Die Frage ist daher nicht allein, wie wir diese Gebäude sanieren, sondern wofür. Das Konzept der „Produktiven Altstadt“ erprobt die These, dass Wohnen im Bestand dann zukunftsfähig wird, wenn es mit produktiven Nutzungen verknüpft wird. Pflege, gemeinschaftliche Arbeitsorte, Nahversorgung oder soziale Dienstleistungen im Quartier. Insbesondere der demografische Wandel, Pflegenotstand, Vereinsamung im Alter, aber auch der Wunsch junger Familien nach bezahlbarem Wohnraum, erlangt nach Wohnmodellen, die über die reine Wohnfunktion hinausgehen.
Anhand eines Wohnkomplexes an der Hans-Sommer-Straße 77–78 in Braunschweig, zentral gelegen, bestehend aus zwei gestaffelten Wohnblöcken von 1971 mit insgesamt 38 Wohneinheiten auf rund 6.900 m² Bruttogeschossfläche, sollen Strategien für ein produktives Weiterbauen im Bestand entwickelt werden. Die besondere städtebauliche Situation, mit Lärmbelastung durch die nördlich angrenzende Straße und eingeschränktem Grünraum aufgrund einer südlich gelegenen Parkpalette, fordert dabei kreative Antworten auf die Frage nach Wohn- und Aufenthaltsqualität. Der Entwurf wird in Kooperation mit der VWG Vereinigte Wohnungsgenossenschaft eG sowie dem Planungsbüro Delta Bauplanung herausgegeben.
Einführungsveranstaltung: 14.04.2026 10:00 Uhr, Präsenz Institut IEB
Exkursion Stuttgart: 16.04.2026 - 18.04.2026
Zwischenpräsentation 1: 28.04.2026
Zwischenpräsentation 2: 02.06.2026
Zwischenpräsentation 3: 07.07.2026
Drei Rückspracheangebote: KW19, KW26, KW32
Digitale Planabgabe: 01.09.2026
Abschlusspräsentation: KW39
Betreuung: Philipp Trenzen und Jasmin Moor
Englischer Titel: Productive Urban Space