Elektrische Baumaschinen: Zwischen Potenzial und Praxis

Elektrische Baumaschinen gelten als wichtiger Baustein für leisere und emissionsärmere Baustellen. Doch wie weit ist die Baupraxis tatsächlich?

Im Rahmen einer Studienarbeit am IBB der TU Braunschweig haben Gerrit Placzek und Henrik Ludewig-Meier (Studierender am IBB der TU Braunschweig) eine Online-Befragung unter Bauunternehmen durchgeführt (150 Teilnehmende). Ziel war es, Erfahrungen, Potenziale und Hemmnisse beim Einsatz elektrischer Baumaschinen besser zu verstehen.

Am 11.02.2025 wurden nun erste Ergebnisse beim VDBUM Großseminar 2026 in Willingen vorgestellt. Der VDBUM – Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e. V. hatte die Umfrage zuvor über seinen Verbandskreis verbreitet und zur Vorstellung der Ergebnisse eingeladen. Mit über 100 Teilnehmenden im Raum überraschten sowohl das große Interesse als auch die lebhafte Diskussion im Anschluss an den Vortrag.

Die Umfrage zeigt ein klares Bild:
Als größte Potenziale werden Emissionsminderung (87 %) und Lärmreduktion (83 %) genannt. Gleichzeitig stellen hohe Anschaffungskosten (82 %) und fehlende Ladeinfrastruktur (79 %) aktuell die größten Hemmnisse dar.

Interessant ist auch: 58 % der Befragten haben bereits E-Baumaschinen getestet und bereits 23 % setzen diese derzeit aktiv ein. Vieles deutet darauf hin, dass sich die Branche aktuell in einer Erprobungs- und Lernphase befindet.

Derzeit wird an der Veröffentlichung der vollständigen Studienergebnisse gearbeitet. Bei Interesse an der Studie oder einem Austausch zum Thema senden Sie gerne eine Nachricht an Gerrit Placzek.