TU BRAUNSCHWEIG


Aktuelle Forschungsprojekte des Instituts 

Arbeitsgruppe "Bewegungspädagogik" des Instituts für Sportwissenschaft und Bewegungspädagogik

Prof. Dr. Prof. hc. Reiner Hildebrandt- Stramann, Klaus Wichmann, Heike Beckmann, Dr. Andrea Probst, Dirk Neumann, Herke Alberts, Fabian Muhsal

1. Bewegte Ganztagsschulen im internationalen Vergleich

Der Anfang 2000 begonnene Umstellungsprozess des Schulsystems von Halb- auf Ganztagsschulen ist nicht nur auf Deutschland beschränkt, sondern er vollzieht sich auch in jenen europäischen Ländern, die keine traditionellen „Ganztagsschulländer“ sind (wie z.B. Frankreich). Die Auswahl von Portugal und Spanien als Vergleichsländer ergab sich, weil das Institut für Sportwissenschaft und Bewegungspädagogik der Technischen Universität Braunschweig schon seit über 20 Jahren einen intensiven Wissenschaftsaustausch mit den sportwissenschaftlichen Instituten der Escola Superior de Castelo Branco (Portugal) und Universidade Valladolit - Dep. Palencia (Spanien) pflegt. Im Mittelpunkt des hier dokumentierten Projekts steht die Frage nach der Bedeutung von Bewegung, Spiel und Sport in den Ganztagsschulen der drei Länder. Es wurden in den Ländern jeweils mehrere Ganztagsschulen mit Hilfe qualitativer Forschungsmethoden untersucht und miteinander verglichen. Als Vergleichsgrundlage dienten zunächst sog. Schulporträts aus der Bewegungsperspektive, die in zwei Büchern ausführlich vorgestellt werden. Die Schulporträts beinhalten Aussagen zu vier  schulischen Handlungsfeldern: Umgang mit Zeit – Rhythmisierung des Schultags, Bewegungskooperationen mit anderen Bildungsinstitutionen, Bewegung und Schulraum und Bewegung und Unterricht bzw. Bewegung und Lernen. Weiterhin fand ein Vergleich auf der Grundlage sog. Unterrichtsrezensionen statt.

Die hier vorgestellten Studien sind eine auf den interkulturellen Vergleich fokussierte Fortsetzung der Studie über Bewegung, Spiel und Sport in der Ganztagsschule (StuBSS; vgl. Hildebrandt-Stramann, Laging & Teubner, 2014). Sie wird vom DAAD im Rahmen des Programms „Hochschuldialog mit Südeuropa“ finanziell unterstützt.

Laufzeit: 2013 - 2017

Finanzierung: DAAD

Quellentexte finden Sie HIER

Zugehörige Veröffentlichungen:

  • Hildebrandt-Stramann, R., Beckmann, H.,  Faustino, A.,  Probst, A. & Wichmann, K. (2014). Bewegung, Sport und Spiel in der Ganztagsschule – ein interkultureller Vergleich zwischen Deutschland und Portugal. Baltmannsweiler: Schneider.

  • Hildebrandt-Stramann, R./ Beckmann, H./ Probst, A./ Wichmann, K. u.a. (2016). Bewegte Ganztagsgrundschulen in Deutschland und Spanien. Ein interkultureller Vergleich. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.

  • Hildebrandt-Stramann, R., Beckmann, H., Neumann, D., Probst, A., Wichmann, K. (2017). Bewegtes Lernen. Theoretische Grundlagen und reflektierte Unterrichtsbeispiele. Baltmannsweiler: Schneider-Verlag.

          

  • Hildebrandt-Stramann, R., Beckmann, H., Neumann, D., Probst, A. (2017). Inklusion durch Bewegungsbeziehungen. Theoretisch und didaktisch reflektierte Praxisbeispiele. Göttingen: Cuvillier Verlag.

          

 

2. Über Sportunterricht  und Bewegung im Unterricht didaktisch nachdenken

     1) Sportunterricht

Im Sportunterricht sollen Schüler lernen, bewegungsbezogene Anforderungssituationen zu bewältigen. Die Gestaltung solcher Situationen durch den Lehrer/die Lehrerin steht in einem engen Zusammenhang mit dem jeweils zugrunde liegenden Verständnis von Bildung, Erziehung und Bewegung. Bei einem Verständnis von Bildung als Selbstbildung, von Erziehung als Selbsterziehung und von Bewegung als einem Medium der Vermittlung zwischen Mensch und Welt, können Handlungskompetenzen zur Bewältigung von bewegungsbezogenen Anforderungen nur in der aktiven Auseinandersetzung mit den Lerninhalten erworben werden. Dies gelingt in besonderem Maße, wenn die Schüler dabei Eigenverantwortung für den Lernprozess und die Gestaltung von Lernsituationen im Unterricht  übernehmen. 

In unserem Projekt wird Bewegungsunterricht in unterschiedlichen Bewegungsfeldern (z. B. Laufen, Springen, Werfen; Turnen und Bewegungskünste; Spielen) unter den o. g. Prämissen erforscht. Es wird nach dem Implikationszusammenhang zwischen Zielen, Inhalten und Methoden  gefragt, also danach, wie Themen für den erziehenden Bewegungsunterricht konstituiert, welche  Inszenierungsformen eingesetzt und welche Wirkungen erzielt werden.

Um Erkenntnisse über die Bildungs-, Erziehungs-, Bewegungs- und Unterrichtskonzeption des jeweiligen Bewegungsunterrichts zu gewinnen, wird teilweise die Rezensionsmethode als qualitative Forschungsmethode eingesetzt. Ein Merkmal dieser Methode besteht darin, dass der Erkenntnisgewinn zu Vorschlägen für didaktisches Handeln führt. (Rezensionsbeispiele)

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Alberts, H. & Hati, M. (2017). Schüler drehen einen Lehrfilm im Turnen. (Erscheint 2018).
  • Beckmann, H. (2011). Erfahrungs- und problemorientiert vermitteln im Bewegungsfeld "Laufen, Springen, Werfen". In: sportunterricht 60 (2), S. 34 – 37.
  • Beckmann, H., Hildebrandt-Stramann, R. & Wichmann, K. (2005). Bewegungsunterricht inszenieren. Grundschule, Heft 1, 46- 50.
  • Hildebrandt-Stramann, R. (2014). Über Sportunterricht didaktisch nachdenken. Schulpädagogik heute 9/2014, 5. Jg. (Online-Zeitschrift). Zugriff am 04.03.2014 unter folgendem Link

  • Neumann, D. (2016). Schüler und Schülerinnen entwickeln ein Rugbyspiel. Mit Hilfe der Methode der genetischen Spielentwicklung. Lehrhilfen für den Sportunterricht. 65 (3), 1-7.
  • Neumann, D. (2017). Das Endzonenspiel Ultimate Frisbee. Erarbeiten, Regeln entwickeln und Bewegungslösungen eigenständig erproben. Lehrhilfen für den Sportunterricht. 66 (5), 5-10.
  • Probst, A. (2012).  Ästhetische Bewegungserziehung in Turnen, Tanz und Akrobatik. Wiebelsheim: Limpert.

  • Probst, A. (2013). 3,2,1, meins: Turnen gestalterisch kreativ-vermitteln – Bildungsprozesse im Turnunterricht. In M. Pott-Klindworth& T. Pilz (hrsg.). Turnen – eine Bewegungskultur im Wandel.Hamburg: Czwalina.
  • Wichmann, K. (2008). Integrative genetische Vermittlung von Sportspielen. In Woll, A., Klöckner, W., Reichmann, M. & Schlag, M. (Hrsg.), Sportspielkulturen erfolgreich gestalten. Von der Trainerbank bis in die Schulklasse. 6. Sportspielsymposium der dvs (S. 87-90). Konstanz : Czwalina Verlag.
  • Wichmann, K. (2008). Wie ein Hand-Ballspiel entsteht. Sportpädagogik, 1, 24-27. Friedrich-Verlag: Velber.
  • Wichmann, K. (2008). Spiele-Werkstatt. Sportunterricht, 56 (11), 356-359.
  • Wichmann, K. (2012). Genetisches Lernen in einer Spielewerkstatt. In S. König u.a. (Hrsg.), Sport-Spiel-Unterricht. Kongressband zum 8. Sportspiel-Symposium der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft September 2012 in Weingarten. (S. 167-168). Weingarten.

 

     2) Bewegung im Unterricht

In die Schule kommen nicht nur die Köpfe der Schüler(innen), sondern immer das ganze Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen, auch seinen Bewegungsbedürfnissen. Daher erscheint es unsinnig, die Bewegungserfahrungen der Kinder auf die Pausen und den Sportunterricht zu beschränken und im Unterricht die tradierten Formen beizubehalten, die durch Sitzen, Zuhören und Stillarbeit gekennzeichnet sind. Vielmehr sollte die Verknüpfung von Bewegung und Lernen in einem Unterricht, der die körperlichen, emotionalen, materialen und sozialen Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt, selbstverständlich sein (vgl. Riegel & Hildebrandt-Stramann, 2008).

Versteht man Bildung als „Weltverstehen“ und als Prozess der Selbstbildung, so ist damit die Klärung des Selbstverhältnisses zur Sache und zu den Inhalten gemeint. Dieser Klärungsprozess vollzieht sich in einer wechselseitigen Erschließung von „Ich“ und „Welt“ (Benner, 1996, S. 134). Voraussetzung für diesen Prozess ist eine fortschreitend-entdeckende Auseinandersetzung des Lernenden mit den Phänomenen der Welt. Eine solche Vorgehensweise ermöglicht Kindern, Fragen an die Welt zu stellen, ihren Fragen selbst nachzugehen und sie zu beantworten. Zum Weltverstehen gehört auch die Aneignung und Gestaltung von Welt. Beides hat nicht nur eine rationale, sondern auch eine emotionale und handlungsbezogene Basis: Sie baut auf Aufmerksamkeit, Anteilnahme und Betroffensein auf. Für die Anbahnung grundlegenden Verstehens und für die Entwicklung einer differenzierten Urteils- und Ausdruckskraft im Sachunterricht sind deshalb ästhetische und auch leiblich-sinnliche Erfahrungsprozesse wichtig.

Veröffentlichungen (Auswahl):

  • Beckmann, H.  (2012). Bewegtes Lernen im Mathematik- und Deutschunterricht in der Grundschule. In: Schulpädagogik heute, 3(6), Körper, Bewegung und Schule, S. 1 - 11.
  • Beckmann, H., Janßen, S. & Probst, A. (2012). Bewegtes Lernen! Deutsch. Donauwörth: Auer.
  • Beckmann, H./ Hildebrandt-Stramann, R. (2014). Bewegtes Lernen! Sachunterricht 1.-4. Klasse. Inhalte in und durch Bewegung nachhaltig verankern. Donauwörth: Auer.
  • Hildebrandt-Stramann, R. (2009). Die Kraft von Luft und Wasser spüren – ein fächerübergreifendes Unterrichtsbeispiel für ein Lernen durch Bewegung. Lehrhilfen für den Sportunterricht 58 (1), 7-12.
  • Hildebrandt-Stramann, R. (2009). Lernen mit Leib und Seele. Sportunterricht 58 (1), 3-7.
  • Hildebrandt-Stramann, R. (2014). Bewegtes Lernen in der Grundschule. In I.Hunger & R. Zimmer (Hrsg.), Inklusion bewegt. Herausforderungen für die frühkindliche Bildung (142 - 146). Schorndorf. Hofmann.
  • Muhsal, F. (2016). Bewegter Matheunterricht in einem mobilen Klassenzimmer. Unveröff. Masterarbeit. Braunschweig.
  • Probst, A. (2008). Wer sich nicht bewegt, bewegt nichts - ein Plädoyer für mehr Bewegung im Unterricht. In Sache, Wort, Zahl, Heft 95, 4-9.
  • Probst, A. (2014). Lernen mit dem ganzen Ich. Praxis Fördern Heft 02/14, 20-25.

Laufzeit: seit 2007

Finanzierung: Selbstfinanzierung

 

Prof. Dr. Reiner Hildebrandt-Stramann

1. Spiel, Sport und Bewegung in der Ganztagsschule.

Ein Verbundprojekt mit dem Institut für Sportwissenschaft der Universität Marburg und dem Institut für Sportwissenschaft der Universität Jena. 

Die Ganztagsschule hat im Rahmen der Bildungssystemdebatte einen hohen Stellenwert erlangt. Ein Qualitätskriterium für Ganztagsschulen ist die im Vergleich zu Halbtagsschulen veränderte Möglichkeit des Umgangs mit Zeit, den man mit „mehr Zeit für Kinder“ umschreiben könnte. Ganztagsschulen in offener und (teil-)gebundener Form verfügen über mehr Zeit zur Gestaltung des Bildungsauftrags. Wie lösen Ganztagsschulen diese Problematik und welche Formen von Schulkultur ergeben sich daraus? Für den Erfahrungsbereich „Bewegung, Spiel und Sport“ stellt sich die Frage, in welcher Quantität und Qualität dieser in dem größeren Zeitbudget Berücksichtigung findet. Ganztagsschulen müssen im Sinne eines verantwortlichen Umgangs mit Körper und Bewegung z.B. prüfen, wie der Schultag mit Bewegung rhythmisiert, mit nicht-formellen Bewegungsaktivitäten in den Pausen gestärkt, mit ganztägigen Sport- und Bewegungsangeboten, auch in Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen wie Sportvereinen, gestaltet werden und darüber hinaus Bewegung in jedem Unterricht einen Platz bekommen kann.

Die Studie zur Entwicklung von Bewegung, Spiel und Sport in der Ganztagsschule (StuBBS) besteht aus einem Forschungsverbund zwischen den Bundesländern Hessen, Niedersachsen und Thüringen, die durch die sportwissenschaftlichen Institute der Universitäten Marburg, Braunschweig und Thüringen repräsentiert werden. Sie erstellt fallbezogene Schulportraits im Interesse einer bewegungsorientierten Schulentwicklung. Auf der Grundlage von qualitativ erhobenen Daten werden in einem Zwischenschritt sog. „Wissenschaftliche Quellentexte“ erstellt, die das Ergebnis einer Triangulation der verschiedenen qualitativen Methoden darstellen und den Ausgangspunkt für alle weiteren Analysen bilden.  Die aus den Quellentexten entwickelten Schulportraits dienen als Grundlage sowohl für eine Schulberatung der an dem Projekt beteiligten 21 Schulen zu praktischen Fragen der Schulentwicklung als auch für vergleichende Fallstudien zur Theoriebildung bewegter Schulgestaltung.

Laufzeit: 2006 bis 2014.

Finanzierung: Das Projekt wird vom BMBF finanziert.

Leitung: Prof. Dr. Reiner Hildebrandt-Stramann

Braunschweiger Mitarbeiter seit 2010: Heike Beckmann, Dr. Andrea Probst, Klaus Wichmann.

Weitere Informationen unter:  https://www.uni-marburg.de/fb21/ifsm/ganztagsschule

 

Veröffentlichungen:

  • Hildebrandt-Stramann, R., Laging, R. & Teubner, J. (2014) Bewegung und Sport in der Ganztagsschule. Baltmannsweiler: Schneider.

         

  • Hildebrandt-Stramann, R. (2010). Zeit-und Raumkonzepte in der bewegten Ganztagsschule. Rhythmisierung und körperliche Aufführungspraxis in der Schule. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.

         

  • Hildebrandt-Stramann, R. (2017). Bewegte Ganztagsschule. Vorstellung von Studienergebnissen.  SportPraxis Sonderheft (58), 12-16.

 

2. Curriculumentwicklung in der Sportlehrerausbildung in Brasilien.

Projekt zur Beratung der Bundesuniversitäten von Bahia/Salvador, Sergipe/Aracaju und Rio Grande de Norte/Natal (Brasilien) bei der  Implementierung bzw. Reorganisation der Curricula zur Sportlehrerausbildung.

Laufzeit: 2005-2007; 2009-2014, 2016 - 2018

Finanzierung: Das Projekt wird vom DAAD finanziert.

Leitung: Prof. Dr. Reiner Hildebrandt-Stramann,  Prof. Dr. Celi Zulke Taffarel

Veröffentlichungen:

  • Hildebrandt-Stramann, R. (2014). Uma nova concepção do currículo na formação de professores de Educação Física em Salvador. Motrivivência, v. 26, n. 43, 118-132.
  • Hildebrandt-Stramann, R. & Taffarel Zulke, C. (2016). Saber treinar a si mesmo. Porque e como devemos ensinar treinamento nas aulas de Educação Física? Kinesis v. 34, n. 1, 36-61.
  • Hildebrandt-Stramann, R. (2016). Fazer e Pensar no Processo de Ensino Aprendizagem. Journal of Sport Pedagogy & Research. Nr. 2-1, S. XX-XX.
  • Hildebrandt-Stramann, R. (2016). Integração/ Inclusão por meio de relações de movimento. Agorá 18 (3), 214-229.
  • Hildebrandt-Stramann, R. & Luza Ochôa Lins, V (2016).  Fazer e pensar no processo de ensino aprendizagem: Escola integral e criança integral. Revista Temas em Educação, João Pessoa, v.25, Número Especial, p.12-23.
  • Taffarel, C., Hildebrandt-Stramann, R., Beckmann, H. & Moraes Oliveira, M. (2017). Equilibrar – um tema fundamental para o ensino na Educação Física. Revista Kinesis, Santa Maria. V 35, Nr. 1, S. 41-58.
  • Hildebrandt-Stramann, R. (2017). Desenvolvimente e Recepção da Concepção Pedagógica das “Aulas Abertas às Experiências”. In Gomes-da-Silva, P. N. & de Oliveira Caminha, I. (Hrsg.). Movimento Humano. Incursôes na Educaçâo e na Cultura (S. 71-104). Curitiba: Editora Appris.
  • Hildebrandt-Stramann, R. & Taffarel, C. Z. (2017). Formação de professores trabalho educativo na Educação Física. Unijui: Editora Uniju.

         

  • Hildebrandt-Stramann, R. (2018). O currículo na formação dos estudantes de Educação Física na Alemanha - o exemplo do departamento de Educação Física da Universidade Técnica de Braunschweig. Revista da Educação Física/UEM.

     

3. Unibral

Das  Programm  UNIBRAL  ist  ein  bilaterales  Förderungsprogramm  zur Hochschulzusammenarbeit,  das  2000  zwischen  den  Bildungsministerien  beider Länder vereinbart wurde und vom DAAD und der brasilianischen Partnerorganisation CAPES  (Fundação  Coordenação  de  Aperfeiçoamento  de  Pessoal  de  Nível) durchgeführt wird. Ziel  des  Programms  ist  es,  durch  Studierendenaustausch  die  Zusammenarbeit zwischen  brasilianischen  und  deutschen  Hochschulen  zu  verstärken.  Für  die Studierenden  soll  das  Studium  an  der  ausländischen  Hochschule  Ergänzung  und Erweiterung  zum Studium an der Heimathochschule  sein.  Studienleistungen an der jeweiligen  Partnerhochschule  müssen  anerkannt  werden. 

Laufzeit: 2015 - 2017

Finanzierung:  BMBF - DAAD

Leitung: Prof.Dr. Reiner Hildebrandt-Stramann

Mitarbeiter:  Prof. Dr. Celi Zulke Taffarel, Heike Beckmann, Studierende des Instituts für Sportwissenschaft und Bewegungspädagogik der TU Braunschweig und der Bundesuniversität von Bahia, Salvador.

 

Heike Beckmann

Sport fachfremd unterrichten

In Grundschulen ist es aufgrund des Klassenlehrerprinzips sowie fehlender Fachlehrkräfte eine verbreitet Tatsache, dass Sportunterricht vielfach fachfremd unterrichtet wird.

Ziel dieses Projekts ist die Unterstützung fachfremd unterrichtender Lehrkräfte. Durch Vermittlung wesentlicher bewegungspädagogischer Grundlagen und didaktisch reflektierter Stundenbeispiele über Veröffentlichungen und Lehrerfortbildungen sollen sie zumindest in Ansätzen fachdidaktische Kenntnisse vermittelt bekommen.

Laufzeit: 2015 - 2017

Finanzierung: Selbstfinanzierung

Leitung: Heike Beckmann

zusammen mit Dr. Andrea Probst und Kim Kolze

Veröffentlichungen:

  • Beckmann, H./ Probst, A. (2015). Sport fachfremd unterrichten. Praxiswissen 1.-4. Klasse. Alles zur reibungslosen Organisation, Unterrichtsplanung & Leistungsbewertung, mit Beispielstunden. Augsburg: Auer

         

  • Beckmann, H. / Probst, A. (2016). Sport fachfremd unterrichten. Komplett vorbereitete Unterrichtsmaterialien und direkt einsetzbare Praxismaterialien. Die Praxis 1./2. Klasse. Augsburg: Auer Verlag.

         

  • Beckmann, H./ Kolze, K./ Probst, A. (2017). Sport fachfremd unterrichten. Komplett vorbereitete Unterrichtsmaterialien und direkt einsetzbare Praxismaterialien. Die Praxis 3./4. Klasse. Augsburg: Auer Verlag.

         

 

Dr. Andrea Probst

Sprache und Bewegung      wird ergänzt

 

 

Ehemalige Mitarbeiter

Klaus Wichmann                                                   

1. Training im Schulsport - Sich selbst trainieren

Entwicklung fachwissenschaftlich reflektierter Unterrichtskonzepte.

Laufzeit: seit 2008

Finanzierung: Selbstfinanzierung

Veröffentlichungen:

  • Heinz, N. & Wichmann, K. (2010). Schüler trainieren ihre Kraft selbst. Sportunterricht, 59 (9), 264-270).

  • Wichmann, K. (2010). Entwicklungsverlauf und Entwicklungsförderung durch Bewegung. Praxis der Psychomotorik, 35 (1), 15-18. modernes lernen: Dortmund.

  • Wichmann, K. (2012). Körper und Bewegung im Lernprozess: Werkstattlernen. Schulpädagogik heute, 3 (6), Körper, Bewegung und Schule,1-12.

  • Wichmann, K. (2014). Muskelspiele. Fächerübergreifendes Lernen an Stationen: „Kraft durch Bewegung erfahren“. Grundschule Extra, 100-103.

  • Wichmann, K. (2014). Muskelspiele. Fächerübergreifendes Lernen an Stationen: „Kraft durch Bewegung erfahren“. Grundschule Extra, 100-103.

  • Wichmann, K. (2015). Kontrolle sportlicher Bewegungen (S. 86-93) und Lernen und Vermitteln sportlicher Bewegungen (S. 94-97 und 104-111). In A. Kibele & H.-P. Konopka (Hrsg)., Bewegungslehre – Materialien SII. Braunschweig: Bildungshaus Schulbuchverlage.
  • Wichmann, K. (2016). Kraft trainieren – Schulstufenbezogene Unterrichtsvorhaben für die Primarstufe, Sekundarstufe I und Sekundarstufe II. In G. Thienes & M. Baschta (Hrsg.), Training im Schulsport. Sportpädagogische Orientierungen, trainingswissenschaftliche Grundlagen, praktische Beispiele (S. 256-274). Schorndorf: Hofmann Verlag.
  • Epperlein, H. H., Deussen, A. & Wichmann, K. (2017). Beweg Dich! Theorie und Praxis von Bewegungsübungen. Dresden: Druckerei und Verlag Fabian Hille.

        

 

2. Sportspielforschung

Entwicklung von didaktischen Konzepten zur Sportspielvermittlung.

Laufzeit: seit 1996

Finanzierung: Selbstfinanzierung

Veröffentlichungen:

  • Wichmann, K. (2005). Ball spielen in Mannschaften. Praxis Grundschule, 1, 17-21.
  • Wichmann, K. (2007). Game Workshop. International Journal of Physical Education, Volume XLIV, Issue 4, 4. Quarter. Hofmann: Schorndorf, 170-176.
  • Wichmann, K. (2008). Wie ein Hand-Ballspiel entsteht. Sportpädagogik, 1, 24-27. Friedrich-Verlag: Velber.
  • Wichmann, K. (2008). Game Workshop. Agora para la Educacion Fisica y el Deporte, n.° 6. Una Escuela en Movimento. Valladolid, 77-88.
  • Wichmann, K. (2008). Spiele-Werkstatt. Sportunterricht, 56 (11), 356-359.
  • Wichmann, K. (2008). Integrative genetische Vermittlung von Sportspielen. In Woll, A., Klöckner, W., Reichmann, M. & Schlag, M. (Hrsg.), Sportspielkulturen erfolgreich gestalten. Von der Trainerbank bis in die Schulklasse. 6. Sportspielsymposium der dvs (S. 87-90). Konstanz : Czwalina Verlag.
  • Wichmann, K. (2009). Spiele spielen können. In H. Barnitzky u. a. (Hrsg.), Kursbuch Grundschule (S. 726-727). Frankfurt am Main.
  • Wichmann, K. (2012). Genetisches Lernen in einer Spielewerkstatt. In S. König u.a. (Hrsg.), Sport-Spiel-Unterricht. Kongressband zum 8. Sportspiel-Symposium der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft September 2012 in Weingarten. (S. 167-168). Weingarten.

 

3. Schulbuchentwicklung

Entwicklung von schuldidaktischer Literatur zur Humanbiologie in Zusammenarbeit mit dem Bildungshaus Schulbuchverlage Braunschweig.

Laufzeit: seit 2000

Finanzierung: Selbstfinanzierung

Veröffentlichungen (Auswahl):

  • Wichmann, K. (2009). Organsysteme wirken zusammen. Kapitel 6: Verdauung 14 Kopiervorlagen), Kapitel: 7 Blutkreislauf (7 Kopiervorlagen), Kapitel 8: Atmung (7 Kopiervorlagen), Kapitel 10: Ich bin so frei (5 Kopiervorlagen) In Sudeik, T. & Vorwerk, B. (Hrsg.), Natur bewusst 2. Biologie – Physik – Chemie. Kopiervorlagen. Bildungshaus Schulbuchverlage Westermann Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers GmbH.
  • Wichmann, K. (2010). Geht mir bloß nicht auf die Nerven (5-25) und Hormonsystem (26-41). In Sudeik, T. & Vorwerk, B. (Hrsg.), Natur bewusst 3. Biologie – Physik – Chemie. Lehrerinformation. Bildungshaus Schulbuchverlage Westermann Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers GmbH.
  • Wichmann, K. (2010). Bewegung zu Lande, zu Wasser und in der Luft. In Sudeik, T. & Vorwerk, B. (Hrsg.), Natur bewusst 5. Naturwissenschaften. Rheinland-Pfalz, 122-133. Braunschweig: Bildungshaus Schulbuchverlage Westermann Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers GmbH.
  • Wichmann, K. (2010). Körper und Gesundheit. In Sudeik, T. & Vorwerk, B. (Hrsg.), Natur bewusst  6. Naturwissenschaften. Rheinland-Pfalz, 160-179. Braunschweig: Bildungshaus Schulbuchverlage Westermann Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers GmbH
  • Wichmann, K. (2010). Fortbewegen in Natur und Technik (136-141) und Energie aus Nahrung und Sonnenlicht (178-193). In Sudeik, T. & Vorwerk, B. (Hrsg.),Natur bewusst  2. Naturwissenschaften. Ausgabe Nord. Braunschweig: Bildungshaus Schulbuchverlage Westermann Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers GmbH.
  • Wichmann, K. (2015). Bewegung und ausgewogene Energiezufuhr erhalten den Körper gesund, 262-285. In H.-P. Konopka (Hrsg.), Linder Biologie SI Rheinland-Pfalz. Braunschweig: Bildungshaus Schulbuchverlage Westermann Schroedel Diesterweg.

  aktualisiert am 10.12.2017
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