Berlin braucht neuen Wohnraum, doch jede weitere Versiegelung bedeutet auch einen Verlust. Eine der zentralen Entwurfsaufgaben ist deshalb, herauszufinden, wie punktuell verdichtet werden kann, ohne die Stadt nur zu füllen, und wie ein Neubau einen Ort tatsächlich aufwerten kann. Ein Gebäude soll der Stadt etwas zurückgeben. Es soll Räume, Angebote und Begegnungsmöglichkeiten schaffen, die über die eigene Hausgemeinschaft hinauswirken und die Nachbarschaft stärken. Dem renditeorientierten Wohnungsbau stellen wir den Gedanken des Commons, des Gemeinsamen oder gemeinschaftlich geteilten, als Entwurfsprinzip entgegen, das sich beispielsweise in genossenschaftlichen Wohnmodellen als alternatives Entwurfskonzept weiterdenken lässt.
Das Entwurfsfeld ist eine Brachfläche in Neukölln in der Nähe des Ringgleises. Sie liegt an einer Nahtstelle zwischen Wohnquartier, Gewerbe und Infrastruktur, an einem Ort des Übergangs, der die Frage nach dem Zusammenspiel von Wohnen, Arbeiten und Stadtraum besonders deutlich macht.
Die Aufgabe wird parallel zum Masterentwurf „Pre-Visiting IBA Berlin 34/37” gestellt. Gemeinsam reisen wir nach Berlin und besichtigen beispielhafte Bauten der IBA Berlin 84/87 sowie aktuelle Wohnprojekte, anhand derer sich ablesen lässt, was gutes Wohnen heute leisten kann. Mit der Bachelorthesis wollen wir uns in die Diskussion um die angekündigte IBA 34–37 einordnen, um einen eigenen Beitrag zur Frage zu leisten: „Wie wollen wir in Zukunft wohnen?”
Betreuung: Nadine Grabiger und Philipp Trenzen
Zweitprüfer: N.N.
Englischer Titel: Living in Berlin
Ausgabe Aufgabenstellung: 03.11.2026 15:00 Uhr Institut IEB
Exkursion Berlin: 06.11.2026 - 08.11.2026 (Eigenanteil 60€)
Zwischenkritik 1: 24.11.2026
Zwischenkritik 2: 14.12.2026
Zwischenkritik 3: 26.01.2027
Digitale Planabgabe: 17.02.2027
Abschlusspräsentation: KW10 2027