Hallo zusammen,
in diesem Beitrag gehe ich genauer auf meine konkreten Aufgaben in beiden Stationen ein.
Bei Salzgitter Digital Solutions drehte sich ein großer Teil meiner Arbeit um automatisierte Rechnungsverarbeitung. Konkret habe ich Experimente mit dem SAP Document Information Extraction Service durchgeführt, dabei rund 630 Rechnungen verarbeitet, Ergebnisse ausgewertet und Berichte erstellt. Parallel dazu habe ich in Python alternative OCR-Ansätze außerhalb des SAP-Systems getestet, um verschiedene Methoden zur Texterkennung vergleichen zu können. Das war das erste Mal, dass ich gemerkt habe, wie anders es sich anfühlt, Code zu schreiben, der tatsächlich auf echten Unternehmensdaten läuft und nicht auf einem Übungsdatensatz aus dem Studium.
Daneben war ich an der Weiterentwicklung des Frontends in der SAP BAS Umgebung beteiligt, mit JavaScript, HTML, CSS und SAP CAP, und habe im Backend neue Features implementiert und über Git versioniert. Außerdem habe ich eine IT-Demand-Anfrage für SAP AI Core recherchiert und dokumentiert, insbesondere in Bezug auf Compliance und Datenschutz. Das war inhaltlich neu für mich, weil ich im Studium wenig mit dem regulatorischen Umfeld von KI-Projekten in Unternehmen zu tun hatte.
Bei Siemens Mobility war der Schwerpunkt ein anderer. Meine Hauptaufgabe war die Entwicklung und Pflege von Webanwendungen mit dem Low-Code-Framework Mendix. Ehrlich gesagt war ich anfangs skeptisch, ob Low-Code wirklich etwas für mich ist, aber ich habe schnell gemerkt, dass das Verständnis für Datenstrukturen und Prozesse dort genauso gefragt ist wie in der klassischen Entwicklung. Ein konkretes Projekt war die Entwicklung einer Anwendung zum Management von Rollen- und Zugriffsrechten über Microsoft EntraID. Die Lösung wurde am Ende tatsächlich eingeführt, was sich deutlich anders anfühlt als eine Hausarbeit abzugeben und nie wieder davon zu hören. Ergänzend habe ich SQL-Skripte für Datenauswertungen erstellt.