TU BRAUNSCHWEIG

Lebensmittelchemie

Chemie zur Sicherung und Verbesserung der Lebensqualität

Sie interessieren sich für Naturwissenschaften, insbesondere für Chemie und Biologie? Sie möchten gerne praktisch im Labor arbeiten? Dann ist die Lebensmittelchemie vielleicht der richtige Studiengang für Sie. Das Studium kombiniert die verschiedenen Bereiche der Chemie mit verwandten naturwissenschaftlichen Fächern und einer starken praktischen Ausrichtung.

Mit Lebensmittelchemie wählen Sie ein angewandtes Fach. Lebensmittelchemiker/innen untersuchen Lebensmittel und ihre Rohstoffe, Bedarfsgegenstände des täglichen Lebens oder auch Kosmetika. Sie analysieren zum Beispiel Reaktionen von Inhaltsstoffen bei Lagerung oder Verarbeitung und spüren unerwünschte Verunreinigungen auf. Die wissenschaftlichen Ergebnisse kommen im Verbraucherschutz zur Anwendung.

In Ihrem Studium spielt die Beschäftigung mit analytisch-chemischen Fragestellungen also eine große Rolle. Außerdem befassen Sie sich mit mikrobiologischen, biochemischen, botanischen und lebensmittelrechtlichen Aspekten.


Schon früh im Studium selbstständig analysieren

Im Studium der Lebensmittelchemie an der TU Braunschweig werden Sie schon frühzeitig zu selbstständigem Arbeiten hingeführt. Sie erhalten eine gründliche, praxisorientierte Ausbildung. Das Institut für Lebensmittelchemie verfügt über sehr gut ausgestattete Labore, in denen Sie arbeiten und sich in modernsten apparativen Analysenmethoden üben.

Im Institut für Lebensmittelchemie wird vor allem über die bioaktiven Inhaltsstoffe von Getränken wie Kaffee, Tee, Wein und Fruchtsäften geforscht, ein weiterer Schwerpunkt ist die Kohlenhydratforschung. Dies erfordert in vielen Fällen die Entwicklung neuer analytischer Methoden, von denen Sie im Studium profitieren. Viele Forschungsprojekte werden in Zusammenarbeit mit Industrieverbänden und -unternehmen oder in internationalen Verbundprojekten durchgeführt.

Staatsexamen und Diplom

Neben dem Staatsexamen können Sie an der TU Braunschweig zusätzlich das Diplom erlangen.

Bis zum Abschluss als staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerin oder staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker absolvieren Sie drei Studienabschnitte. Schon ab dem ersten Semester bearbeiten Sie Aufgabenstellungen praktisch im Labor, in Vorlesungs- und Seminarveranstaltungen werden Sie darauf theoretisch vorbereitet.

Grundstudium:

Dauer: 4 Semester | Abschluss: 1. Prüfungsabschnitt

Das Grundstudium beinhaltet zunächst die klassischen Fächer der Chemie, die Allgemeine, Anorganische, Organische und Physikalische Chemie. Dazu kommen Mathematik und Physik sowie der Bereich der Biologie, der Toxikologie und Rechtskunde.

Dieser Studienabschnitt wird mit fünf mündlichen Prüfungen in Anorganischer, Organischer und Physikalischer Chemie, Physik und Biologie abgeschlossen.

Hauptstudium:

Dauer: 5 Semester | Abschluss: 2. Prüfungsabschnitt

Das Hauptstudium ist wie das Grundstudium stark praxisorientiert und deckt folgende Bereiche ab:

  • Chemie, Technologie und Analytik von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen und Trinkwasser
  • Biochemie
  • Ernährungswissenschaft
  • Chemische Toxikologie
  • Mikrobiologie und Lebensmittelhygiene
  • Ökologische Chemie und Umweltschutz
  • Lebensmittel- und Verwaltungsrecht

Zum Curriculum gehören auch drei Exkursionen in Betriebe der lebensmittelchemischen Industrie. Der zweite Prüfungsabschnitt schließt mit fünf mündlichen Prüfungen ab. Im Anschluss daran fertigen Sie in sechs Monaten eine selbstständige wissenschaftliche Abschlussarbeit an.

Berufspraktische Tätigkeit

Dauer: 1 Jahr| Abschluss: 3. Prüfungsabschnitt

Ihre Berufspraktische Tätigkeit absolvieren Sie in Instituten des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES). Im Lebensmittelinstitut Braunschweig und im Institut für Bedarfsgegenstände Lüneburg erhalten Sie eine praktische Ausbildung in der Lebensmittel- und Bedarfsgegenständeüberwachung inklusive der Sensorik und des Qualitätsmanagements. In der theoretischen Ausbildung wird die rechtliche Beurteilung von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen vertieft und Übungsgutachten werden erstellt.

In der praktischen Prüfung werden insgesamt sechs Fragestellungen aus dem Lebensmittel- und Bedarfsgegenständebereich bis hin zur Anfertigung eines Prüfgutachtens bearbeitet. Die theoretische Prüfung besteht aus drei mündlichen Prüfungen in den Bereichen:

  • Lebensmittel- und Bedarfsgegenständerecht
  • Lebensmittel-Überwachung
  • Qualitätssicherung in Labor und Betrieben

Für diesen dritten Ausbildungsabschnitt hat es in Niedersachsen bisher immer ausreichend viele Praktikumsplätze gegeben. Warteschlangen und –schleifen, die andernorts nicht unüblich sind, sind nie aufgetreten.

Zugangsvoraussetzungen und Bewerbung

Für die Bewerbung benötigen Sie eine gültige Hochschulzugangsberechtigung. Sie haben kein klassisches Abitur? Dann können Sie sich auf unserer Übersichtsseite darüber informieren, welche Studiengänge Ihnen mit Ihrer jeweiligen Vorbildung offen stehen.

Um sich zu bewerben, durchlaufen Sie bitte unser Bewerbungsportal.

Mehr Informationen

Mehr zum Studiengang

Kontakt

Für alle Fragen rund ums Studium:
Zentrale Studienberatung | 0531 391-4321
Webseite der Zentralen Studienberatung

Für spezielle Fragen zum Studiengang Lebensmittelchemie:
Ilka Schmanteck | 0531 391-5707
Fakultät für Lebenswissenschaften

Was sollten Sie mitbringen?

Essentiell für das Studium der Lebensmittelchemie ist das Interesse an Naturwissenschaften und die Lust zu experimentellen Arbeiten. Es ist nicht unbedingt notwendig, dass Sie in der Oberstufe einen Leistungskurs in Chemie belegt hatten, wichtiger sind fundierte Grundkenntnisse in den Naturwissenschaften und in Mathematik. Im Verlauf des Studiums werden Englischkenntnisse immer wichtiger. Diese können Sie durch Kurse im Sprachenzentrum ("Englisch für Chemiker") vertiefen.

Lebensmittelchemie ist ein angewandtes Fach. Es werden "Anleihen" in vielen Fachgebieten gemacht. Vor allem spielen analytisch-chemische Fragestellungen eine Rolle, aber auch mikrobiologische, biochemische, botanische, lebensmittelrechtliche u.a. Aspekte sind bedeutend.

Ein klärender Hinweis sei abschließend gestattet: Lebensmittelchemie ist weder mit Ökotrophologie noch mit Lebensmitteltechnologie zu verwechseln. Analytisch-chemisches Arbeiten hat im Studiengang Lebensmittelchemie einen höheren Stellenwert.

Berufsfelder

Als Lebensmittelchemiker oder Lebensmittelchemikerin bearbeiten Sie komplexe analytische Fragestellungen in den Bereichen:

  • Lebensmitteluntersuchungsämter
  • Applikationslabore von Geräteherstellern
  • Handelslabore
  • Ernährungs- und Genussmittelindustrie
  • Kosmetik- und Bedarfsgegenständeindustrie
  • Analyselabore für die Bereiche Umwelt, Landwirtschaft oder Trinkwasser
  • Chemische und pharmazeutische Industrie

Brückenkurs Mathematik

Online-Vorkurs OMB+

Staatsexamen-Studium

  • Staatsexamen (zusätzlich Diplom möglich)
  • 9 Semester
  • Beginn: Wintersemester, ggf. auch Sommersemester
  • zulassungsbeschränkt

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  aktualisiert am 24.05.2017
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