TU BRAUNSCHWEIG

Körperdysmorphe Störung (KDS). Wenn Scham, Befürchtungen und Sorgen bezüglich des eigenen Aussehens den Alltag belasten.

Die meisten Menschen kennen das: Man sieht in den Spiegel und entdeckt Körperregionen, die einem nicht gefallen, die man sogar als hässlich empfindet. Viele versuchen dann, ihr Äußeres zu korrigieren, zum Beispiel, indem sie Make-Up auftragen oder die Haare sorgfältig frisieren.

Wenn die Besorgnis, einen Makel im Aussehen zu haben, hässlich oder entstellt zu sein, das Denken länger als eine Stunde am Tag beherrscht und zu  ausgedehnten Kontrollritualen führt spricht man von einer KDS.

Bei Personen mit einer KDS kreisen die Gedanken immer wieder um die Sorge, hässlich zu sein. Diese Sorge führt dazu, dass sich Betroffene für ihr Aussehen schämen und sich vermehrt von der Außenwelt zurück ziehen. Sie verwenden viel Zeit und Energie darauf, den Makel zu verbergen (z.B. durch das Tragen von Sonnenbrillen) oder zu korrigieren (z.B. durch Schönheitsoperationen).

Viele neigen auch dazu, ihr Äußeres häufig im Spiegel zu kontrollieren oder sich bei Angehörigen zu versichern, dass sie gar nicht hässlich sind.

Diese Beruhigungsstrategien wirken jedoch nur kurzfristig; die Besorgnis kehrt schon nach kurzer Zeit wieder zurück. Es wird für Betroffene immer schwieriger, ihr Leben zu bewältigen, so dass es oft nach und nach zusätzlich zu einer Depression kommen kann, was die Probleme noch zusätzlich erhöht.

Diagnostik der KDS in unserer Ambulanz

Zur Diagnostik gehören Gespräche, in denen sich der Diagnostiker einen Überblick über die aktuellen Befürchtungen, die Entwicklung der KDS und weitere mögliche Beschwerden verschafft. Außerdem werden Fragebögen und strukturierte klinisch-diagnostische Interviews eingesetzt, um die Diagnose stellen und sie von anderen Störungen abgrenzen zu können. Weiter wird auch nach Faktoren gesucht, die dazu führen könnten, dass die KDS trotz der hohen Investition des Betroffenen in sein Aussehen aufrechterhalten wird.

Was wollen wir erreichen?

Wir wollen die Entstehung und Aufrechterhaltung der KDS noch besser zu verstehen lernen. Weiter wollen wir bestehende Behandlungsangebote weiter ausbauen. Dafür haben wir eine Reihe von Fragebögen, die wir Sie bitten, auszufüllen und wir werden Interviews mit Ihnen durchführen.

Was bringt Ihnen die Teilnahme?

  • Diagnostik: Wir führen mit Ihnen eine ausführliche psychologische Diagnostik durch und klären Sie umfassend über Ihre Symptomatik auf.
  • Beratung: Wir beraten und unterstützen Sie bei der Suche nach weiteren Behandlungsmöglichkeiten.
  • Behandlung: Sie erhalten von uns zeitnah eine Form der kognitiven Verhaltenstherapie, die wir derzeit erforschen, wenn hierfür eine Indikation besteht. Wenn Sie nicht an Forschung teilnehmen möchten wenden Sie sich bitte an eine(n) niedergelassene(n) Kollegen(in) oder eine andere Einrichtung, da wir an der Regelversorgung nicht teilnehmen.

Unseren Flyer können Sie sich hier herunterladen.

Wie ist der Ablauf?

Sie rufen uns einfach an oder schreiben uns eine Email – wir werden Sie dann kontaktieren und Weiteres besprechen

Telefonische Erreichbarkeit:
Für Personen, die bereits in Kontakt zu uns stehen: 0531/ 391-2865
Mo., Mi., Fr. 09:00 - 11:00 Uhr
Di. 15:00 - 17:00 Uhr
Für Personen, die zum erstenmal Kontakt zu uns suchen:        0531/ 391-38999
Di. 10:00 - 12:00 Uhr
Do. 15:00 - 17:00 Uhr

 

Fax:

 

0531/ 391-8195

kds-ambulanz@tu-braunschweig.de
www.psychotherapieambulanz-braunschweig.de/kds



  last changed 22.08.2013
TU_Icon_E_Mail_1_17x17_RGB pagetop