Neben den fachlichen Einblicken habe ich durch meine Werkstudententätigkeit bei der ITUC vor allem auch persönlich sehr viel mitgenommen. Über die Zeit hinweg durfte ich immer mehr Verantwortung übernehmen und habe gemerkt, wie sehr man an den eigenen Aufgaben wächst, wenn einem Vertrauen entgegengebracht wird.
Besonders stolz bin ich darauf, dass ich mich in relativ kurzer Zeit zu einem festen Bestandteil des Teams entwickeln konnte. Anfangs ging es natürlich vor allem darum, mich in das Projekt, die Prozesse und die technische Umgebung einzuarbeiten. Mit der Zeit konnte ich jedoch immer selbstständiger arbeiten, eigene Aufgaben verantworten und schließlich auch wichtigere Themen mittragen. Gerade in Phasen, in denen aufgrund von Urlaub oder Krankheit nur wenige Entwickler verfügbar waren, habe ich gemerkt, wie viel Verantwortung ich inzwischen übernehmen konnte. Gegen Ende meiner Zeit war ich sogar einer der erfahrensten Entwickler im Projekt, sodass vieles fachlich über mich lief und sich das Team in mehreren Bereichen auf mich verlassen hat.
Ein weiterer besonderer Schritt war für mich die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen. Dass ich sogar eine Vollzeitkraft einarbeiten durfte, war für mich ein starkes Zeichen des Vertrauens und hat mir gezeigt, wie sehr ich mich fachlich und persönlich weiterentwickelt hatte. Gleichzeitig habe ich dabei gelernt, dass Verantwortung nicht nur bedeutet, eigene Aufgaben gut zu erledigen, sondern auch Wissen weiterzugeben und andere zu unterstützen.
Auch sozial habe ich in dieser Zeit viel gelernt. Die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzten und Kunden hat mir gezeigt, wie wichtig gute Kommunikation im Berufsalltag ist. Dabei geht es nicht nur um positive Abstimmung, sondern auch darum, offen mit Problemen, Missverständnissen oder unterschiedlichen Sichtweisen umzugehen. Gerade Formate wie Retrospektiven haben mir verdeutlicht, wie wichtig es ist, Dinge ehrlich anzusprechen und gemeinsam an Verbesserungen zu arbeiten.
Für mich persönlich war die Zeit bei der ITUC deshalb besonders prägend, weil sie mir gezeigt hat, was mir im Berufsleben wichtig ist. Ich habe gemerkt, dass mir Softwareentwicklung sehr viel Freude bereitet, vor allem dann, wenn am Ende etwas Greifbares und Sinnvolles entsteht. Gleichzeitig habe ich festgestellt, dass mir auch der Kontakt mit Kunden und die Zusammenarbeit im Team besonders wichtig sind. Insgesamt hat mich diese Tätigkeit fachlich sicherer, persönlicher selbstbewusster und beruflich orientierter gemacht. Dafür bin ich sehr dankbar.