Vom Getränkemarkt zum Erinnerungsort - Die ehemalige Synagoge in Laudenbach bei Karlstadt (Lkr. Main-Spessart)
Vortrag von Dipl.-Ing. Hans-Christof Haas, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
Montag, 20. April 2026, 18.30 Uhr im Seminarraum Inst. f. Baugeschichte, Schleinitzstr. 19, 2. OG
Die 1736 erbaute Synagoge stellt den typischen Vertreter eines jüdischen Bethauses aus der ersten Hälfte des 18. Jhs. im ländlichen Franken dar. Der über einem längsrechteckigen Grundriss errichtete Massivbau nahm neben dem tonnengewölbten Männerbetsaal und der Frauenempore noch weitere Funktionen wie einen Tahararaum und ein Schulzimmer auf. Nach der Schändung in der Pogromnacht 1938 wurde das Gebäude bis 2013 als Wohnung und zuletzt als Lager genutzt. Die Stadt Karlstadt erwarb den ruinösen Bau 2015 und erarbeitete zusammen mit dem „Förderkreis ehemalige Synagoge Laudenbach e. V.“ ein vorwiegend konservatorisch angelegtes Restaurierungs- und Nutzungskonzept. Der Vortrag berichtet über die Baugeschichte sowie die konkrete Umsetzung der 2025 abgeschlossenen Sanierung.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Veranstaltet vom Verein zur Förderung der Bet Tfila e. V. in Kooperation in Kooperation mit der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Niedersachsen-Ost e. V.