Elsa Qoku ist Forschungsgruppenleiterin der Arbeitsgruppe „Mikrostruktur und Thermodynamik nachhaltiger Bindemittel". Zuvor war sie Forschungsgruppenleiterin der Arbeitsgruppe „Mikrostruktur und Modellierung“ am ibac der RWTH Aachen. Davor war sie als Postdoktorandin am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwesen des Georgia Institute of Technology in den USA tätig. An der Georgia Tech erwarb sie Fachkenntnisse in fortschrittlichen Synchrotron-Charakterisierungsverfahren. Elsa promovierte an der Technischen Universität Freiberg in Deutschland. Im Mittelpunkt ihrer Dissertation stand die Charakterisierung und Quantifizierung der Phasenzusammensetzung in zementartigen Systemen. Die Arbeit wurde von der Deutschen Chemischen Gesellschaft (GDCh) als beste Doktorarbeit ausgezeichnet, da sie einen grundlegenden Beitrag zum besseren Verständnis der Chemie und der Mikrostrukturentwicklung von Bindemitteln auf Basis von kalziumaluminatreichem Zement leistete. Außerdem war sie als Gastwissenschaftlerin in der Forschungsgruppe „Festkörper-NMR an anorganischen Materialien“ an der Universität Aarhus tätig.
An der Technischen Universität Freiberg war Elsa Qoku als Lehrassistentin für Master- und Bachelor-Lehrveranstaltungen zu den Themen Baustoffe, Zementchemie und ternäre Bindemittel tätig. Außerdem entwickelte sie ihre eigene Lehrveranstaltung „Analytische Methoden zur Hydratation zementgebundener Werkstoffe“, in der sie als Hauptdozentin fungierte. Der Kurs richtete sich an Masterstudierende, wurde im Sommersemester angeboten und vermittelte einen Überblick über die Grundlagen der Hydratation und der Mikrostrukturentwicklung in verschiedenen zementbasierten Werkstoffen. Während ihrer Zeit an der TU Freiberg betreute sie mehrere Master- und Diplomarbeiten mit, und an der Georgia Tech begleitete sie eine vielfältige Gruppe von Bachelorstudierenden bei eigenständigen Forschungsprojekten.Sie verfolgt einen teilnehmerzentrierten Unterrichtsstil und einen Mentoring-Ansatz, der auf forschungsbasiertem Lernen basiert. Sie ist der festen Überzeugung, dass es keine einzige Lernstrategie gibt, die für alle Lernenden oder in allen Kontexten am besten geeignet ist; daher misst sie der Lernmotivation jedes einzelnen Studierenden große Bedeutung bei. Bei manchen ist diese Motivation angeboren, bei anderen ist es jedoch Aufgabe der Lehrenden, diese Motivation zu wecken.