Auch Berlin möchte, wie viele weitere Städte, bis spätestens 2045 klimaneutral werden. Doch was bedeutet das für die Zukunft der Stadt – für die Architektur, den öffentlichen Raum und das Leben vor Ort? Ausgehend vom Klimaanpassungsgesetz und den Berliner Strategien zur Klimaanpassung wird deutlich: Klimaanpassung ist eine zentrale Aufgabe zukünftiger Stadtentwicklung. Öffentliche Räume müssen angesichts zunehmender Hitzeperioden, Trockenheit und Starkregenereignissen transformiert werden. Dabei stehen unterschiedliche Strategien im Mittelpunkt: Hitzevorsorge, Verschattung, Wasser, Entsiegelung, Grünstrukturen und die Entwicklung klimaresilienter Räume – von großmaßstäblichen Freiraumstrategien bis hin zu konkreten Interventionen wie Kühlinseln im Stadtraum.
Die Aufgabe der Masterthesis schließt sich unter dem Titel TOO HOT? COOL DOWN! dem DAM an und nimmt konkret den Berliner Stadt- und Lebensraum in den Blick. Dabei sollen folgende Fragen nach übergeordneten Ideen bis hin zu konkreten Maßnahmen für den urbanen Raum beantwortet werden: Wie sieht eine zukunftsorientierte, klimaangepasste und kreative Lösung für den überhitzten Stadtraum aus? Wo können und müssen Architekt:innen und Planer:innen ansetzen, wenn sie den urbanen Raum neu denken und gestalten? Welche Räume lassen sich – teilweise niedrigschwellig – mit sofortiger Wirkung transformieren und zu klimaangepassten Orten des Aufenthalts und der Begegnung entwickeln? Wie sieht grüne Architektur der Zukunft aus, die als lebendes, zirkuläres Ökosystem funktioniert, das aktiv das Klima reguliert, Ressourcen schont und sich flexibel an veränderte Lebensbedingungen anpasst?
Städte wie Singapur machen eine mögliche Entwicklung vor: Fassadenbegrünung, Dachgärten, Vertical Farming sowie Baumpflanzungen und neue Grünflächen tragen zur Klimaanpassung bei. Das Grün spendet Schatten, verbessert das Mikroklima und kann die Außentemperatur reduzieren. Weitere Kühlung bringt zudem Wasser in der Stadt: Selbst in Paris ist seit 2025 das Baden in der Seine in den Sommermonaten möglich.
Mit dem Ziel einer klimaangepassten, lebenswerten Zukunft soll eine Vision für die Berliner Stadtmitte (Planungsraum rund um den Alexanderplatz und der Karl-Marx-Allee) entwickelt werden. Visionäre Ideen, Utopien und Manifeste, städtebauliche Konzepte und architektonische Entwürfe sollen in Plänen, Collagen und Perspektiven den konkreten Raum visualisieren. Welche Strategien und Maßstabsebenen der Klimaanpassung – von großräumigen Freiraum- und Grünstrukturen über die Umgestaltung von Straßen und Quartieren bis hin zur Aktivierung bestehender architektonischer Flächen wie Fassaden und Dächer – dabei im Vordergrund stehen, entscheiden die Verfasser:innen der Masterthesis. Ebenso ob sie dem Masterplan zur Errichtung von Hochhäusern am Alexanderplatz folgen und den Denkmalschutz, unter dem große Teile der Karl-Marx-Allee stehen, berücksichtigen.
Weiterführende Links zu Videos zum Planungsgebiet:
https://www.youtube.com/watch?v=oZxnOh5V8O4
https://www.youtube.com/watch?v=czIUWJF7LrY
https://www.youtube.com/watch?v=O4wQ_lFVwAg
https://www.youtube.com/watch?v=eJp1rLLZQQo
BETREUUNG MASTERTHESIS
Erstbetreuung: Prof. Gabriele G. Kiefer
Zweitbetreuung: Prof. Dan Schürch
Masterthesis: Einzelarbeit
TERMINE MASTERTHESIS
Ausgabe der Aufgabenstellung und KICK OFF: Mittwoch, 14.10.2026, 13:00 – 14:30
Termine Kolloquium: Dienstag, 24.11.2026, 15.12.2026, 26.01.2027
Abgabe digital: Mittwoch, 03.03.2027
Prüfungen: 22. bis 25.03.2027