Neues BMBFSFJ-Projekt zur MINT-Bildung für alle gestartet

Mehr Jugendlichen – unabhängig von ihrem persönlichen Hintergrund – den Zugang zu hochwertiger MINT-Bildung zu ermöglichen, ist das zentrale Anliegen des neuen Verbundprojekts „MINT-FaSt“. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Leibniz Universität Hannover untersuchen wir, wie außerschulische MINT-Angebote leichter zugänglich und attraktiver gestaltet werden können. In der Praxis zeigt sich nämlich, dass insbesondere junge Menschen aus unterrepräsentierten Gruppen oft auf Hürden stoßen und bestehende Lerngelegenheiten nicht voll ausschöpfen können. Um dies zu ändern, wollen wir Fallstudien aus verschiedenen Bildungsökosystemen nutzen und konkrete Empfehlungen für die Praxis erarbeiten.

Aus unserer Abteilung ist Prof. Dr. Alexander Büssing mit dem Teilprojekt „Kulturen der Kooperation“ beteiligt, welches untersucht, wie die Zusammenarbeit der ganz unterschiedlichen Akteur:innen in der außerschulischen MINT-Bildung optimal gelingen kann. Ein besonderer Fokus liegt dabei darauf, wie Zielkonflikte von Beteiligten vermieden werden und damit die Angebote für Jugendliche gestärkt werden können.

Von unserem Institut widmet sich zudem Dr. Anne Geese in einem anderen Teilprojekt der Frage, wie sich räumliche Zugangshürden überwinden lassen. Oftmals sind spannende Angebote für Jugendliche schlichtweg zu weit entfernt oder im Alltag kaum sichtbar. Hier setzen flexible, mobile Lernformate an: Ein hervorragendes Praxisbeispiel aus diesem Teilprojekt ist der aktuelle Aufbau des mobilen Lernangebots „LeoVan“. Dieser wird ab dem Spätsommer gezielt auch solche Schulen in der Region ansteuern, für die ein Besuch direkt am Campus in Braunschweig weniger gut machbar ist.

Das vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) geförderte Projekt mit einem Gesamtvolumen von ca. 850.000€ wird in den kommenden Jahren wertvolle Erkenntnisse liefern. Unser Ziel ist es, diese Ergebnisse nicht nur für die Gestaltung zukünftiger außerschulischer Lernorte zu nutzen, sondern sie auch direkt in unsere Lehrkräftebildung an der Universität einfließen zu lassen. So möchten wir langfristig dazu beitragen, noch mehr Jugendliche für die Naturwissenschaften zu begeistern.

Weitere Informationen sind auch im TU Magazin zu finden: https://magazin.tu-braunschweig.de/m-post/wie-mint-bildung-fuer-alle-gelingen-kann/