitung des Produkt‑Releases, das Setzen eines Meilensteins für den zukünftigen Support der Software und der Besuch von Messen, um unser Produkt vorzustellen.
Neben der Vizcademy war ich außerdem für zwei kleinere Teams verantwortlich. Eines arbeitete an einer internen Softwarelösung, bei der wir klassisches Projektmanagement statt Scrum nutzten. Das andere Team betreute einen Kurs, den wir an Volkshochschulen angeboten haben – eine Art „Schnupper‑Scrum“, bei dem Teilnehmende die Grundlagen des Frameworks kennenlernen konnten.