TU BRAUNSCHWEIG

Förderrichtlinie der Carolo-Wilhelmina-Stiftung

Es sollen drei Förderlinien realisiert werden:

  1. „Carolo-Wilhelmina-Stipendien“: Diese Stipendien sollen  in der Höhe und der Dauer der Förderzusage einen verlässlichen Teil der Studienfinanzierung darstellen. Im Fokus der Förderaktivität sollen Studierende stehen, deren Studienvorhaben durch eine unsichere Finanzierung bedroht ist oder deren Studium aus finanziellen Gründen vor einem Abbruch steht. Nicht gefördert werden sollen Studienabschlussbeihilfen oder Nothilfen.
  2. Nachrangig sollen Stipendien in Form einer Einmalzahlung an Studierende vergeben werden, die im Rahmen des Studiums eine besondere Leistung außerhalb der Prüfungsleistungen erbracht haben. Dies kann z.B. ein herausragendes ehrenamtliches oder bürgerschaftliches Engagement oder das Überwinden von besonderen Hürden in der eigenen Biografie sein.
  3. Nachrangig soll der AStA-Nothilfefonds zusätzliche Mittel erhalten, wenn die Ertragslage dies zulässt.

 

Carolo-Wilhelmina-Stipendien

1.) Stipendienzweck

Zweck der Carolo-Wilhelmina-Stipendien ist die Förderung von Studierenden der TU Braunschweig, deren Studienvorhaben durch eine unsichere Finanzierung bedroht ist oder deren Studium aus rein finanziellen Gründen vor einem Abbruch steht.

2.) Stipendienanzahl und Finanzierung

Die Stipendien werden aus den Erträgen der Carolo-Wilhelmina-Stiftung sowie Zustiftungen und Spenden an die Stiftung finanziert. Es soll einen verlässlichen Sockel an jährlich zur Verfügung stehenden Stipendien geben, über den der Vorstand auf Vorschlag des Beirats entscheidet.

3.) Einreichungs- und Auswahlverfahren

Eine individuelle Bewerbung ist ausgeschlossen. Antragsberechtigt sind allein das Immatrikulationsamt, das International Office, das Studentenwerk sowie der Allgemeine Studentische Ausschuss (AStA) der TU Braunschweig, die ihrerseits Studierende für eine Förderung vorschlagen.

Ein Stipendium kann nur gewährt werden, wenn der „Antrag auf Förderung durch ein Carolo-Wilhemina-Stipendium“ zusammen mit den im Antrag genannten Unterlagen vollständig sowie form- und fristgerecht bei der Stiftung eingereicht wurde.

Die Auswahl der Stipendien erfolgt durch den Vorstand auf Grundlage einer Empfehlung des Beirats. Der Beirat behält sich vor, Auswahlgespräche zu führen.

4.) Förderfähigkeit und Auswahlkriterien

Die Carolo-Wilhelmina-Stipendien sollen Studierenden mit schwachem und/oder unzuverlässigem finanziellen Hintergrund eine verlässliche und langfristige Studienfinanzierung ermöglichen.

Grundsätzlich muss daher vor der Einreichung bei einer der berechtigten Stellen eine umfassende Beratung zur Studienfinanzierung stattgefunden haben und dort dokumentiert sein.

Bedingung für eine Förderung ist eine Bedürftigkeit oder unverschuldete Notsituation.

Vor der Antragstellung müssen alternative Finanzierungsquellen bzw. Fördermöglichkeiten, die dem oder der Studierenden prinzipiell offen stehen, ausgeschöpft sein. Dies gilt insbesondere für eine Studienfinanzierung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG).

Auswahlkriterien sind darüber hinaus:

  • ein plausibel begründetes Studienvorhaben und sich daraus ergebend
  • ein erwartbarer Studienerfolg. Dies ist durch entsprechende Belege, wie z.B Notenspiegel nachzuweisen.
  • eine glaubhafte Darlegung der individuellen, finanziellen Situation und
  • das Gesamtbild der eingereichten Bewerbung und individuellen Situation.

5.) Art und Umfang der Förderung

  • Das Stipendium wird monatlich in Höhe von in der Regel 300,00 Euro gezahlt. Betreut der/die Studierende ein Kind oder pflegt er bzw. sie eine/n Angehörige/n, erhöht sich der Stipendienbetrag um in der Regel 100,00 Euro.
  • Das Stipendium wird zunächst für einen Zeitraum von zwei Semestern zum jeweiligen Wintersemester bewilligt. Vor Ablauf der Bewilligungsdauer erfolgt eine Überprüfung des Studienvorhabens. Kann die Stipendiatin/der Stipendiat nach zwei Semestern die Anforderung für eine Weiterförderung erfüllen, wird der Förderzeitraum um weitere zwei Semester verlängert.
  • Die Förderung endet, wenn sich die finanzielle Situation der Stipendiatin/des Stipendiaten nachhaltig verbessert hat. Jede Änderung der finanziellen Situation muss der Geschäftsführung der Stiftung unverzüglich angezeigt werden.
  • Während eines studienrelevanten Auslandsaufenthaltes oder Praktikums wird das Stipendium innerhalb des Bewilligungszeitraums weitergezahlt. Dies gilt auch für eine Beurlaubung wegen eines Auslandsaufenthaltes.
  • Während einer Beurlaubung aus privaten Gründen wird das Stipendium nicht weitergezahlt.
  • Die Stipendiatin/der Stipendiat ist zu keiner Gegenleistung gegenüber der Stiftung verpflichtet. Das Stipendium begründet kein Arbeitsverhältnis.
  • Es besteht kein Rechtsanspruch auf ein Stipendium
  • Entfällt die Förderfähigkeit, kann das Stipendium jederzeit fristlos aufgehoben werden. Eventuell zu viel gezahlte Stipendienbeträge können zurückgefordert werden.

Mit der Annahme des Stipendiums geht die Stipendiatin/der Stipendiat folgende Verpflichtungen ein:

  • Alle für die Gewährung des Stipendiums bedeutsamen Sachverhalte und Änderungen an der persönlichen und insbesondere der finanziellen Situation werden der Stiftung unverzüglich angezeigt.
  • Rechtzeitig vor Ende des Bewilligungszeitraums, in der Regel mindestens 4 Wochen vor Ende des Sommersemesters, reicht die Stipendiatin/der Stipendiat die für die Überprüfung der Weiterförderung notwendigen Unterlagen unaufgefordert bei der Stiftung ein.
  • Die Stipendiatin/der Stipendiat erklärt sich mit den hier genannten Regelungen einverstanden.

6.)    Weiterförderung, Ende der Förderung und Förderhöchstdauer

  • Die Förderhöchstdauer soll die Regelstudienzeit um weitere 4 Semester nicht überschreiten. Der Beirat kann in begründeten Einzelfällen von dieser Regelung Abstand nehmen. 
  • Das Stipendium endet mit dem Monat, in dem die Stipendiatin/der Stipendiat die letzte Prüfungsleistung erbracht hat.
  • Nach Ende der erstmaligen Bewilligung über zwei Semester wird der Förderzeitraum um zwei weitere Semester verlängert, dafür sollen von der Stipendiatin bzw. dem Stipendiaten im Förderzeitraum 40 Leistungspunkte erreicht werden und weiterhin Aussicht auf ein erfolgreiches Studium bestehen. Die einzureichenden Unterlagen werden von der Stiftung mit dem Bewilligungsschreiben mitgeteilt.
  • Die Förderung endet bei nicht Erreichen der Mindestanforderungen für eine Weiterförderung. Auf Antrag kann der Vorstand nach Prüfung und auf Empfehlung durch den Beirat in einzelnen, detailliert begründeten Härtefällen Ausnahmen von dieser Regel beschließen.

Die Förderlinien zwei und drei sollen nachrangig realisiert werden. Eine konkrete Ausgestaltung erfolgt bei entsprechender Ertragslage der Stiftung.


  aktualisiert am 10.08.2016
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