Der Vortrag führte durch zwei Welten: das larvale Unterwasserleben und die himmlische Luftakrobatik der Imago. Es gab zu erfahren, dass mehr als 30 000 Einzelaugen Libellen „in Zeitlupe“ sehen lassen, wie Wirbel an den Flügeln in laminaren und turbulenten Strömungsgebieten für erstaunlichen Auftrieb sorgen und wie aus kämpferischen Luftduellen durch die Kommunikation mit farbigen Flügeln Signalflüge entstehen, die die Libellen zu Pazifisten werden lassen. Die begleitende Diskussion spannte den Bogen von unbekannten Sinnen bis hin zu künstlerischen Strategien, Wahrnehmung zu verlangsamen und neu zu gestalten. Ein inspirierendes Treffen, das Biologie und Kunst auf lebendige Weise verschmolz.