Trotz der hohen wirtschaftlichen Bedeutung zählt die Bauwirtschaft zu den am wenigsten digitalisierten Branchen. Insbesondere die Bauausführung ist weiterhin stark von manueller Arbeit geprägt, was Produktivitätssteigerungen erheblich einschränkt. Innovative Technologien wie die additive Fertigung, Robotik und künstliche Intelligenz bieten zahlreiche Möglichkeiten, Bauprozesse effizienter zu gestalten. Die dafür erforderliche Revolution des Bauens muss systematisch, verantwortungsvoll und zielgerichtet erfolgen. Dabei sind neben der Integration innovativer Technologien und der Optimierung von Prozessen ebenso das veränderte Verhältnis zwischen Mensch, Werkzeug und Maschine zu erforschen und zu diskutieren. Derzeit fehlt ein integrierter Ansatz, der technologische Effizienzgewinne systematisch mit den physischen, psychischen und sozialen Aspekten der Arbeit verknüpft und diese messbar und vergleichbar macht.
Ziel des Forschungsprojektes ZDIB ist es, die Rolle der menschlichen Akteure in digitalen Bauprozessen und Wertschöpfungsketten zu untersuchen und zu stärken. Vor diesem Hintergrund wird ein Bewertungs- und Entscheidungsrahmen entwickelt und praktisch erprobt, der sowohl in der Planung als auch in der Bauausführung eine systematische Gestaltung digital unterstützter, menschenzentrierter Bauprozesse ermöglicht. Dabei werden Produktivität, Nachhaltigkeit sowie physische, psychische und soziale Belastungen berücksichtigt.
Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert und hat eine Projektlaufzeit von 24 Monaten.
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