Das Verbundprojekt „SARESA – Strategische Rückgewinnung von Ressourcen aus Altprodukten“ wird im Rahmen der dritten Förderphase des Forschungscampus Open Hybrid LabFactory (OHLF) durchgeführt. Ein funktionierende Kreislaufwirtschaft ist entscheidend für die nachhaltige Produktion industrieller Güter. Derzeitige Recyclingverfahren führen zu Downcycling, bei dem hochwertige Materialien ihre mechanischen Eigenschaften verlieren. Besonders im Mobilitätssektor ist dies problematisch, da hochwertige Materialien aus Altprodukten durch heutige Recyclingprozesse verunreinigt werden. Werkstoffe im Automobilbau müssen jedoch hohen Anforderungen genügen, die mit den derzeit verbreiteten Recyclingmethoden nicht erreicht werden. Eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft erfordert daher innovative Ansätze und neue Technologien zur gezielten Trennung und Wiedergewinnung von Werkstoffen und Bauteilen auf hohem Wertschöpfungsniveau. Dadurch können nicht nur die primären Herausforderungen der Wiederverwendung bewältigt, sondern auch sekundäre Herausforderungen adressiert werden. Beispiele hierfür sind ein reduziertes Transportaufkommen sowie eine erhöhte Resilienz, etwa durch optimierte Beschaffungsprozesse und geringere Abhängigkeiten.
Ziel des Projekts SARESA ist es, Methoden und Technologien zu entwickeln, die eine effiziente und nachhaltige Verwertung von Altprodukten ermöglichen, ohne dass es zu einem Downcycling der Materialien kommt. Ein abgeleitetes Teilziel ist die Identifikation von Bauteilen und Materialfraktionen sowie die Bestimmung ihres Potenzials zur Rückgewinnung und Weiter- bzw. Wiederverwendung. Dafür werden Demontage- und Trenntechnologien, Strategien sowie automatisierte Prozesse entwickelt. Zudem sollen digitale Methoden und Werkzeuge zur Unterstützung der Demontageplanung erarbeiten werden. Schließlich sollen die entwickelten Demontagestrategien und -technologien bezüglich ihrer ökologischen und ökonomischen Effizienz bewertet werden.