Die Luftfahrtindustrie steht vor der Herausforderung, immer leistungsfähigere und zugleich zuverlässigere Leichtbaustrukturen zu entwickeln. Um Schädigungsmechanismen und das strukturelle Verhalten moderner Faserverbundbauweisen umfassend zu verstehen, sind leistungsstarke Prüf- und Analysemethoden unverzichtbar. Genau hier setzt die aktuelle Investition am IFL an: Mit rund 1,3 Mio. € Förderung wird die bestehende Forschungsinfrastruktur gezielt um moderne Maschinen und Prüfsysteme erweitert.
Ein Schwerpunkt der Investition liegt auf dem Ausbau der zerstörungsfreien Prüfung. Mit einem hochauflösenden Computertomografen (CT) sowie neuen Ultraschallprüfsystemen lassen sich der innere Zustand von Bauteilen und Werkstoffen untersuchen, ohne diese zu beschädigen. Auf diese Weise entstehen wertvolle Einblicke in Schädigungsmechanismen und die strukturelle Integrität von Faserverbundbauteilen – eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung sicherer und langlebiger Strukturen.
Darüber hinaus werden die Kapazitäten im Bereich der dynamischen und Impact-Prüfung deutlich gestärkt. Durch die Beschaffung eines Fallturms am Standort Stade sowie eines mobilen Impaktor-Systems können kontrollierte Schädigungsszenarien gezielt erzeugt werden. Diese Prüfmöglichkeiten ermöglichen es, das Verhalten von Flügel- und Rumpfstrukturen unter realitätsnahen Lastbedingungen zu untersuchen und so einen Beitrag zur Entwicklung sichererer und zuverlässigerer Flugzeugstrukturen zu leisten.
Hierfür stehen dem Institut Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE STEP) zur Verfügung. Die neue Ausstattung wird sowohl in laufenden Projekten als auch in zukünftigen Forschungsaktivitäten eingesetzt und erweitert die experimentellen Möglichkeiten des Instituts nachhaltig. Wir danken EFRE STEP für die Unterstützung dieser Investition und freuen uns darauf, die neuen Systeme in der Forschung einzusetzen.
Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Kofinanziert von der Europäischen Union und dem Land Niedersachsen