SPASSBatt – Skalierbare Produktion von All-Solid-State-Batterien

An der Technischen Universität Braunschweig wurden im Rahmen des Forschungsprojekts SPASSBatt – Skalierbare Produktion von All-Solid-State-Batterien neue Forschungsanlagen in dem Forschungsverbund: „Braunschweig Labfactories for Batteries and more“ (BLB+) feierlich eingeweiht. Mit der neuen Forschungsinfrastruktur der BLB+ stärkt die TU Braunschweig ihre Kompetenzen in der Batterieforschung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung skalierbarer Produktionsverfahren für zukünftige Energiespeichertechnologien. Die Anlagen wurden durch Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, Dr. Stefan Jung, Referent des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Prof. Dr. Angela Ittel, Präsidentin der TU Braunschweig, sowie Prof. Dr.-Ing. Arno Kwade, Vizepräsident für Transfer und Innovation der TU Braunschweig und Projektverantwortlicher, in Betrieb genommen.

Ziel des Projekts SPASSBatt ist es, innovative Produktionstechnologien für Feststoffbatterien zu entwickeln und damit die industrielle Herstellung dieser nächsten Batteriegeneration vorzubereiten. Feststoffbatterien gelten als vielversprechende Weiterentwicklung heutiger Lithium-Ionen-Batterien, da sie durch den Einsatz fester Elektrolyte ein hohes Potenzial hinsichtlich Sicherheit, Energiedichte und Leistungsfähigkeit bieten. Ein zentraler Forschungsschwerpunkt liegt daher auf der Entwicklung skalierbarer Prozessketten für die Herstellung von Elektroden, Separatoren und kompletten Batteriezellen. 

Am Institut für Konstruktionstechnik wird in diesem Kontext ein hochpräzises Multi-Material-3D-Drucksystem entwickelt. Die Anlage ermöglicht die additive Fertigung komplex strukturierter Batteriekomponenten und eröffnet neue Freiheitsgrade in der Gestaltung von Elektrodenstrukturen und Zellarchitekturen. Insbesondere der schichtweise Auftrag verschiedener Materialien erlaubt es, dreidimensional strukturierte Feststoffbatterien mit optimierten Transportpfaden für Ionen und Elektronen zu realisieren und damit neue Ansätze für leistungsfähige Energiespeicher zu erforschen.